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21. September 2010 11:00 Uhr

Nach dem Amoklauf – Sportwaffen gehören weggeschlossen

Wieder hat ein Sportschütze Menschen bei einem Amoklauf erschossen. Zu Recht nimmt die Diskussion um eine weitere Verschärfung des Waffenrechts nun neue Fahrt auf.

Selbstverständlich lassen sich durch Gesetze alleine nicht alle Gewalttaten verhindern, doch in Einzelfällen könnten sie die Auswirkungen eingrenzen. So lassen sich daheim aufbewahrte Waffen nur schwer kontrollieren. Niemand braucht aber eine Sportwaffe im heimischen Schlafzimmer. Sinnvoller wäre es vielmehr, die Waffen dauerhaft im Vereinsheim der Schützen aufzubewahren – Pistolen und Munition in getrennten Tresoren. Es ist durchaus zumutbar, wenn Sportschützen nur Zugriff auf ihre Waffen haben, wenn sie ihren Sport ausüben. Oder würden die Sportschützen durch eine solche Regelung ungerechtfertigt unter Generalverdacht gestellt? Diskutieren Sie mit!

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Autor: Oliver Huber


193 Kommentare

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Thomas Kaufmann

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 465

21. September 2010 - 11:56 Uhr

Bei Verschluß der Waffen vor Ort käme wieder seitens der Waffenliebhaber das Argument, daß die Unterbringung zu teuer sein, von den Vereinen nicht zu bezahlen sein und mit Einbrüchen gerechnet werden müsse. Das sei unzumutbar, unsicher und nicht praktikabel. Außerdem würden die Waffenliebhaber zu einer sehr großen und mächtigen Lobby gehören, auf diese Wählerstimmen könne man sicherlich nicht verzichten.
Weiterhin würde man die Waffenliebhaber in den Vereinen sehr genau unter die Lupe nehmen, Rambos und kranke Menschen schnell erkennen und sofort handeln.

Daher wäre es besser alles so zu lassen wie es sei, daß hätte sich bewährt und die Gesellschaft müsse in Kauf nehmen, daß gelegentlich ein Waffenliebhaber durchdrehe und andere erschiesse. Das Leben sei halt gefährlich.

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

21. September 2010 - 12:06 Uhr

Ich finde auch, daß die Alllgemeinheit solche Vorkommnisse in kauf nehmen muß, um das Recht der Waffennarren (Entschuldigung Waffenliebhaber) auf freies Ausüben ihres Hobbys zu gewährleisten!

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Martin Boehm

Registriert seit: 21.09.2010

Kommentare: 2

21. September 2010 - 12:59 Uhr

Die Aufbewahrung von Legal-Waffen ist klar geregelt und ausreichend sicher.
Eine zentrale Aufbewahrung in einem Vereinsheim würde die Sicherheit in keinster Weise erhöhen oder verbesser.

PS: Mein in einem Fussballverein fussballspielender Sohn hat 9 Bälle, die er zuhause aufbewahrt. Die Aufbewahrung der Bälle ist bei uns klar geregelt - ebenso wie die Aufbewahrung meiner Waffen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

21. September 2010 - 13:16 Uhr

@Th. Toni

Richtig. Dass jetzt wieder das Kostenargument gegen die zentrale Aufbewahrung oder das Problem der Überwachung solcher Einrichtungen ins Gespräch gebracht wird, ist angesichts der Tatsache, dass die Täterin in einer emotionalen Ausnahmelage gehandelt hat, schwer nachvollziehbar. Sicher ist wohl, dass sie nicht hätte schiessen können, hätte sie die Waffe nebst Munition nicht griffbereit gehabt. Ein eher verstörendes Argument aus dem Munde eines Polizeisprechers ist der Einwand, dass die Ausgabe der Munition bei den Schützenvereinen niemand kontrollieren könne. Ja, hallo, dass dieses geschieht, hielt ich eigentlich für eine Selbstverständlichkeit. Auch die Medikamentenausgabe in Krankenhäusern wird akribisch verbucht. Das ebenfalls von einem Vertreter der Polizeigewerkschaft vorgebrachte Argument, bei zentraler Lagerung der Munition müsse man befürchten, dass die Mitglieder eines Vereins die Munition verbotenerweise mitnehmen, stösst bei mir auf Unverständnis aus zweierlei Hinsicht. Zum einen könnte man dann das gesamte Strafgesetzbuch wegwerfen, da ja trotz dieses Buches Straftaten begangen werden, zum anderen lässt sich bei korrekter Verbuchung ein illegaler Abgang von Munition ebenso aufdecken wie ein solcher aus einer Krankenhausapotheke. Wer mit tödlichem Gerät und tödlichen Stoffen umgeht, dem ist eine permanente Inventur zuzumuten. Schusswaffen sind ja wohl mindestens so gefährlich wie Medikamente. Auch wenn lückenlose Kontrollen aufwendig sind, die Bekämpfung eines solchen Amoklaufs ist aufwendiger. Und die Toten sind auf alle Fälle schwerwiegender als die Mühe, die es macht, ein blosses Hobby für die Allgemeinheit möglichst ungefährlich zu machen.
Aber auch eine weitere Frage wirft dieser Fall auf: Muss es Sportarten geben, bei denen Verhaltensweisen bewertet werden, die das Töten simulieren? Wird dadurch nicht die Hemmschwelle gegenüber Mord abgesenkt?

