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14. November 2017

Auch Kultur ist ein Wirtschaftsfaktor

Beim interkommunalen Wirtschaftstreff von fünf Gemeinden präsentiert sich in March das Moira-Fettermann-Ballett.

  1. Beim interkommunalen Wirtschaftstreff in der Buchheimer Festhalle gab es viel Beifall für das Moira-Fettermann-Ballett. Foto: mario schöneberg

MARCH. Mit über 120 Gewerbetreibenden war die achte Auflage des interkommunalen Wirtschaftstreffs der Gemeinden Bötzingen, Eichstetten, Gottenheim March und Umkirch in der Buchheimer Festhalle sehr gut besucht. Dabei bot der Auftritt des Moira-Fettermann-Balletts aus Hugstetten einen Höhepunkt. Vorgestellt wurde auch die Idee eines Entwicklungskonzepts für March. Ein Vortrag über Mitarbeiterführung verlief eher enttäuschend.

Immer im Wechsel richtet einer der Gewerbevereine der fünf Gemeinden das interkommunale Treffen aus, bei dem sich zumeist eine Firma aus dem jeweiligen Ort präsentiert, ein Fachreferent einen Vortrag hält und die Teilnehmer im Anschluss Gelegenheit haben, sich bei einem Imbiss kennen zu lernen und auszutauschen. Bei diesem Treffen präsentierte sich das Moira-Fettermann-Ballett, das im Hugstetter Industriegebiet seine Probenräume hat. 13 junge Tänzerinnen und zwei Tänzer zeigten auf der Bühne der Buchheimer Halle modernen Tanz mit zeitgenössischen Choreografien. Drei ineinander übergehende Stücke tanzten die Jugendlichen zu aktueller Musik mit viel Ausdruck und Leidenschaft. Das Ganze war sogar eine Premiere, wie Jörg Armbruster, Moderator des Abends, erläuterte. Denn die Choreografie stammte erstmals von Kaja Bullerjahn, die mit ihrer Truppe reichlich Applaus für ihren Auftritt bekam. Das Fettermann-Ballett, das 2016 sein 30-jähriges Jubiläum feiern konnte, sei eine feste Größe in der Ausbildung junger Tänzer in der Region, erläuterte Armbruster, es sei auch die einzige Einrichtung ihrer Art, die fest mit dem Freiburger Theater zusammenarbeite.

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Die Gemeinde March, die seit kurzem auch offiziell die 9000 Einwohner-Grenze überschritten habe, sei auch der größte Arbeitgeber am Ort, erläuterte Bürgermeister Helmut Mursa in seiner Ansprache, in der er seine Amtskollegen Dieter Schneckenburger aus Bötzingen, Michael Bruder aus Eichstetten, Christian Riesterer aus Gottenheim und Walter Laub aus Umkirch begrüßte. Immerhin rund 250 Mitarbeiter seien in der Gemeinde beschäftigt, so Mursa, der die Idee des Gemeindeentwicklungskonzepts erläuterte, das der Gemeinderat in Auftrag gegeben hat und das man nun gemeinsam mit den Bürgern entwickeln wolle. Dazu passend würden demnächst ein Einzelhandelsgutachten und eine Machbarkeitsstudie für eine kleine Landesgartenschau in den Jahren 2027 oder 2029 behandelt.

Neue Imagebroschüre der Marcher Betriebe

Was March für ein Potential habe, betonte auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Thomas Fischer. Zudem hatte der Marcher Wirtschaftskreis eine neue Imagebroschüre ausgelegt, unter dem Motto "Gemeinsam erreichen wir mehr" sind dort die Mitglieder des Gewerbevereins aufgeführt.

Zum Thema Mitarbeiterführung habe man mit Elvira Schiemenz-Höfer eine Expertin für Personalentwicklung, Kommunikation und Motivation gewinnen können, kündigte Moderator Jörg Armbruster den Impulsvortrag an. Da die Fachfrau auch noch Rhetorik-Beraterin ist, erwarteten alle ein unterhaltsames Feuerwerk an Informationen. Doch der knapp einstündige Vortrag mit dem Titel "Die zehn Erfolgsgeheimnisse der guten Mitarbeiterführung" begann mit technischen Problemen und geriet immer wieder ins Stocken. "Wer führen will, muss sich auch selbst führen", meinte die Lehrbeauftragte mehrerer Hochschulen, die immer wieder den Fußball und Bayerns Senior-Trainer Jupp Heynckes als positives Beispiel für ihre Thesen nannte. Aussagen wie "wer Ansehen hat, wird angesehen" oder "das Sprechen ist die Sprache des Erfolgs" sowie "den Mitarbeiter als Menschen wahrnehmen" und "ohne Kommunikation ist alles nichts" hatte Schiemenz-Höfer dabei im Angebot. Weiter ließ sie wissen, dass ein gewisser "Schumacher" beim SC Freiburg trotz zwei Eigentoren keine öffentliche Kritik vom Trainer bekam – gemeint war wohl Julian Schuster. Um 20.45 Uhr hieß es, man müsse langsam zum Ende kommen, "wir haben ja bald Mitternacht". So blieb also reichlich Zeit für den geselligen Austausch der Gewerbetreibenden.

Autor: Mario Schöneberg