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29. Oktober 2011

Ein Spieleerfinder sorgt für spannende Abwechslung in der Schule

Hugstetter Grundschüler lernen während der Projektwoche vielfältige Spielformen kennen / Der Spieleerfinder Klaus Zoch stellte seine Arbeit und Spielideen vor.

  1. Die Dritt- und Viertklässler der Grundschule in Hugstetten spielen mit viel Spaß das von Klaus Zoch entworfene Spiel „Bausack“. Wie hoch der Turm wohl noch wachsen wird, bevor er umstürzt? Foto: Paulina Grimm

MARCH-HUGSTETTEN. "Spiel mal wieder" heißt ein neues Unterrichtsprojekt an der Grundschule in Hugstetten. Im Fächerverbund MeNuK – Mensch, Natur und Kultur – lernen Dritt- und Viertklässler gemeinsam verschiedene Spiele und Spielarten kennen.

"Spielen ist eine wichtige Fähigkeit, die in der Schule leider oft zu kurz kommt", meint der Spieleerfinder und Verlagsinhaber Klaus Zoch (Zoch Verlag), der die Grundschüler im Rahmen dieses Projekts in Hugstetten besuchte.

Mittwochs ist Projekttag. Vier Wochen lang beschäftigen sich Dritt- und Viertklässler nun mit dem Thema "spielen". Helga Wagner-Grießbaum, Lehrerin an der Grundschule, führt das Projekt, das bereits zum zweiten Mal stattfindet, gemeinsam mit der Spiel- und Medienpädagogin Sylvia Näger durch. Im MeNuK-Unterricht werden über das Jahr verteilt Themen zu acht Kompetenzfeldern behandelt.

Das Spieleprojekt gehört zum Kompetenzfeld "Ich-Du-Wir: Zusammen leben, miteinander gestalten, voneinander lernen". Während der Projektstunden – immer mittwochs vier am Stück – sitzt ein Viertklässler immer neben einem Mitschüler aus der dritten Klasse und umgekehrt. "Es ist auch ein Ziel dieser Unterrichtsform, dass sich die Kinder gegenseitig helfen", sagt Helga Wagner-Grießbaum. Das Projekt soll den Kindern vielfältige Spielformen vorstellen, die im Unterricht auch ausprobiert werden dürfen. Dabei wird das Spiel als eine Form der Sozialisation und Kommunikation erfahren, erklärt Sylvia Näger. Die Kinder lernen außerdem, Kreativität und Kombinationsvermögen zu üben, das eigene Spielverhalten zu reflektieren und auch anderen die Spielregeln verständlich zu erklären. Aus dem Projekt sollen schließlich, wie Sylvia Näger erzählt, Unterrichtsmaterialien entstehen, damit auch andere Grundschulen das Thema "Spiel" im Fächerverbund "Mensch, Natur und Kultur" umsetzen können.

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Klaus Zoch nahm sich den ganzen Vormittag Zeit für die Grundschüler und ihr Projekt. Er brachte das von ihm selbst erfundene Spiel "Bausack" in Übergröße mit und stellte das Kinderspiel des Jahres "Da ist der Wurm drin" vor. "Ich würde den Lernerfolg beim Spielen niemals in den Vordergrund stellen", sagt er nachdrücklich. "Kinder sind nicht dumm - und wenn sie etwas davon merken, entsteht der Eindruck, dass nicht einmal spielen noch einfach nur Spaß machen darf."

Außerdem hat Klaus Zoch noch eine Reihe anderer Spiele im Gepäck – Geschenke für die Grundschule. Als Hausaufgabe darf an diesem Tag jedes Kind eines der Spiele mit nach Hause nehmen. Dort soll das Spiel mit Freunden oder der Familie ausprobiert und anschließend schriftlich beschrieben und kritisiert werden. Natürlich bekommt Klaus Zoch die Kritiken zugeschickt. Er schmunzelt jetzt schon, denn er weiß: "Kinder sind da meistens sehr ehrlich".

Autor: Paulina Grimm