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Gelöschter Nutzer #775269

Registriert seit: 06.06.2009

Kommentare: 535

21. September 2010 - 13:21 Uhr

Auch diese Diskussion wird sich wieder im Kreis drehen,
solange die Sportschützen aus eigenem Antrieb heraus
an einer Änderung des derzeitigen Zustandes nicht
interessiert sind und es offensichtlich ist das gesetzliche
Initiativen nicht das Papier wert sind auf denen sie
geschrieben sind.
Die Verbände sollten ein Eigeninteresse haben, das ihre
Sportart nicht weiter öffentlich in Verruf gerät und das
Heft selbst in die Hand nehmen!
Es ist nicht vorstellbar das es in den Vereinen keine
vernünftigen Leute geben soll, die in der Lage wären
die Situation der Schützen zu überschauen und
entsprechende Vorschläge zur eigenen Selbstkontolle
machen könnten. Die eingetragenen Vereine kennen
doch ihre Mitglieder und haben sicherlich eigene
Ideen und möglicherweise auch gesetzliche Vorschläge
wie man wieder Herr der Lage werden kann?
Im Zweifel könnten extra dafür bestimmte unabhängige
Obleute, entscheiden wer von den Sportschützlingen in
der Lage ist, seine Waffen ordnungsgemäß aufzubewahren,
oder anderenfalls dies extern, im Vereinsheim oder beim
Trainer tun muß!

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

21. September 2010 - 13:39 Uhr

Wie sollen schärfere Gesetze einen Amoklauf wie in Lörrach oder Winnenden verhindern? In Winnenden hat sich ein Sportschütze eben nicht an bestehende Gesetze gehalten und so seinem Sohn den Zugang zur tödlichen Waffe ernöglicht. In Lörrach handelt es sich um eine legal erworbene Waffe.

Müsste nicht vielmehr jeder, der den Umgang mit Waffen pflegen will, besser einer psychologischen Beobachtung unterworfen werden, um zu gewährleisten, dass er/sie psychisch stabil genug ist, um mit einer tödlichen Waffe umgehen zu dürfen?

Und wie kommt es eigentlich dazu, dass die Lörracherin durch 17 (in Worten: siebzehn!) Schüsse getötet wurde? Was sagen die beteiligten Beamten zu diesem Kugelhagel? Mit dem sogenannten finalen Rettungsschuss hat das jedenfalls nichts zu tun.
Werden diese Beamten eigentlich psychologisch betreut? Darüber hört man gar nichts...

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Gerd Meuer

Registriert seit: 04.03.2010

Kommentare: 9

21. September 2010 - 14:40 Uhr

Ob Herr Mappus nach seiner heutigen Aussage nicht weggeschlossen gehört?

Bedenkenswert: er hat seine Aussage in Hessen gemacht !

Ach nein: im Frühjahr 2011 wird er ja weg-gewählt und: BASTA!

gerd meuer

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Theodor Heussmann  

Theodor Heussmann

Registriert seit: 25.03.2010

Kommentare: 1867

21. September 2010 - 14:42 Uhr

Es ist doch töricht zu denken, die Auswirkungen des Amoklaufs wären geringer gewesen, wenn die Waffe im Waffenschrank gelagert worden wäre. Die Täterin hätte diesen aufgeschlossen und die Waffe mitgenommen - die Opfer hätten nichts gewonnen.

