"Wir bleiben auf jeden Fall am Sportplatz"

Patrik Müller

Von Patrik Müller

Di, 21. August 2018

Malterdingen

Nach ihrem Wegzug aus dem Malterdinger Ortskern zeigen sich die Veranstalter des Breisgau-Triathlons zufrieden.

RIEGEL/MALTERDINGEN. Die 28. Auflage des Breisgau-Triathlons am Sonntag war ein Experiment: Die Veranstalter hatten Zieleinlauf, Wechselzone und Cateringbereich vom Malterdinger Ortskern an den Sportplatz verlegt. Cheforganisator Martin Reichert zieht am Tag danach ein positives Fazit. "Es war anders – und für uns als Veranstalter auf jeden Fall besser", sagt er. "Einige Athleten, die schon länger dabei sind, haben aber gesagt, dass sie es schade finden. Das Flair im Ort war schon ein anderes."

Der Wechsel an den Sportplatz hatte organisatorische Gründe: Die Feuerwehren Hecklingen und Nordweil hatten laut Reichert erklärt, den Verein Triathlon Nördlicher Breisgau Malterdingen nicht mehr mit eigenen Kräften zu unterstützen und die Straßen dort nicht mehr zu sperren. "Wir mussten jetzt pro Ort 15 eigene Helfer abstellen. Wir haben aber auch nur eine gewisse Anzahl von Leuten, deshalb mussten wir umstrukturieren." Der Umzug half den Triathlonmachern, Kapazitäten zu sparen – vor allem an der sieben Kilometer langen Laufstrecke. Die führte nicht mehr durch den Malterdinger Rebberg, sondern auf Feldwegen in Richtung Köndringen. "Die Strecke war deutlich flacher", sagt Reichert. "Die gelaufenen Zeiten waren aber auch nicht schneller als in den vergangenen Jahren."

Rund 500 Sportler hatten sich in diesem Jahr angemeldet. Die Hälfte nahm die kürzere Jedermannstrecke in Angriff, die andere den Triathlon über die Mitteldistanz. Die Zahl der Helfer lag laut Reichert auch bei etwa 500 – vom Streckenposten im Bleichtal bis hin zum Rettungsschwimmer am Müllersee in Riegel. "Es waren reichlich Zuschauer da, da waren wir uns vorher nicht sicher", sagt der Organisator. "Wir haben uns auch Mühe gegeben, den Sportplatz mit Schirmen und Pflanzen dekorativer zu gestalten."

Der Triathlon, der auch Sportler aus Frankreich und der Schweiz anzieht, ist ein wichtiges finanzielles Standbein des Vereins. Die Einnahmen helfen den Sportlern, Trainer und Beckenkapazitäten im Hallenbad zu bezahlen. Dafür stecken die Mitglieder jede Menge ehrenamtliche Arbeit in die Veranstaltung – und nehmen zum Auf- und Abbauen auch mal zwei Tage Urlaub.

Reichert und seine Kollegen aus dem Organisationsteam wollen sich jetzt zusammensetzen und den Triathlon Revue passieren lassen. "Wir bleiben auf jeden Fall am Sportplatz", sagt Reichert. Die Triathlon-Macher wollen sich auch über die Laufstrecke unterhalten – die könnte bei der 29. Auflage wieder hügeliger sein und durch den Rebberg führen statt über Felder. Reichert: "Da ist aber noch nichts entschieden, die Strecke war ja auch anspruchsvoll. Es gab keinen Schatten, das hat Körner gekostet." Thema bei der Besprechung könnte auch der einzige Unfall werden: Ein Sportler stürzte mit dem Rad, musste ins Krankenhaus transportiert werden – Reichert geht von eigenem Verschulden aus, wie er sagt. "Die Strecke ist immer gut gesichert."

Die Ergebnisse im Netz: http://www.breisgau-triathlon.de