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05. Januar 2012
Constanze und Lörrach
MARKTGEFLÜSTER: Des Müllers Urenkelin
Sie feiern sie groß, die Zeller: Constanze Mozart, die ihre Prominenz ihrem genialen Gatten verdankt. Damit ein wenig vom Glanz des 250. Geburtstags auch auf Lörrach abfällt, wollen wir daran erinnern: Auch die Kreisstadt hat mit Constanze, geborene Weber, zu tun – irgendwie. Ein Straßenschild in Stetten weist uns die Spur. Die Carl-Maria-von-Weber-Straße würdigt den Komponisten, der ein Vetter von Constanze war. Beider Großvater war ein Fridolin Weber, der sich nach dem Studium der Rechte als Amtmann in Zell niederließ. Fridolin war das siebte Kind von Hans Georg, und mit letzterem sind wir endlich in Lörrach. Er war nämlich Müller der Fronmühle und Kirchmeier, also Kirchenpfleger in Stetten. Bis 1936 übrigens war das Sträßchen, das heute mit zahlreichen Bindestrichen an den Komponisten erinnert, nach der Mühle benannt. Das elegante "von" vor dem Namen hat sich wohl Carl Marias Vater Franz Anton, also Constanzens Onkel, zugeeignet. Der zog als Musiker und Theaterdirektor durch die deutschen Lande. Eine Erhebung in den Adelsstand ist nicht belegt. Sein Sohn rechtfertigte den Titel im Nachhinein durch musikalisches Talent, seine Nichte tat sich durch Heirat mit einem Genie hervor. Die Ehe war nach allem, was man von Mozart so weiß, nicht einfach. Aber sie hat, immerhin, Constanze Weber eine gewisse Unsterblichkeit eingetragen.
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Autor: seh