Wie passt zu dieser Berichterstattung dann, dass der Sohn der Täterin bewusstlos geschlagen und erstickt wurde? Was ist mit der Messerattacke?

Es ist zu einfach, die Hauptschuld wiedereinmal bei den Waffenbesitzern zu suchen und einen zu einfachen Zugang zu Schusswaffen zu unterstellen.

Man kann dies aus Mediensicht allerdings dahingehend nachvollziehen, dass dieses Thema im "gemeinen Volk" eine hohe Aufmerksamkeit genießt.

Herr Mayer, in diesem Zusammenhang kann, meiner Meinung nach, völlig emotionslos von "Ausschalten" der Täterin gesprochen werden. Ich halte dies für das absolut richtige Vorgehen. Menschen, die andere Menschen wahrlos töten, gehören durch gezielte Tötung gestoppt. Ich denke, dass durch dieses "Ausschalten" eine viel höhere Opferzahl vermieden werden konnte - Opferschutz wurde diesmal aktiv forciert. Dies nun wieder zu kritisieren, ist moralisch ziemlich daneben.

Th. Heussmann
der froh ist, dass noch niemand auf die Idee kam, der Polizei Schusswaffen zu verbieten

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Gerd Meuer

Registriert seit: 04.03.2010

Kommentare: 9

21. September 2010 - 14:43 Uhr

Lieber Egon Mayer,

17 Schüsse sind 'zuviel' ???

Hätten die etwa - ganz 'cool' - zählen sollen ?

Vielleicht können Sie ja das nächste Mal beim Zählen (aus)helfen...

gerd meuer

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Petra Kapfer

Registriert seit: 21.09.2010

Kommentare: 1

21. September 2010 - 15:03 Uhr

Ich kann es nicht verstehen das nach solchen Taten immer auf den Sportschützen rumgehackt wird.Was sollen verschärfte Gesetze bringen,wenn tausende von Waffen illegal im Umlauf sind ohne das die Eigentümer einen Waffenschein besitzen. Bis 1973 konnte man an jeder Ecke Waffen legal kaufen.Der Amokläufer von Ansbach hat auch keine Pistole oder Gewehr gebraucht.

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Gerd Meuer

Registriert seit: 04.03.2010

Kommentare: 9

21. September 2010 - 15:47 Uhr

Petra,

Logik?

die legalen Waffen verbieten (...)wäre doch auch schomma was,
denn auch mit denen wird ja - wie bekannt - gekillt, oder !

gerd meuer

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manfred Heimburger

Registriert seit: 24.06.2009

Kommentare: 423

21. September 2010 - 15:49 Uhr

@Petra Kapfer: Die Amokläuferin von Lörrach hatte keine illegale Waffe. Der Amokläufer von Winnenden hatte keine illegale Waffe. Beide Personen hätten schon weit im Vorfeld ihrer Taten eine erhebliche kriminelle Energie zur Beschaffung einer illegalen Waffe und der für ihre Zwecke ausreichende Munition aufwenden müssen. Es ist sehr gut möglich, dass es ohne legale Waffen zu beiden Taten nicht gekommen wäre.

Wenn erst mal die legalen Waffen besser kontrolliert werden, kann man sich verstärkt um die illegalen kümmern.

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Uwe Bühler

Registriert seit: 12.07.2010

Kommentare: 47

21. September 2010 - 15:50 Uhr

@ Egon Mayer
Die 17 Schüsse kamen aus einer Maschinenpistole, also einer vollautomatischen Waffe. Und da kommen numal ein paar mehr Kügelchen pro Sekunde heraus als aus einer normalen Pistole.
Also übetrieben finde ich 17 Schüsse nicht!

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 16:02 Uhr

@ manfred Heimburger:
Klar hatte der Mörder von Winnenden eine illegale Waffe!
Er hatte sie zuvor gestohlen, ebenso die Munition.

Die Mörderin aus Lörrach war vor 14 Jahren aus dem Schützenverein ausgetreten - auch sie hatte kein Bedürfnis für eine Sportwaffe (mehr).
Hier liegt wohl ein Behördenversagen vor.
Ich frage warum hat die Behörde die Waffe nicht schon vor 13 Jahren eingezogen?

