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07. Dezember 2010

Eine Siebenbürgerin mit Takt und Musikverstand

Der Männerchor Maulburg feiert seine Dirigentin Ibolya Barla, die den Chor seit zehn Jahren leitet / Gelungenes Jubiläumskonzert.

  1. Seit zehn Jahren hat Ibolya Barla die Sänger des Männerchors Maulburg unter ihren Fittichen. Foto: Diehl

MAULBURG (gd). Der Männerchor Maulburg stellte sein Adventskonzert in der neuen Mehrzweckhalle unter das Motto "Jubiläumskonzert 10 Jahre Ibolya Barla" und hatte dazu den ebenfalls von der Dirigentin geleiteten Männerchor aus Fischingen als Verstärkung eingeladen. So kamen immerhin nahezu 60 Sänger auf die Bühne, die einen erfreulich kräftigen und wohlklingenden Gesang garantierten.

Schriftführer Johann-Peter Weinhardt hatte in seiner Laudatio den Lebens- und Ausbildungsweg der nun seit 32 Jahren in der Regio heimischen Dirigentin geschildert. Die Chorleiterin mit Wurzeln in Siebenbürgen (Rumänien) hatte in kurzer Zeit Chöre aus Südbaden und der Schweiz gewonnen, die alle von der charmanten und verlässlichen Art ihrer Chorleitung profitierten. Natürlich wurde Ibolya Barla mit Blumen überschüttet. Eröffnet wurde das Konzert mit dem Chor "Einzug der Gäste auf der Wartburg" aus Wagners Oper "Tannhäuser", wobei gleich zu Beginn der Text von der "edlen Halle" zur "neuen Halle" umgeformt wurde. Von der mittelalterlichen Minne bei Wagner ging es weiter zum "Jägerchor" aus Webers "Freischütz", bevor der "Matrosenchor" aus Wagners "Fliegendem Holländer" alle mitriss. Zum Jubiläum passte sehr gut das Trinklied aus Giuseppe Verdis "Ernani" (Erhebet das Glas!). Beste Chorkultur verriet der Soldatenchor aus der Oper "Margarethe" (im französischen Original als "Faust" bekannt) von Charles Gounod.

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Dass die beiden Chöre nicht nur Opernliteratur beherrschen, bewiesen Bert Kaempferts "Spanish Eyes" und "Sing, sing, sing!" von Louis Prima. Der berühmte "Tango-Max" von Gabriel und Richter lockerte noch mehr auf, bis dann der "Mäcki-Boogie" von Michael Jary das Volk von den Sitzen riss.
Der Fischinger Chorsänger Edwart Adelmann hatte sich als Moderator intensiv vorbereitet, um die Liednummern mit ihren Komponisten informativ anzukündigen. Im zweiten Teil wurde es zunächst besinnlicher, als Weihnachtsweisen wie "O du stille Zeit" von Cesar Bresgen, "Weihnachten im Waldkirchlein" von Ludwig Baumann kongenial erklangen. "Weihnacht ist’s" und "Weihnacht ist heut" von Hermann Sonnet, aber auch "Des deutschen Seemanns Weihnachten" von L. Baumann boten den vereinigten Chören Gelegenheit, ihre musikalischen Qualitäten, sei es in Aussprache, Dynamik und Wohlklang, zu beweisen. Hier glänzte in einer kleinen, aber delikat vorgetragenen Weise der Maulburger Bassist Wolfgang Wehrer als Solist mit seiner ausdrucksstarken Stimme.

Den Abschluss des Jubiläums-Konzerts bildeten Johann-Strauß-Melodien wie "Wiener Walzerklänge" und "Feuerwerk der guten Laune" und Hermann Dostals "Fliegermarsch" in einer mitreißenden Interpretation, der auch als Zugabe wiederholt wurde. Am Flügel begleitete Pianistin Susanne Hagen die beiden stimmgewaltigen Männerchöre mit Bravour und großem Können.

Autor: gd