Junge Waldgeister erkunden die Natur im Wiesental

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 25. August 2018

Steinen

Die naturnahe Kinderferienbetreuung von Endress+Hauser geht nach vier spannenden Wochen zu Ende.

STEINEN/MAULBURG (BZ). Nach vier spannenden Wochen geht die Kinderferienbetreuung für Kinder von Eltern, die bei Endress-Hauser arbeiten zu Ende. Die je nach Betreuungswoche zwischen zehn und 25 Kinder wurden von AWO-Mitarbeitern im Steinener Kinderhaus Kunterbunt betreut. Nach vielen Ausflügen genießen sie es nun, die verbleibenden Ferientage einmal ganz ohne Programm verbringen zu können. Von den Themenschwerpunkten Kunst, Insekten, Schwarzwald und Tiere dieser Welt nehmen die Kinder Erfahrungen und Wissen mit.

"Der wird bis zu 100

Zentimeter lang und kann

so dick werden wie

mein Daumen."

Tomo (9) über den
badischen Riesenregenwurm
Sind Insekten lästig oder lebensnotwendig? Am besten lässt sich die Bedeutung der schwebenden Lebewesen an den Bienen erklären, weiß Beate Senn. Seit mehreren Jahren betreut sie mit ihrem Team nun die Kinderferienbetreuung für die Arbeiterwohlfahrt Lörrach und Endress+Hauser. Sie schätzt die Wissbegierde der Grundschulkinder, die jährlich in der Betreuungszeit zwischen sieben und 17 Uhr die Sommerwochen mit ihr im Kinderhaus Kunterbunt in der Steinener Köchlinstraße verbringen.
In der Insektenwoche zogen die Kinder und Betreuer mit einem Bienenexperten durch die heimischen Wiesen und Felder. Sie erfuhren nicht nur, wie der Honig auf ihr Brot kommt, sondern auch welche Bedeutung die Bienen und Insekten für das Ökosystem haben, fürs Bestäuben der Pflanzen und für andere Lebewesen wie die Vögel. An den Tagen im Kinderhaus Kunterbunt bastelten sie süße Insekten aus unterschiedlichem Material, wodurch sogar eine Stechmücke so einiges von ihrem Bedrohungspotential verlor.

In der dritten Woche wurden die Kinder zu Waldgeistern, bastelten ihren eigenen Schwarzwald und besuchten das Haus der Natur am Feldberg. Dort errechneten die Kinder, wie viele von ihnen sich in einer Reihe hinlegen müssen, um die Länge der ersten Skier von 2,50 Metern zu bilden.

Interessiert stellten sie fest, dass es auf dem Feldberg keine Bäume gibt. Die wurden vor langer Zeit wegen der guten Aussicht abgesägt. Inzwischen sorgen Kühe dafür, dass keine neuen Wurzeln überleben. Valerie, 10 Jahre, freute sich am meisten über den Besuch im Naturzentrum, da sie dort so viel ausprobieren durfte. Tomo, 9 Jahre, begeisterte sich mehr für den badischen Regenwurm: "Der wird bis zu 100 Zentimeter lang und kann so dick werden wie mein Daumen".
Tomos große Schwester Cosima liebte die erste Woche der Ferienbetreuung mit der Kunst und der abschließenden Finissage bei Endress+Hauser. Ben, 8 Jahre, wiederum schätzt den Alltag beim Lego spielen und das Toben auf dem Schulhof.

Die Abwechslung und das vielfältige Programm mit der Abschlusswoche zu den Tieren dieser Welt überzeugten letztendlich alle Kinder. Die Mehrheit will nächstes Jahr wiederkommen.