Verkehrsplanung

Was passiert mit der Verbindungsstraße zwischen Holzhausen und Neuershausen?

Jonas Hirt

Von Jonas Hirt

Mo, 20. März 2017

March

Ortschaftsräte in Holzhausen und Neuershausen beraten über die Straße und einen möglichen Weg zwischen ihren Ortsteilen.

MARCH. Was passiert mit der Verbindungsstraße zwischen Holzhausen und Neuershausen? Mit dieser Frage setzten sich die Ortschaftsräte unabhängig voneinander in ihren jüngsten Sitzungen auseinander. Zuletzt regten Bürger an, den Weg zugunsten der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern und Fußgängern für Autos zu sperren. Nur noch landwirtschaftliche Fahrzeuge sollten den Weg befahren, so ein Wunsch aus der Bürgerschaft.

Die Vorgeschichte
2016 einigten sich die Ortschaftsräte, dass auf der südlichen Seite ein Fußweg angelegt werden soll. Mit Einbuchtungen, vor allem an den Einfahrten der Landwirtschaftswege, möchte man die Verkehrssicherheit erhöhen. Das konnte man der Sitzungsvorlage des Ortschaftsrat Neuershausen am Donnerstag entnehmen. Bereits am Mittwoch teilte der Holzhausener Ortsvorsteher Rolf Lorenz mit, dass die Verwaltung bei 19 Grundstückseigentümern angefragt hat, ob sie ihre Fläche für den Radweg freigeben. Das Ergebnis: Elf Eigentümer, die Gemeinde nicht mitgerechnet, meldeten sich zurück und nur drei sind verkaufsbereit.

Die neue Idee
Bezogen auf den Vorschlag aus der Bevölkerung müssten Autofahrer einen Umweg über Buchheim in Kauf nehmen. Die Folge wäre eine höhere Verkehrsbelastung für Buchheim. Die Verwaltung rechnet aber damit, dass die Verkehrsbelastung sinkt, wenn die Umfahrung Bötzingen-Eichstetten fertiggestellt ist. Bürgermeister Helmut Mursa regte in beiden Sitzungen an, eine Verkehrszählung auf dem Verbindungsweg vorzunehmen.

Die Stimmen aus Holzhausen
Markus Fürderer (Grüne) sah in der Idee der Bürger eine Verbesserung der Sicherheit. Alexandra Hettich (UBM) hielt es für "ein Unding", die Straße zu sperren. Als Beispiel nannte sie ihre Schwiegermutter. Diese besuche nacheinander die Friedhöfe in Neuershausen und Holzhausen und nutze dabei den Verbindungsweg. "Ich sehe hier keinen Notbedarf", sagte Paul Gutmann (UBM), man solle die gegenwärtige Situation so belassen. Reinhard Heidiri (CDU) regte an, Ausbuchtungen anzulegen. Der Ortschaftsrat plädierte dafür, nochmals die Grundstücksbesitzer anzusprechen.

Die Stimmen aus Neuershausen
"Das sind vielleicht drei oder vier Bürger", beschwerte sich Bernhard König (Grüne). Für ihn sei die Straße nicht gefährlich, die Autofahrer würden dort vernünftiger fahren. Yvonne Duddek (UBM) zeigte sich fassungslos: "Wir wollen den Weg sicherer machen, aber nicht sperren." Auf Antrag von Alexander Marschall von Bieberstein (CDU) soll die Verwaltung die Umlegungsverträge prüfen, ob die Gemeinde den Fußweg nicht doch bauen könne, auch ohne die Zustimmung der Grundstückseigentümer. Das befürworteten die Räte einstimmig.