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 16:09 Uhr

Weil es oben heißt: DISKUTIEREN SIE MIT!

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Thomas Bender

Registriert seit: 04.02.2010

Kommentare: 2548

21. September 2010 - 16:13 Uhr

@Maria Reim:

Das ist hier kein redaktioneller Artikel, sondern eine Debatte, bei der die Leser ihre persönliche Meinung zum Thema kundtun sollen. Indirekt geht es dabei aber nur, wie bei den meisten kontroversen Themen, die eigene Auflage zu steigern bzw. im Fall von Websites, mehr Leute auf die Seite zu locken, was dann wiederum erhöhte Werbeeinnahmen bedeutet. Seien sie froh, dass sie hier bei der BZ keine unverpixelten Bilder der Täterin und Opfer sehen müssen, wie es z.B. bei der Bild der Fall ist.

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Werner Meier

Registriert seit: 28.02.2010

Kommentare: 347

21. September 2010 - 16:32 Uhr

Sportwaffen gehören in einen Tresorraum im Vereinsheim. Dort ist es auch einfacher, die Aufbewahrung zu kontrollieren und zu protokollieren.

Sicher wird man mit dieser Maßnahme keine sofortige hundertprozentige Sicherheit gegen Mißbrauch erreichen, aber bereits eine Verbesserung gegenüber dem aktuellen Zustand wäre etwas wert.

Wobei ich natürlich schon ins Grübeln komme, warum in der Schweiz weniger passiert, obwohl fast jeder seinen Schießprügel zu Hause aufbewahrt. Aber dort bekommen sie es ja auch mit Volksabstimmungen hin, vor denen bei uns eine Riesenangst besteht. Sollte da vielleicht ein klitzekleines Gen im Spiel sein???

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Jürgen Jürgens  

Jürgen Jürgens

Registriert seit: 06.03.2010

Kommentare: 7

21. September 2010 - 16:38 Uhr

Radikal alle Schützenvereine und Schiesshallen ersatzlos auflösen, Feuerwaffen und Munition ersatzlos einziehen und verschrotten. Ich frage mich schon lange was Schusswaffengebrauch mit Sport zu tun hat. Biathlon -muss das sein? Jeder Mensch ist ein potenzieller Amokläufer, also was sollen 1,5 MIO Sportschützen bis an die Zähne bewaffnet auf unseren Strassen.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 16:43 Uhr

Herr Meier.
Der Tresorraum im Vereinsheim ist eine stetige Forderung.
Ebenso stetig wird sie von den Experten widerlegt.

Genau betrachtet erschließt sich mir der Vorteil nicht, ich bin aber für Argumente gerne offen.

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Werner Meier

Registriert seit: 28.02.2010

Kommentare: 347

21. September 2010 - 17:00 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin: Es soll nicht despektierlich klingen, aber erlauben Sie mir die Gegenfrage, warum es in Banken Tresore gibt und die Mitarbeiter das Geld nicht zuhause aufbewahren?

Wenn meine Forderung stetig zu hören ist, werden die Argumente wohl auf dem Tisch liegen und ich muss sie hier nicht wiederholen.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 17:20 Uhr

Herr Meier:
Nein, das klingt keineswegs despektierlich.
Es klingt aber an der Praxis vorbei.

Ein Vergleich mit Mitarbeitern einer Bank - das ist tatsächlich neu.
Allerdings - hätte ich eine Bank, würde ich das Geld den Mitarbeitern auch nicht mit nach Hause geben, es sei denn es ist ihr eigenes Geld und ihr Eigentum, analog zu den Waffen.

Nein, wenn hier ernstgemeinte Forderungen aufgestellt werden, sollten diese auch mit ernstgemeinten Argumenten untermauert werden.

Zentrale Aufbewahrungen sind nun mal Forderungen an der Praxis vorbei weil sie das Sicherheitsrisiko erhöhen statt senken.

Und zu "Wenn meine Forderung stetig zu hören ist, werden die Argumente wohl auf dem Tisch liegen ..."
Leider liegen eben keine Argumente auf dem Tisch oder ich habe sie noch nicht gefunden. Gerne würde ich sie aber wenigstens einmal lesen oder hören.

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Werner Meier

Registriert seit: 28.02.2010

Kommentare: 347

21. September 2010 - 17:42 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin: Eine zentrale Aufbewahrung erhöht das Sicherheitsrisiko?

