Erster Vereinsgeburtstag im 70er-Jahre-Ambiente

Claudia Bachmann-Goronzy

Von Claudia Bachmann-Goronzy

Fr, 31. August 2018

March

Die Klimperstube in Hugstetten feiert das einjährige Bestehen mit einem Fest / Anlaufstelle für aktive Musiker und Kreativschaffende.

MARCH. Beim Sommerfest der Klimperstube in Hugstetten stimmte am Samstag alles – außer das Wetter. Bei dem seit einem Jahr bestehenden Verein in der Bahnhofstrasse 20 in Hugstetten treffen sich Musiker und Freunde der Musik. Livemusik kann man hier in Wohnzimmer-Atmosphäre entspannt erleben. Mit 40 Mitgliedern hatte der Verein angefangen, mittlerweile sind es fast doppelt so viele. Elf Bands haben hier eine Probeheimat gefunden, dazu kommen noch weitere gelegentliche Raumanmietungen.

"Die Musiker kennen sich untereinander und da spricht sich das herum", sagt der Vereinsvorsitzende Daniel Barth, der mit dem Verlauf des ersten Jahres mehr als zufrieden ist. "Viele neue Musiker haben sich eingefunden, viele Freundschaften wurden geschlossen. Es läuft alles auf Vertrauensbasis, und das funktioniert", so der hauptberufliche Grundschullehrer.

Die Miete für das Tonstudio trage sich von den Raummieten und die Mitgliedsbeiträge in Höhe von 20 Euro pro Jahr werden für Investitionen eingesetzt. So wurde im vergangenen Jahr eine Damentoilette erweitert und zum Winter hin werde noch eine Heizungsanlage notwendig. Mindestens einmal im Monat wird ein Konzert oder eine Lesung angeboten. Das nächste Konzert findet am 9. September statt, dann gibt es modernen Jazz aus Wien.

Regen durchkreuzte die Pläne der Musiker, ihr Sommerfest nicht nur in den Räumen des Vereins, sondern auch draußen zu genießen. Doch Daniel Barth und seine Mitstreiter ließen sich die gute Laune nicht verderben. Kurzerhand wurde das gesamte Fest in die Räume verlegt. Der kleine Kreativmarkt war gleich im Eingangsbereich zu finden. Die acht Designerinnen, die sich hinter dem Namen Fischers Fritz verbergen, boten selbstgemachte Produkte. Ein paar Stufen höher war Inez Krull-Bührer zu finden, die ebenfalls eigene Kreationen anbot. Musik gab es bei dem Fest reichlich und in unterschiedlichsten Variationen und Klängen. Gottfried Haufe las dazu eigene Texte über Liebe, Sehnsucht und Schmerz, die Daniel McClelland mit passenden Liedern umrahmte. Die Wohnzimmerbühne mit der heimeligen Atmosphäre ließ keine Wünsche offen. Ab 15 Uhr lösten sich die Musiker aus dem Raum Freiburg in stündlichem Wechsel ab. Wer keinen Platz mehr auf einem der Sofas oder auf der Empore fand, nahm sich auch schon mal ein Kissen und ließ sich auf dem Boden nieder. Kinder tanzten unbefangen.

So nah wie hier ist man den Akteuren wohl selten. Umso entspannter kann man der Musik lauschen, eben wie im eigenen Wohnzimmer. Wenngleich sicherlich nicht jeder zu Hause eine Einrichtung im 70er Jahre Stil hat. Man muss sich Zeit nehmen, um all die liebevollen Details der Einrichtung entdecken zu können.

Doch auch ohne die bewusste Wahrnehmung, wird man mit dem Betreten der Räume der Klimperstube in eine andere Zeit versetzt. Unter den Besuchern waren viele Freunde, Bekannte und Verwandte der Veranstalter, einige waren auch zum ersten Mal da und waren begeistert von dem, was ihnen hier in den paar Stunden geboten wurde.

Weitere Infos gibt es unter http://www.klimperstube.de