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14. Februar 2009

Mit Herzblut geplant

Am Sonntag, 11 bis 17 Uhr, ist Tag der offenen Tür im neuen DRK-Pflegeheim March

  1. Foto: Barbara Schmidt

  2. Die Außenfassade und die Innenausstattung des neuen DRK-Pflegeheims in March-Hugstetten besticht durch wohnliche Farben. Foto: Barbara Schmidt

  3. Theo Lucaßen, der Heimleiter Foto: Barbara Schmidt

Am Sonntag, 15. Februar, 11 bis 17 Uhr, steht der Neubau an der Sportplatzstraße für Besucher offen. Tags darauf wollen die ersten Bewohner einziehen. "Wir werden von Anfragen überrannt", berichtet Schäfer-Mai. Das Heim hat 67 Pflegeplätze, von denen etwa ein Drittel schon fest vergeben ist. Die Senioren werden in Wohngruppen leben. Angeboten werden Kurzzeit- und Dauerpflege, auch gibt es eine Demenzstation. Gebaut hat das Haus der Bauverein Breisgau. Den Betrieb und die Betreuung der Senioren übernimmt der DRK-Kreisverband Freiburg. Zusammen haben sie ein ambitioniertes Projekt auf die Beine gestellt. Bauverein und DRK hätten das Heim mit viel Herzblut geplant, sagt Schäfer-Mai und erklärt, von welcher Grundidee sich die Verantwortlichen leiten ließen: Dass die Pflege wichtig ist, aber dass ihr nicht alles andere ungeordnet werden muss. Die Wohn- und die Lebensqualität sollen ebenfalls stimmen.

Aus diesem Grund wird das Essen täglich frisch in der hauseigenen Küche gekocht. Und deshalb hängen in den Gemeinschaftsräumen bunte Tapeten an den Wänden, die an die eleganten Seidentapeten aus Großmutters guter Stube erinnern. Sie seien abwaschbar und speziell für Pflegeeinrichtungen gemacht, erklärt Heimleiter Theo Lucaßen.

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Der 52-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, die Grundidee einer hohen Wohn- und Lebensqualität im Heimalltag umzusetzen. Die reine Pflege sei wie in anderen Häusern auch, "aber wir wollen noch mehr", betont er. Deshalb gehört eine Altentherapeutin zu seinem Team. Zudem gibt es einen sogenannten Snoezelenraum, in dem die Bewohner durch Licht, Musik und Vibration ihre Sinne neu erfahren können.

Ein Plus zusätzlich zur Pflege sollen täglich wechselnde Aktivitäten sein, wie Gartenarbeit oder Zeitungslesen. Sonntags sollen die Esstische festlich gedeckt werden, "so wie man es früher von Zuhause kannte", schildert Lucaßen. Für solche Extras setzt das Heim auf ehrenamtliche Helfer, allen voran auf den DRK-Ortsverein March. Kontakte sind bereits geknüpft. Denn das Pflegeheim ist nur die zweite Hälfte des DRK-Seniorenzentrums March. Die andere Hälfte – eine betreute Wohnanlage mit Begegnungsstätte – ist im Ort bereits etabliert. Die Investitionskosten für das neue Heim belaufen sich auf 6,5 Millionen Euro. Das Land, der Landkreis und die Gemeinde sind mit Zuschüssen beteiligt. Bei den Preisen für die Bewohner seien sie aber "keine Luxusklasse, sondern eher Mittelklasse", versichert Schäfer-Mai.

Autor: bas