Also: gemauerter Raum, Stahltüre, Öffnung nur mit 2 Schlüsseln, die in unterschiedlichem Besitz sind, alternativ dazu Lösungen mit Fingerprint, Code oder Chipkarten. Die Waffen mit RFID-Chip versehen, dadurch automatische Protokollierung, wann was an der Schleuse am Ausgang vorbeitransportiert wird. Evtl. 2 Schleusen, dann kann auch die Transportrichtung ermittelt werden. Automatische Alarmierung bei gewaltsamer Öffnung oder z.B. mehr als 10 Waffen ausgehend innerhalb von 10 Sekunden. Erweiterungen dieser Maßnahmen gibt es sicher auch noch.

Was kann dann noch passieren? Ein Sportschütze nimmt sich seine Waffe unberechtigterweise mit nach Hause, eine Bande überfällt die Schlüsselbesitzer und zwingt sie, den Raum zu öffnen oder die Schlüsselbesitzer machen gemeinsame Sache. Alles prinzipiell möglich, hätte aber in Winnenden und Lörrach Tote verhindert.

Und wenn es zu teuer wäre: Vereine dichtmachen, Waffen vernichten.

Ich habe noch etwas vergessen: Es geht hier nicht darum, den Sportschützen das Leben zu erleichtern, sondern Menschenleben zu retten. Das sollten wir im Hinterkopf behalten.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

21. September 2010 - 17:52 Uhr

@Petra Kapfer

Was nun soll in gerade diesem Fall der Hinweis auf illegale Waffenbesitzer? Die Frau war unkontrollierbar, weil sie die Waffe legal besitzen durfte. Sie musste sich ja nicht verstecken. Sie konnte ohne Furcht vor frühzeitiger Entdeckung ihre Wahnsinnstat vorbereiten. Sie konnte sich mit 300 Schuss Munition versorgen, ohne dass darin etwas Merkwürdiges erkannt worden wäre. Sie war ja Sportschützin. Und als solche braucht sie offenbar einen umfangreichen Munitionsvorrat. Die Gefährlichkeit wird ja dadurch noch verstärkt, dass Sportschützen in einem ganz besonderen Masse, mehr als jeder Illegale, im Umgang mit Waffen geschult sind. Sie müssen ja nicht wie der Kriminelle im Verborgenen üben, nein sie verfügen auch noch über einen Trainer, der ihnen Tipps gibt, wie sie am besten treffen können. Gerade deshalb sollten die Sportschützen schon von sich aus auf einen sehr hohen Sicherheitsstandard bei Verwahrung der Waffen und Munition, aber auch bei der Verteilung der Munition wert legen.
Das anzusprechen, bedeutet nicht, dass man auf den Sportschützen „herumhackt“. Hier war nun einmal eine Sportschützin am Werk, die ihre privilegierte Position gegenüber Nichtmitgliedern des Vereins zum Schaden anderer missbrauchte. Es zeugte unter diesen Umständen von Gleichgültigkeit, wenn nicht gar Fahrlässigkeit, die Frage der Sicherheit bzw. der Möglichkeiten zur Verbesserung derselben nicht anzusprechen. Darauf müssten die Schützen schon selbst bestehen. Ich bin auch sicher, dass sie sich in ihren nächsten Versammlungen mit den Konsequenzen aus dem jüngsten Fall eines Amoklaufs mit der Waffe aus dem Umfeld der Sportschützen befassen werden.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

21. September 2010 - 18:09 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin
„Der Tresorraum im Vereinsheim ist eine stetige Forderung.
Ebenso stetig wird sie von den Experten widerlegt.“

Wenn es selbstverständlich ist, Medikamente in Krankenhäusern in einem abschliessbaren Schrank aufzubewahren und die Entnahme genau zu verbuchen, weshalb halten Experten dann entsprechendes Vorgehen bei Tötungswaffen nicht für angebracht? Die mangelnde Machbarkeit oder gar die fehlenden Kontrollmöglichkeiten lassen nicht den Verzicht auf diese Sicherheitsvorkehrungen angeraten sein, sondern eher die Institution Schützenverein für eine nicht mehr hinnehmbare Bedrohung der öffentlichen Sicherheit erscheinen. Entweder deren Tätigkeit ist lückenlos zu kontrollieren oder sie sind einfach nicht mehr tragbar. So wird ein Schuh draus.

