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27. Januar 2010

Solar Park in March

KOMMENTAR: Pläne am richtigen Platz

Energie ist das Geschäft der EnBW. Und wenn der Energieriese nun in March mit Hochdruck eine Millioneninvestition plant, so tut er dies zu allererst, weil er sich daraus ein Geschäft verspricht, das ihm Gewinne abwirft. So viel, dass auch die Eternit AG als Verpächter dabei ihren Schnitt machen kann und dafür das Gelände für mindestens 20 Jahre hergibt. Somit können auch mögliche Mitglieder einer Energiegenossenschaft davon ausgehen, dass die Solarparkpläne auf der Neuershauser Industriebrache wirtschaftlich kein Luftschloss darstellen. Und ökologisch? Sonnenenergie ist mit Sicherheit die bessere Alternative zu der – ebenfalls von der EnBW betriebenen – Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken. Dennoch handelte der Gemeinderat klug, als er nicht die maximal denkbare Fläche für einen Solarpark befürwortete. Knappes Agrarland kann nicht beliebig für Solarmodule, deren Wirkungsgrad in unseren Breiten begrenzt ist, geopfert werden. Aber das Gelände des früheren Eternitwerks ist geradezu ideal, kann es doch weder für eine Bebauung noch als Ackerland genutzt werden. Für March eröffnet der Solarpark die Chance, ein sonst totes Areal wieder sinnvoll zu nutzen. Die teilweise Versiegelung des Bodens durch die Betonfundamente der Solaraufbauten ist hier vertretbar. Auch ein Solarpark verbraucht also Ressourcen und wird eines Tages Altlasten hinterlassen. Das sollte man gerade in Neuershausen mit seinem nun schon Jahrzehnte alten Asbest-Erbe im Auge behalten. Auch das könnte ein Motiv für eine Energiegenossenschaft sein: Projekte zu entwickeln, die von Anfang an Nachhaltigkeit anstreben.

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Autor: Manfred Frietsch