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21. August 2010

"Fleiß und Selbstdisziplin sind wichtig"

BZ-INTERVIEW mit der Triathletin Anja Lienemann zu ihrem Start in Malterdingen.

  1. Die Malterdinger Ausdauersportlerin möchte am Sonntag aufs Siegertreppchen. Foto: Dieter Erggelet

MALTERDINGEN. Triathletin Anja Lienemann zählt zur deutschen Spitzenklasse in der Mitteldistanz. Die aus Herbolzheim stammende Sportlerin hat dort Volleyball gespielt, an Laufwettbewerben teilgenommen und ist seit 2005 vom Triathlon "angefressen". Die 40-jährige Fremdsprachenkorrespondentin ist Assistentin der Geschäftsleitung im Kenzinger Marketingunternehmens Pruner. Dieter Erggelet sprach mit Anja Lienemann.

BZ: Wie sehr bestimmt der Sport Ihr Privatleben?
Lienemann: Sehr, sehr stark. Ich arbeite pro Woche 30 Stunden, das sind etwa 80 Prozent einer Ganztagstätigkeit. Glücklicherweise habe ich einen Chef, der für diese Sportart viel Verständnis aufbringt. Selbstdisziplin und Fleiß stehen bei mir beruflich und privat hoch im Kurs. Manches Stück Kuchen wird nicht gegessen. Tägliches Training mit einem Umfang von wöchentlich 22 Stunden steht auf dem Programm. Ständig optimiert mir Trainer Roland Krams den Trainingsplan. Wobei der Montag mit Gymnastik fast schon als Ruhetag zu bezeichnen ist. An wettkampffreien Wochenenden kommen pro Tag häufig fünf bis sechs Stunden Training zusammen. Da bleibt für andere Freizeitvergnügen kaum Zeit. Glücklicherweise habe ich verständnisvolle Freunde und Bekannte. Ich wohne seit zwei Jahren in Malterdingen. Hier, beim TNB finde ich immer jemanden, der mit mir eine Trainingseinheit absolviert. Sei es, einige Kilometer im Nimburger Baggersee zu schwimmen oder mit dem Rad eine Strecke zu fahren, und das ist bestimmt keine Kaffeefahrt. Meine Mutter ist seitdem von dieser Sportart begeistert. Sie war schon häufig im Triathlon-Helferteam an der Strecke dabei und unterstützt mich in vielen Alltagsangelegenheiten, damit mir mehr Zeit zum Training bleibt.

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BZ: Was ist Ihre Lieblingsdisziplin?
Lienemann: Ich bin in allen drei Disziplinen nahezu gleich stark. Allerdings, Hitze beim Laufen mag ich überhaupt nicht, obwohl ich sonst sehr gerne an Laufwettbewerben teilnehme. Beispielsweise am Emmendinger Stadtlauf, den ich vergangenes Jahr gewann, oder dem Teninger Allmendlauf, bei dem ich mehrfach unter den "Top Ten" landete. Glücklicherweise gibt es hier zahlreiche schöne Baggerseen. Im Winter trainieren wir im Hallenbad Freiamt. Zudem steht in der kalten Jahreszeit Training mit dem Mountainbike auf dem Trainingsplan. Ohne unseren Super-Mechaniker Wolfgang Heer im Verein würde mir Radfahren nicht solchen Spaß machen. Ich brauche mich glücklicherweise nicht mit technischen Problemen an der Maschine zu befassen.
BZ: Was ist Ihr sportliches Ziel am Sonntag?
Lienemann: Zum Jubiläum findet die Baden-Württembergische Meisterschaft in der Mitteldistanz statt. Ich möchte diesen Titel nach Malterdingen holen.

Autor: derg