Natürlich ist niemand so vermessen zu behaupten, dass die Morde vom Sonntag nicht auch anders stattgefunden hätten. Aber zumindest die klitzekleine Möglichkeit, dass der Waffenmangel es der Frau erschwert hätte, ihre Taten mit dieser extremen Überlegenheit auszuführen, genügt doch, um zumindest eine geringe Wahrscheinlichkeit nicht auszuschliessen, dass zumindest die Erschossenen noch leben könnten. Für Menschenleben lohnt sich jedenfalls ein Versuch, es Waffenbesitzern dadurch zu erschweren, anderen zu schaden, dass ihr Umgang mit der Waffe protokolliert wird insofern, als die Beschaffung von Munition nur über den Verein möglich ist und dort verbucht wird. Schaden kann es doch nicht, das einmal zu versuchen.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 18:13 Uhr

Herr Meier:
Also von dem elektronischen Schnick-Schnack habe zugegebener Maßen keine Ahnung.
Wenn ich den ehemaligen Innenminister Schäuble richtig in Erinnerung habe, sind aber bei der Bundeswehr und Polizei bei zentraler Aufbewahrung wesentlich mehr Waffen verschwunden als bei den Jägern und Sportschützen bei dezentraler Aufbewahrung.
Auch - so die Aussagen des Innenausschusses bei eben dieser Diskussion bei den zurückliegenden Waffenrechtsverschärfungen - sei das Risiko mehrerer hundert Waffenlager in Deutschland durch Überfälle des Schlüsselinhabers unkalkulierbar hoch.
Zurück zur Praxis:
Die Waffen sind also irgendwo zentral gelagert und der Schütze muss nach München oder Mailand zur Weltmeisterschaft. Und jetzt?
Ok. Nicht jeder geht zu einer WM. Aber es liegt in der Natur des Sportlers, dass er sich mit anderen messen will. Wie bringt der Freiburger sein Sportgerät nach Karlsruhe?
Oder wie bringt der Jäger seine Waffe in den Wald?
Oder wie bringt der Polizist seine Waffe zum Einsatzort?

Forderungen sind ganz einfach gestellt - aber sind sie auch sinnvoll und halten sie einer belastbaren Prüfung stand?
Und ganz wesentlich: Bringen die Forderungen einen Sicherheitsgewinn oder sind sie aus reinem Populismus geboren?

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 18:29 Uhr

Herr Haberer:
Ich gehe gerne mit Ihnen in die Diskussion - allerdings nur wenn und solange ich das Gefühl habe, dass Sie an einer ernsthaften Diskussion Interesse haben.
Dies scheint mir nicht der Fall zu sein, wenn Sie einen Vergleich mit Medikamenten im Krankenhaus anbringen.
Wenn denn doch, will ich dies mit der Munition im Waffengeschäft vergleichen.
An beiden Fällen wird die Ware gegen Zugriff Unberechtigter geschützt und an die Berechtigten ausgegeben.
Ich z.B. bewahre meine Medikamente zuhause auf.

Übrigens: Wenn Sie denn so auf der Sportschützin herumhacken: Die Frau ist vor 14 Jahren aus dem Verein ausgetreten.
Ich frage, warum die Behörde nicht vor 13 Jahren reagiert hat?
Liegt hier ein Behördenversagen vor?

Nein, es ist klar. Den schwarzen Peter auf die Behörde abzuschieben bringt ebenso wenig etwas wie auf den Schützenvereinen herum zu hacken.
Nur eines ist klar - eine zentrale Aufbewahrung hätte hier keinen Unterschied gemacht. Diese Waffe wäre in keinem Schützenhaus gelegen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

21. September 2010 - 18:30 Uhr

@ Manuel Rosenthal-Schöpflin
„Wie bringt der Freiburger sein Sportgerät nach Karlsruhe?“

Wie brachte Michael Schumacher sein Sportgerät zum Wettkampfplatz? Der hatte seinen Ferrari nicht in der eigenen Garage stehen und wurde dennoch mehrfach Weltmeister.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 18:37 Uhr

Herr Haberer:
Wie geschrieben: Ich gehe gerne mit Ihnen in die Diskussion - allerdings nur wenn und solange ich das Gefühl habe, dass Sie an einer ernsthaften Diskussion Interesse haben.
Da Sie hier nun etwas von einem Michael Schuhmacher und einem Ferrari schreiben, habe ich den Eindruck dass dies keine sinnvole Basis ist.

