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11. Januar 2012
Fröhliches Familienfest im Marcher Schützenhaus
Dreikönigs-Schießen der Sportschützen um Naturalienpreise.
MARCH. Zum Brezelschießen für Jedermann luden die Sportschützen March am Dreikönigstag in das Vereinshaus in Neuershausen. Über 60 Teilnehmer aller Altersgruppen zog die Veranstaltung an, bei der aber nicht die Leistung am Schießstand, sondern vor allem das gesellige Miteinander im Vordergrund stand.
Egal ob Luftgewehr oder Luftpistole, routinierte Schützin oder blutiger Anfänger – für fünf Euro Stargeld durfte beim Drei-Königs- Brezelschießen der Marcher Sportschützen jeder sein Glück am Schießstand versuchen. Um eine der imposanten Brezeln zu gewinnen, mussten mit sechs Schuss mindestens 30 Ringe erreicht werden. Wer diese magische Marke nicht gleich im ersten Anlauf schaffte, konnte für 30 Cent weitere Schüsse erwerben, so dass schon gegen 17 Uhr die letzte der über 30 Brezeln vergeben war.
Das Drei-Königs-Schießen hat bei zahlreichen Schützenvereinen Tradition und wird auch bei den Marcher Sportschützen schon seit der Vereinsgründung im Jahr 1974 an jedem 6. Januar veranstaltet. Doch stand im Neuershausener Schützenhaus noch ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, das so genannte Naturalien-Schießen. Schon Wochen vor dem Dreikönigstag macht sich die Marcher Schützenjugend auf die Socken, um von Mitgliedern, Freunden und Sponsoren des Vereins allerlei Kostbarkeiten einzusammeln. Vom Schäufele bis zum Büroset, von einer Stahlskulptur bis zur Magnumflasche Sekt reicht die bunte Gabenpalette, die auf diese Weise zusammen gekommen ist. Für einen Einsatz von gerade einmal drei Euro dürfen nun wahlweise mit Luftgewehr oder Luftpistole jeweils fünf Schüsse abgefeuert werden. Wer die meisten Ringe erzielt, darf als Erster unter den Sachpreisen, die sich auf zwei großen Tischen in der Schankstube des Schützenhauses türmen, auswählen.
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Beim Stechen herrscht an der Schießanlage Anspannung. Keineswegs möchte man ausgerechnet gegen den Ehemann oder die Ehefrau verlieren, obwohl die Preise ja in der Familie bleiben. Zunächst feuern diejenigen, die 42 Ringe erreicht haben, jeweils einmal auf die Luftgewehr- oder die etwas größere Pistolenscheibe. Danach dürfen die weiter hinten platzierten Ringgleichen die Reihenfolge beim Gabentisch-Abräumen untereinander ausmachen. Nach knapp einer halben Stunde ist auch das Stechen beendet, und es geht endgültig zum gemütlichen Teil des Tages über. "Wir feiern einen Familientag ohne Wettkampfgedanken und große Hektik", sagt Sportwart und Jugendleiter Uwe Fuchs über die Jahreseröffnungsveranstaltung der Marcher Schützen und freute sich über den regen Andrang im Vereinshaus: "50 Prozent der Gäste sind keine Vereinsmitglieder." So konnte die Veranstaltung auch Anfänger ermutigen, sich einmal am Präzisionssport, der neben einer ruhigen Hand vor allem hohe Konzentration erfordert, zu versuchen. "Nur die elektronische Trefferanzeige haben wir für heute abgebaut", meint der stellvertretende Jugendleiter Philipp Wagner schmunzelnd, "denn die Streuung ist doch etwas größer als sonst."
Autor: Julius Steckmeister
