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05. August 2010
"Ich liebe die Deutschen einfach"
Countrysängerin Kim Carson machte auf ihrer Europatournee auch Halt in Hugstetten.
MARCH-HUGSTETTEN. Auf ihrer dreimonatigen Tournee durch Europa machte sie auch in Hugstetten Halt: Kim Carson, die als musikalischer Höhepunkt beim Westernhock des Cheyenne Club am Roten Felsen auftrat. Damit war die bekannte Countrysängerin aus Louisiana, USA, schon zum zweiten Mal zu Gast in der March.
Bereits vor Konzertbeginn um 19 Uhr war der Platz am Roten Felsen gut gefüllt und die später eintreffenden Countryfans hatten ihre Mühe, noch ein Plätzchen zu finden. Das Westernfeeling wurde durch die vielen Cowboyhüte und Indianerkostüme noch verstärkt. Mit einer kleinen Verspätung begann schließlich das lang erwartete Konzert. Gleich zu Beginn konnte Carson einige altbekannte Gesichter begrüßen, worüber sie sich freute. Auch Günther und Monika Hug aus Donaueschingen haben ihre Lieblingssängerin schon oft live gesehen. "Für Kim Carson fahren wir überall im Umkreis von 100 Kilometern hin. Ihre Musik ist einfach zu schön."
Unterstützt von den vier Bandmitgliedern Molly Thomas an der Geige, Josh Joseph an der Gitarre, Eric Griffith am Schlagzeug und Niels Kaiser an der Pedalsteel-Gitarre spielte Kim Carson sowohl altbekannte Stücke als auch Songs ihrer neuen Platte. Während großen Teile der Zuhörer zur Countrymusik tanzten, begnügten sich manche auch einfach mit Zuhören. Immer wieder ließ Carson auch ihre Bandkollegen ans Mikrofon. So konnte jeder der Musiker neben seinen instrumentalischen Fähigkeiten auch seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellen. In den zwei Pausen, die die Band einlegte, konnte sich keiner der Musiker erholen – zu groß war der Ansturm der Fans, die CDs kaufen oder ein Autogramm erhaschen wollten.
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An Abwechslung mangelte es bei den Songs nicht. Sowohl Liebhaber rockiger Rhythmen als auch Romantiker mit Vorliebe für langsame Stücke kamen auf ihre Kosten. Das Lagerfeuer trug zum Ambiente bei, so dass sich die Konzertbesucher fast wie im Wilden Westen fühlen konnten.
Kim Carson macht seit 1995 Country-Musik und hat seit 1997 ihre eigene Band. In ihrem Repertoire finden sich nicht nur selbst kreierte Stücke sondern auch Cover-Songs zum Beispiel von der Country-Legende Jonny Cash. Zu ihren Vorbildern gehören auch Willie Nelson und Loretta Lynn. Deutschland besucht sie bereits zum zehnten Mal, ebenso oft war sie auch in der Region Freiburg zu Gast. "Ich liebe die Deutschen einfach. Ich habe hier schon so nette Leute getroffen und Freunde gefunden", meint sie, "die Leute sind einfach freundlich." Sie könne sogar ein wenig deutsch, obwohl es ihr schwer falle.
Zur Situation in ihrer Heimatregion, nämlich der massiven Ölverschmutzung aufgrund des lecken Bohrlochs findet sie kaum Worte: "Das einzige, das ich darüber noch hören will, ist, dass sie das Loch endlich geschlossen haben." Das soll ja nun geschehen sein. Doch diese unerfreulichen Ereignisse treten so weit weg von ihrer Heimat in den Hintergrund, obwohl sie bei ihrem Stück "Going back to Louisiana" schon Heimweh bekomme. Mit einem herzlichen "Dankeschön" und einem Verweis auf "die neue CD" verabschiedete sie sich nach rund vier Stunden Konzert mit zwei Zugaben.
Autor: Ann-Christin Werner
