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05. März 2010

Den Bürgleplatz sollen Berliner Kissen beruhigen

Gemeinderat March entscheidet sich spontan für neue Variante zur Abbremsung des Verkehrs auf der ramponierten Platzdurchfahrt.

MARCH (schö). Die Sanierung der Pflasterung des Bürgleplatzes im Zentralgebiet beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. Letztlich entschieden sich die Räte mehrheitlich für ein so genanntes "Berliner Kissen", an dem Radfahrer und ältere Menschen mit Rollator ebenerdig vorbeifahren können.

Das Pflaster des Bürgleplatzes sei in einem schlechten Zustand, besonders der Unterbau sei desolat, erläuterte Bauamtsleiter Mario Utz. Daher müsse die Pflasterung nun saniert werden und dabei wolle man auch die im Gemeinderat angeregte Verkehrsberuhigung angehen. Günstigster Bieter einer Ausschreibung für die Pflasterarbeiten sei die Freiburger Firma "Baumann", die für 16 654 Euro den Zuschlag erhalten habe. Für die Verkehrsberuhigung durch Erhebungen an den Engstellen der Zufahrten des Platzes entstünden aber Mehrkosten. Laut Verwaltungsvorlage koste eine erhabene Pflasterung knapp 150 Euro zusätzlich, bei Kunststoffschwellen seien es etwa 540 Euro mehr. Und im Beton verankerte Stahlnägel, so genannte "Berliner Teller", würden 1065 Euro mehr kosten. Die Verwaltung, so Utz, schlage die Anbringung von Kunststoffhemmern vor, der Buchheimer Ortschaftsrat wiederum sei für eine nicht durchgehende erhabene Pflasterung.

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Kurz vor der Sitzung hatte nun Andreas Steiert (UBM) die Idee eines "Berliner Kissens" in Spiel gebracht. Das ist eine erhabene Hochfläche, an deren Seiten Rollstühle ebenerdig vorbeifahren können. Für den Bürgleplatz solle aber nicht die in Berlin übliche rot gefärbte Variante verwendet werden, vielmehr regte Steiert eine, von farblich abgesetzten Formteilen eingefasste, gepflasterte Hochfläche an.

Im Gremium gab es Kritik, dass der Vorschlag sehr kurzfristig gekommen sei. Da die Mehrkosten unklar seien, könne man hierüber nicht entscheiden, meinte Peter Meisel (CDU). Bürgermeister Josef Hügele meinte, es gehe ja nicht um eine allzu große Fläche handle. Außerdem stehe ja erst die Grundsatzentscheidung an und noch nicht die Auftragsvergabe.

Einzig Adalbert Faller (Grüne) sprach sich grundsätzlich gegen eine Verkehrsberuhigung aus. Schließlich sei in 15 Jahren kein Unfall auf dem Bürgleplatz bekannt. Man schaffe durch die Erhöhung eher noch Gefahren. Buchheims Ortsvorsteher Thomas Gerspach (UBM) hielt dem die Schäden im Unterbau entgegen. Daher sollte man künftig auch die Tonnage der durchfahrenden LKWs begrenzen.

Weitere Ideen waren eine weitere Erhebung in der Platzmitte oder deren Verlagerung an die Kreuzungen, auch ging es um Gehprobleme auf Pflaster. Letztlich sprachen sich 13 Räte für die Variante mit nicht ganz durchgehenden "Berliner Kissen" aus, zwei waren dagegen.

Autor: schö