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12. Januar 2012

Energie als Bürgersache

Bürgerenergiegenossenschaft March hat zweite Photovoltaikanlagen / Mitgliederzahl verdoppelt.

  1. Der Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft March stellte die neu in Betrieb genommene neue Photovoltaikanlage auf der Schule vor (von links): Michael Pergher, Frieder Kuhn, Klaus Quennet, Thomas Gerspach, Peter Meisel sowie der als 50. Mitglied der Genossenschaft beigetretene Martin Kopfmann. Foto: julius steckmeister

MARCH. In einer kleinen Feierstunde im Foyer der Festhalle in Buchheim wurde die von der Bürgerenergiegenossenschaft March erstellte Photovoltaikanlage auf dem Dach der Werkrealschule in Betrieb genommen. Bereits seit dem 30. Dezember produzieren die 460 Solarmodule Strom aus Sonnenlicht. Kurz vor ihrem einjährigen Bestehen konnte die Genossenschaft zudem ihr 50. Mitglied willkommen heißen.

Dezentralisierung und Nachhaltigkeit heißen die Schlagworte bei der Stromerzeugung. Im Februar 2011 wurde dazu die Bürgerenergiegenossenschaft March gegründet. Ihr Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern EnBW mit Geldern ihrer Mitglieder Projekte zur nachhaltigen Energieerzeugung zu realisieren. In knapp zwei Monaten Bauzeit wurde in Flachmontage auf dem Dach der Buchheimer Werkrealschule eine neue Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 90 Kilowatt installiert. Sie soll rund 1000 Kilowattstunden Strom jährlich produzieren. Dies entspricht, so der stellvertretende Vorsitzende der Genossenschaft, Thomas Gerspach, einer Einnahme von etwa 26 000 Euro. Alle Einnahmen, garantierte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Peter Meisel, würden wieder in neue Anlagen für dezentrale Bürgerenergie angelegt. "Unser Ziel ist ein Perpetuum Mobile", so Meisel über die Geldkreisläufe in der Bürgergenossenschaft. Es sei, so der Aufsichtsratsvorsitzende weiter, ein steiniger Weg bis zur Gründung der Genossenschaft gewesen, der nur Dank der guten Zusammenarbeit aller Mitglieder erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte. Den Bürokratiedschungel ihrer Gründungsgeschichte sprach kurz auch der erste Vorsitzende der Genossenschaft, Klaus Quennet an. "Das Einzige, was nicht gefordert war, war ein polizeiliches Führungszeugnis der Gründungsmitglieder." Nach einer anfänglichen Stagnation der Mitgliederzahl konnten die Genossenschaftler während des Empfangs ihr fünfzigstes Mitglied und drei weitere, neue Anteilseigner begrüßen. "Damit hat sich unsere Mitgliederzahl in einem knappen Jahr bereits verdoppelt", freute sich Vorstandsmitglied Frieder Kuhn.

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Die Bürgerenergiegenossenschaft March betreibt bereits eine kleinere Photovoltaikanlage auf dem Treppenhausanbau der Werkrealschule. Auch über die Beteiligung an Windkraftanlagen wird bei der Bürgerenergiegenossenschaft nachgedacht. Am 3. Februar findet dazu erstmals eine Vortragsveranstaltung statt. Schwierigkeiten bei der Aufstellung von Photovoltaikanlagen ergeben sich, so Thomas Gerspach, vor allem bei der Suche nach geeigneten Flächen. Viele Dächer eignen sich aufgrund ihres Alters statisch bestenfalls für eine Flachmontage von Solarmodulen. Außerdem behält sich die Gemeinde March das Vorrecht bei der Nutzung von gemeindeeigenen Dachflächen vor. Zukunftsweisend sei die Bebauung von Hallendächern von Firmen.

Informationen im Internet http://www.buergerstrom-march.de

Autor: Julius Steckmeister