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30. April 2010
Brot und Spiele für die Kids
Kooperationsvertrag zur Grundschülerbetreuung ist unterschrieben / Lob von Multner für AWO.
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Ganztägig betreut und versorgt: Um Maulburgs Grundschulkinder kümmert sich die AWO künftig noch intensiver. Foto: Privat
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Kooperation bei der Grundschülerbetreuung in Maulburg: Bürgermeister Jürgen Multner und AWO-Geschäftsführerin Jana Zirra haben am Donnerstag den Vertrag unterschrieben. Foto: Robert Bergmann
MAULBURG. Ab dem kommendem Schuljahr soll es losgehen mit der ganztägigen Betreuung für Grundschulkinder in Maulburg Die Unterschriften haben Bürgermeister Jürgen Multner und AWO-Kreisgeschäftsführerin Jana Zirra gestern unter die entsprechende Vereinbarung zwischen Verein und Kommune gesetzt. Jetzt müssten nur noch die Eltern mitspielen und ihre Kinder für die verschiedenen "Module" auch anmelden, erklärten Zirra und Multner am Donnerstag, derweil die Tinte auf dem Vertrag trocknete.
Der Gemeinderat hatte in der vergangenen Woche seine Zustimmung zu der im Dorfstübli geplanten Nachmittagsbetreuung für Grundschüler durch die AWO gegeben (wir berichteten). Mit dem neuen Angebot, das ein Mittagessen beinhaltet und eine Betreuung der Schulkinder unter der Woche bis 17 Uhr gewährleistet, werde eine wichtige Lücke im sozialen Angebot für berufstätige Eltern geschlossen, betonte Jana Zirra.Wer das komplette Angebot nutzen wolle – fünf Mittagessen und Nachmittagsbetreuung von Montag bis Freitag – sei mit etwa 200 Euro dabei. Dieser Betrag sei bislang schon für eine Ganztagesbetreuung im Kindergarten fällig gewesen, zog Zirra den Vergleich. "Das sind soziale Preise", bestätigte Bürgermeister Multner. Nun könnten Eltern, deren Kinder in die Schule kommen, quasi nahtlos weiterplanen und ihrem Beruf weiter nachgehen.
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Jana Zirra betonte den "Modulcharakter" des Angebots aus Nachmittagsbetreuung und Mittagstisch. Väter und Mütter könnten sich jeweils heraussuchen, was sie vom neuen AWO-Angebot wirklich gebrauchen können: Dabei reicht das Spektrum von nur einem Mittagessen oder einer Nachmittagsbetreuung an einem bestimmten Wochentag bis hin zur täglichen Verköstigung und Betreuung der Kinder unter der Woche. Bis 30. Mai haben Maulburgs Eltern jetzt noch Zeit, sich eine stimmige Betreuungsvariante zurecht zulegen. Dann muss der AWO die verbindliche Anmeldung vorliegen. "Wir müssen ja mit dem Personal kalkulieren können", erläuterte Jana Zirra.
Sie und Bürgermeister Multner sind nach der Umfrage unter den Eltern zuversichtlich, dass die Grundschulbetreuung wie geplant im Herbst starten kann. Im neuen Schuljahr werden 46 Kinder neu eingeschult, in den Klassen 1 bis 3 der Wiesentalschule finden sich aktuell rund 140 Kinder. Aus der Eltern-Umfrage hat die Gemeinde einen Betreuungsbedarf für etwa 23 Kinder errechnet. Um kostendeckend arbeiten zu können, braucht es laut Jana Zirra für das Mittagessen etwa 15 Kinder, am Nachmittag geht sie von mindestens acht Kindern aus, die mit Spiel- und Kreativangeboten bei Laune gehalten werden sollen. Auch eine Hausaufgabenbetreuung wird es – nach dem Mittagessen – geben. Alle infrage kommenden Eltern werden demnächst Post von der Gemeinde bekommen
Keine Betreuung ohne Betreuer/innen: Zur Zeit ist Jana Zirra auf der Suche nach pädagogisch geschultem Personal, das auf 400-Euro-Basis Zeit und Lust hat, sich um Maulburgs Nachwuchs im Grundschulalter zu kümmern. Von den Räumlichkeiten im Dorfstübli ist Zirra übrigens begeistert. "Das ist ja total kindgerecht", schwärmte sie am Donnerstag. Und sie hat schon weitere Pläne: Etwa die für eine kindgerechte Ferienbetreuung von Grundschulkindern – natürlich auch unter den Fittichen der AWO. Der Bedarf dafür ist offenbar vorhanden.
Autor: Robert Bergmann


