Unternehmen wünschen mehr Verlässlichkeit

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 12. September 2018

Maulburg

Wirtschaftsrat der CDU zu Gast bei Endress + Hauser in Maulburg.

MAULBURG (BZ). 50 Mitglieder des Wirtschaftsrates der CDU-Sektion Lörrach-Müllheim haben sich letzte Woche bei der Standortbesichtigung des Endress+Hauser-Produktioncenters in Maulburg ein Bild von der international agierenden Unternehmensgruppe gemacht. Endress+Hauser gehört zu den führenden Anbietern von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für industrielle Prozesstechnik und Automatisierung. "Bei der Unternehmensbesichtigung dürfte jedem klar geworden sein, dass wirtschaftliches Wachstum nur noch in Regionen stattfinden wird, die dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen haben. Dazu gehört sicherlich ein erfolgreiches Employer Branding wie das Konzept von E+H", wird Hans Joachim Friedrichkeit, Sprecher der Sektion Lörrach Müllheim, in einer Mitteilung zitiert.

Aufgrund der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt seien Unternehmen dringend auf klare Regeln für die Ausbildung von Asylbewerbern angewiesen. Die Industrie brauche mehr als alles andere Verlässlichkeit zum Planen mit ihren Fachkräften. Immer wieder stehe ein Unternehmen vor der Situation, dass Migranten kurzfristig in ihre Heimatländer zurückkehrten.

"Nicht minder wichtig für langfristigen unternehmerischen Erfolg sind aber auch das nötige Know-how und hohe Innovationskraft", mahnt Friedrichkeit. Insbesondere sei die Forschung und Entwicklung für Unternehmen teuer, und längst nicht jeder Fortschritt lasse sich durch Patente zur Sicherung von Pionierleistungen schützen. Daher macht sich der Wirtschaftsrat stark dafür, noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz zur steuerlichen Förderung von privaten Forschungs- und Entwicklungsausgaben (FuE-Ausgaben) einzuführen.

Dabei sollen Unternehmen eine Steuergutschrift in Höhe von zehn Prozent ihrer jährlichen FuE-Ausgaben erhalten. Die Mehrheit der 35 OECD-Länder und die Hälfte aller EU-Mitgliedsstaaten sammle seit Jahren bereits positive Erfahrungen mit dem Förderinstrument, schreibt der CDU-Verband in seiner Pressemitteilung. Der Wirtschaftsrat bezeichnet sich selbst als "die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft" in Deutschland. Der Verband hat insgesamt rund 12 000 Mitglieder.