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20. Dezember 2011

Im Fluss des Chorgesangs

Stimmungsvolles Adventskonzert in der Malterdinger Kirche.

  1. Die beiden Malterdinger Chöre boten ein stimmungsvolles Adventskonzert in der Kirche. Foto: Dieter Erggelet

  2. Die beiden Malterdinger Chöre boten ein stimmungsvolles Adventskonzert in der Kirche. Foto: Dieter Erggelet

MALTERDINGEN (derg). Der gemischte Chor "Prokanto" und der Männerchor verzauberten beim Adventskonzert in der Malterdinger Kirche die Zuhörer. Geprägt von hoher Stimmkultur intonierten sie geistliche und weltliche Chormusik.

Mit einem Solostück auf der Orgel stimmte die Leiterin des Männerchors, Susanne Alberts, die vielen Kirchenbesucher auf den besinnlichen Abend ein.

"Prokanto" begann mit dem spanischen Volkslied "Nada de Turbe" die vorweihnachtlich-musikalische Weltreise. Mit zwei Gospels zeigte der Chor einen schönen, bewegt fließenden Klang, rhythmische Beweglichkeit, Intonationssicherheit und dynamische Spannweite. Den Abschluss des ersten Teils bildete die musikalische Hommage an die Freundschaft: "Ein Freund ist wie ein guter Stern". Dass die Adventszeit auch Chancen zur Entschleunigung in sich berge, daran erinnerte Pfarrer Uwe Röskamp.

Viele Gesangvereine führen den Beinamen "Harmonie". In Malterdingen ist dieser Begriff derzeit eine Art erfreuliche Leitkultur. Musikalisch spiegelte sich das durch den gemeinsamen Auftritt der Dirigentinnen wieder. Die Chorleiterin von Procanto, Ursula Belting, trug den Klassiker "Amacine Grace"vor, begleitet von der Kirchenmusikerin Susanne Alberts. Mit tosendem Beifall quittierten die Besucher diesen Glanzpunkt des Konzertabends.

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Klassische Adventslieder, vorgetragen vom Männerchor, weckten vielerlei Erinnerungen an die Kindheit, besonders dann, wenn Lieder wie "Es kommt ein Schiff geladen" oder "Tochter Zions" inbrünstig erschallen. Fast schon rührend wirkte das vermutlich volkstümlichste Vorweihnachtslied "Leise rieselt der Schnee" mehrstimmig vorgetragen. Mit dem Klavierstück "Ich steh an deiner Krippen hier", das Susanne Alberts intonierte, hatten die Besucher Gelegenheit, etwas Atem zu holen bis zum ergreifenden Finale.

Es bedurfte keiner allzu großen Phantasie, was für eine Kraft von Georg Friedrich Händels "Tochter Zions" ausgeht. Gemeinsam sind wir noch stärker, sagten sich wohl auch die Dirigentinnen, was sich auch in drei gemeinsam vorgetragenen Liedern widerspiegelte.

Autor: derg