Sie sollten die Opfer nicht vehöhnen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

21. September 2010 - 18:38 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin
„Dies scheint mir nicht der Fall zu sein, wenn Sie einen Vergleich mit Medikamenten im Krankenhaus anbringen.“

Bedaure, aber jetzt kann ich Ihnen nicht ganz folgen. Können Sie sich vorstellen, wie gross die Aufregung ist, wenn ein Fläschchen Digitalis verschwunden ist? Diese Aufregung bleibt den Vereinsvorständen der Schützenvereine allerdings erspart. Wo deren Munition abgeblieben ist, darüber brauchen die sich ja keine Gedanken zu machen, weil sie das nicht kontrollieren müssen.
Aber warum wohl gibt es lückenlose Nachweise über den Verbleib von Medikamenten oder von chirurgischem Besteck in Krankenhäusern? Ja ganz einfach, weil das lebenswichtig sein kann. Die fehlende Schere aus dem Operationssaal könnte sich nämlich in einem Patienten befinden und die Flasche Digitalis könnte gerade für ein Tötungsdelikt missbraucht werden.
Sehen Sie die Parallele zu den Schützenvereinen und den Amokläufen immer noch nicht? Schade.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 19:01 Uhr

"Diese Aufregung bleibt den Vereinsvorständen der Schützenvereine allerdings erspart. Wo deren Munition abgeblieben ist, darüber brauchen die sich ja keine Gedanken zu machen, weil sie das nicht kontrollieren müssen."

Wenn ich richtig informiert bin, muss sich der Verantwortliche in den Schützenvereinen sehr wohl Gedanken machen, wem er Munition gibt.
Diese muss auf dem Stand verbraucht werden und darf von Unberechtigten nicht mitgenommen werden.

Es macht also ebenso wenig Sinn über Ferraris zu diskutieren wie falsche Tatsachen zu behaupten.

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Heinrich Nansen  

Heinrich Nansen

Registriert seit: 17.09.2010

Kommentare: 155

21. September 2010 - 19:15 Uhr

Diese Scheinmoral mancher "Gutmenschen" hier ist unerträglich.
Auf Schützenvereinen rumhacken, und wenn man ad absurdum geführt wird, wird beleidigend oder pseudoempört zurückpolemisiert.

Schämts Euch!

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Heinrich Nansen  

Heinrich Nansen

Registriert seit: 17.09.2010

Kommentare: 155

21. September 2010 - 19:16 Uhr

Herr Meuer, machen Sie sich über meinen Familiennamen lustig?
Das ist nicht nur unverschämt, sondern auch primitiv.

Ist hier keine Redaktion?

