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03. März 2010

Zebrastreifen bringt wenig

In Buchheim ist man mit dem Zebrastreifen in der Holzhauser Straße nicht zufrieden.

  1. Massiv ausgeschildert und dennoch wirkungslos? Der Zebrastreifen in der Holzhauser Straße in Buchheim wird vor allem aus Sicht der Kindergarteneltern zu oft von Autofahrern ignoriert. Foto: mario schöneberg

MARCH-BUCHHEIM. Die Sicherheit des Fußgängerüberweges in der Holzhauser Straße war Thema in der jüngsten Sitzung des Buchheimer Ortschaftsrates. Der Elternbeirat des Kindergartens Buchheim hatte immer wieder auf gefährliche Situationen am vorhandenen Zebrastreifen hingewiesen.

Der Elternbeirat habe sich für eine Ampelanlage statt des Zebrastreifens, Tempo 40 und regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen im Bereich des Kindergartens ausgesprochen, informierte Ortsvorsteher Thomas Gerspach. Dies sei aber von der Verkehrsbehörde im Landratsamt abgelehnt worden. Es gebe aber immer wieder gefährliche Situationen, weil Autofahrer trotz Zebrastreifen nicht anhalten würden, selbst wenn die Erzieherinnen mit den Kindern an der Straße stünden. Zudem führen viele Autofahrer in der Holzhauser Straße zu schnell. Die Polizei wolle nun öfters kontrollieren.

Eine Mutter, selbst im Elternbeirat, schilderte, dass viele Autofahrer von Holzhausen kommend die Geschwindigkeit kaum reduzieren und am Zebrastreifen nicht anhalten würden. Damit sich ihre Kinder nicht in Sicherheit wiegen, würde sie daher den Überweg schon gar nicht mehr benutzen. Nur wenn sie auch genutzt würden, hätten solche Überwege eine Daseinsberechtigung , meinte Gers-pach dazu. Für eine Ampel gebe es zu wenig querende Fußgänger. Außerdem hielten Fachleute eine Ampel für noch unsicherer, ergänzte Gemeinderätin Barbara Laube-Steinhauser (UBM). Marchs Bürgermeister Josef Hügele erläuterte, dass die Tendenz im Land eher zu weniger Schildern und Überwegen gehe. Ganz eigene Ansichten zu dem Thema hatte Christian Meyer (Grüne). Er meinte, die March solle gegen entsprechende Verwaltungsvorschriften des Landes bezüglich der notwendigen Querungen für eine Ampelanlage angehen. Ein entsprechender Antrag von ihm wurde später abgelehnt. Wenn das nicht ginge, solle die March doch ähnlich einer Stadt in Belgien Verkehrsschilder und Gehwege ganz abschaffen und Schritttempo einführen.

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Man solle sich im Ortschaftsrat doch auf das Machbare konzentrieren, entgegnete Bernhard Fischer (CDU). Er sprach sich auch für Markierungen auf der Straße aus. Tanna Franz (SPD) regte zudem die Anbringung von sehr auffälligen Kindergarten-Schildern an. Außerdem erinnerte sie daran, dass es zehn Jahre Kampf bedurft habe, um überhaupt den Zebrastreifen zu bekommen. Für Tempo 40 und regelmäßige Kontrollen sprach sich auch Johannes Baumgärtner (CDU) aus, aus der Zuhörerschaft hieß es zudem, dass der Zebrastreifen auch als Schulweg von Bedeutung sei. Parkende Autos auf den Parkplätzen vor dem Mietshaus neben dem Kindergarten würden die Sicht auf am Zebrastreifen wartende Kinder stark behindern, erklärte Franz-Josef Klott (CDU).

Autor: Mario Schöneberg