MARKTPLATZ 11: Mit Sinalco gegen Wespen

Gerhard Walser

Von Gerhard Walser

Sa, 01. September 2018

Emmendingen

Die Wespenplage nimmt kein Ende. Vor einigen Tagen hatten wir sie an dieser Stelle schon einmal thematisiert und die gelb-schwarz-gestreiften Plagegeister in Schutz genommen. Nun erreichen die Redaktion fast täglich Leser-Hinweise auf die Gefährlichkeit der Wespen für Allergiker und Tipps, wie man dem stechenden Insekt beikommen könnte. Herumfuchteln hilft gar nichts, das macht sie nur noch aggressiver, sind sich alle einig. Viele setzen auf Ablenkung, in dem sie Marmelade oder Schinken (ja, auch den lieben die Biester) in sicherer Entfernung bereitstellen. Geradezu fürstlich werden die Wespen übrigens im Eiscafé Santin in der Lammstraße bedient. Jeden Morgen füllt eine Mitarbeiterin zwei Schälchen auf, die auf dem Brunnen platziert sind. Ihr Inhalt: Sinalco, jene gelbe Brause, die wir als Kinder so liebten. Es scheint zu funktionieren. Die Gäste werden verschont.

Mit Vogelfutter zum Rausch

Pech gehabt. Es war nicht das Original.

Bei der Winterfütterung der Gartenvögel blieb aus der Samenmischung so manches Körnchen übrig. Daraus gediehen unter andern stattliche Sonnenblumen. Ganz nebenbei entwickelten sich aber auch zarte Hanfpflänzchen. Wäre doch toll, im späteren Lebensalter eine versäumte Jugenderfahrung nachzuholen. Guter Rat war gefragt. Ein Experte, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, sorgte für Klarheit. "Kannst du vergessen, das ist die fast THC-freie Hanfpflanze", hieß es. Also nicht mit dem Sprössling zur Weiterzucht auf die Fensterbank, sondern zum Grünschnitt. Dort liegt sie inzwischen und verrottet.

Mit dem Rad zum Bürger

Ja, sie ist mit dem Radl da – Karin-Anne Böttcher, die neue Bürgerreferentin im Rathaus, liebt privat die Fortbewegung mit dem ökologischsten aller Verkehrsmittel. Nun hat sie für ihre Arbeit am Bürger auch ein Dienstrad in Aussicht – nicht irgendeines, sondern ein Elektro-Lastenfahrrad. Damit will sie die "aufsuchende Bürgerbeteiligung" pflegen und direkt vor Ort mit den Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch kommen. Dass Emmendingen nicht nur topfeben ist, sondern in manchen Stadtteilen durchaus beträchtliche Steigungen aufweist, erfuhr sie bei ersten Besuchen beim Bürgerforum in Windenreute. "Da geht’s ganz schön den Buckel hoch", meinte sie.