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07. März 2010 14:24 Uhr
Kunstverein March eröffnet seine Ausstellungssaison
Im Frühjahr malen nur die Frauen
Mit Werken dreier Künstlerinnen eröffnete der Kunstverein March seine Ausstellungssaison im Bürgerhaus in Buchheim.
MARCH-BUCHHEIM. Mit gleich drei Künstlerinnen startet der Kunstverein March in die Ausstellungssaison 2010. Die Bilder und Grafiken von Gabriele Wübben, Michaela Höhlein-Dolde und Helga von Jena sind bis 21. März immer samstags und sonntags im Bürgerhaus in Buchheim zu sehen. Die Vernissage am Freitag fand großen Anklang.
"Das Frühjahr gehört bei uns traditionell den Frauen", sagte der Vorsitzende Karl Berkmann im zahlreich gefüllten Bürgerhaus. Sein Vorgänger, Wolfgang Jantz, führte in die Ausstellung ein. Sie entspreche in beispielhafter Weise der Zielsetzung des Kunstvereins, betonte Jantz und nannte als erstes die Kooperation mit der Kunstszene in und um Freiburg, die sich jetzt wieder durch die Teilnahme der Breisacher Künstlerin Michaela Dolde-Höhlein und der in Merzhausen wohnhaften Gabriele Wübben bestätige. Wübben hat ihr Atelier im L 6 im Freiburger Stadtteil Zähringen.Der Kunstverein habe aber auch immer den Blick in die Ferne gerichtet, vor allem auf die Rheinschiene. "Auch diese fruchtbare Tradition wird heute mit dem Beitrag Helga von Jenas fortgesetzt", sagte Jantz und erinnerte daran, dass die Künstlerin einst in der Galerie Regio von Frieder Kost in Hugstetten ausgestellt habe. Im Marcher Bürgerhaus zeigt sie jetzt 21 Gemälde in Mischtechnik, voll starker und lebhafter Farben. Von Jena malt abstrakt. Sie wolle keine vorgefertigten Ideen realisieren, sondern ihre Bilder sollten aus sich selbst heraus wachsen, zitierte Jantz die Künstlerin, die eigentlich zur Vernissage kommen wollte, ihre Fahrt aus Hirschberg an der Bergstraße aber nach einem Stau abgebrochen hatte.
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Kürzer war die Anfahrt für die beiden anderen Künstlerinnen, denen Jantz "ein verbindendes künstlerisches Schaffensprinzip" zusprach. Ihre Arbeiten seien dem Prinzip verpflichtet, dass sowohl die naturalistische Malweise als auch die Abstraktion einer realistischen Darstellung dienen und deshalb auch kombiniert werden können, so Jantz. Ganz unterschiedlich allerdings sind ihre Arbeitstechniken. So arbeitet Höhlein-Dolde hauptsächlich als Grafikerin. In Buchheim zeigt sie knapp 20 Holz- und Linolschnitte. Prunkstück ist eine dreigeteilte, in grün gehaltene Komposition aus blattähnlichen Formen. Die Niederrimsingerin lässt sich gerne von vegetativen Formen anregen. Sie nimmt aber auch Fotos als Vorlage, wie neulich nach einer Japan-Reise, deren künstlerisches Ergebnis ebenfalls in Buchheim ausgestellt ist.
Gabriele Wübben arbeitet auch mit Drucktechniken, vor allem aber malt und zeichnet sie. Die Serie für ihre erste Ausstellung beim Marcher Kunstverein ist laut Jantz einerseits thematisch geschlossen, andererseits aber klar in drei Werkgruppen unterteilt. Es geht immer um Landschaften, genauer um das Hochgebirge. In der ersten Gruppe sind ganze Berggipfel dargestellt, dann zoomt sich der Blick heran, bis in der dritten Gruppe schließlich nur noch schwarze Spuren im (weißen) Schnee zu sehen sind.
Autor: Barbara Schmidt