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Gerold Schlatter  

Gerold Schlatter

Registriert seit: 08.02.2010

Kommentare: 43

21. September 2010 - 19:25 Uhr

An die ganzen Vielkommentierer, Bescheidwisser, Rechtsexperten und Waffensachverständigen:
Davon abgesehen, dass insbesondere die radikalen und teilweise weltfremden Forderungen und Argumente, die hier vorgebracht werden, weder die Tat als solches rückgängig machen können und derartige menschliche Tragödien durch nichts zu verhindern sein werden, nachfolgend mal ein paar Fakten und Denkanstösse - auch an die BZ - aus Sicht eines seit über dreissig Jahren aktiven Sportschützen und alleinerziehenden Vaters mit Sorgerecht:
* Ist es nicht 'billig' seitens der Medien, hier explizit vorweg und durchaus reisserisch den Begriff 'Sportschützen' wieder einmal auflagenwirksam einzusetzen, ohne dazu die Fakten dieses 'Sportschützen' zu kennen?
Sportschiessen ist ab einem gewissen Leistungsniveau Hochleistungssport und hat seine Daseinsberechtigung wie jede andere anerkannte (und notabene) olympische Sportart auch. Ich wage zu bezweifeln, dass der bierranzige Vater eines Jungen, der am Sonntagnachmittag seinem Sprössling über die Seitenlinie zuruft "Hau ihn um die Sau" als Mitglied des DFB ein anerkannterer Sportler sein soll als ein Mitglied eines Schützenvereins. Die Fussballer mögen mir verzeihen - das selbe Szenario ist in vielen anderen Populär-Sportarten 'ohne Gefährdungspotential' ebenfalls zu erleben.
Wenn man eine seriöse Diskussion über die Problematik "Waffen" führen will, darf nicht nur der 'Sportschütze' plakativ in's Scheinwerferlicht gestellt werden. Jäger und Sicherheitsleute gehören genauso dazu. Nur haben diese eben eine andere (mächtigere) Lobby als der gemeine, kleine Sportschütze. Und ich denke, es ist auch ein offenes Geheimnis, dass 'gewisse, gehobene, gesellschaftliche Kreise' immer noch einfacher an einen Waffenschein (Kaliber-und waffentechnisch unbegrenzt) und damit an Waffen gelangen können, als eben der Sportschütze an seine Waffenbesitzkarte, der sein Bedürfnis begründet und detailliert und mit entsprechenden Prüfungen unterlegt, rechtfertigen muss. War im Fall Winnenden so (Vater 'ortsbekannter' Geschäftsmann) und andernorts. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass u.a. Freiburger Star-Anwälte sturzbesoffen und den Luxus-Geländewagen vollgepackt mit Artillerie durch hiesige Wälder rumpeln können.
* Die Gesetzeslage ist für die Sportschützen seit Jahrzehnten klar und streng definiert - nicht erst nach Erfurt und Winnenden. Wenn man den nun bekannten Informationen zum Lörracher Fall glauben darf, war die Täterin seit über 14 Jahren nicht mehr aktiv in einem Schützenverein tätig. Normalerweise Konsequenz daraus: Meldung ans zuständige LRA, Rückgabe der Waffenbesitzkarte, Einzug/Abgabe der Waffe(n) ab Luftdruck aufwärts. Dass hier sowohl wahrscheinlich der Verein als auch die Behörden versagt haben scheint aus momentaner Sicht klar - ich hoffe, dass diese Fragen auch gestellt werden!
* Die Schützen selbst täten gut daran, ihre Sportart zu überdenken und sich dieser Diskussion zu stellen. Nicht alles, was als 'Sportschiessen' verkauft wird, ist es auch. Aber das gilt für die Aber-Millionen 'Mitglieder' in anderen Sportverbänden oder sonstigen Vereinen auch. Niemand bestreitet die Notwendigkeit einer allgemeinen Sicherheit und des Schutzbedürfnisses der Bevölkerung vor solchen Taten. Verhindern wird man sie aber mit keinem Gesetz der Welt und auch nicht mit der 'Endlösung' der Schützenvereine, wie hier schon gefordert. Grossbritannien hat den privaten Waffenbesitz mehr oder weniger komplett abgeschafft. Trotzdem werden regelmässig Menschen durch Schusswaffen getötet. Die Schweiz hat immer noch ein sehr liberales Waffengesetz und jedes Jahr sterben Dutzende in Familientragödien durch die vielgerühmten Armeewaffen im Kleiderschrank, was aber dank der eigenständigen und zuständigen Militärjustiz nicht medial so breitgetreten werden kann. Es gibt hier keinen 'richtigen' oder 'falschen' Weg. Und wer hier mit digitalen Fingerprints und entsprechenden Sicherungsmassnahmen daherkommt, sieht wohl ein bisschen zu viel Fern. Nicht einmal die Bundeswehr ist ja in der Lage ihre Depots entsprechend zu bewachen und zu sichern. Alternative: Orwell'scher Komplettüberwachungsstaat - würde dann gern hier die ganzen Vielkommentierer wieder lesen.........
* Solche Taten (wie Winnenden, Erfurt, andere) sind das Ergebnis unserer Gesellschaft: Selbstsucht, zerrüttete Familien, Imponiergehabe, eine komplett an der Realität vorbeipolitisierende Oberschicht und ein sog. Sozialstaat der keiner ist. Wo war die Nachsorge für die jetzige Täterin nach ihrer Fehlgeburt? Der Chefarzt hat auf 'mögliche Probleme' hingewiesen. Hat sich jemand darum gekümmert? Sorgerechtsstreit? Wer von den Vielkommentierern hat sowas schon einmal selbst mitgemacht? Die Frau, ihr Kind, ihr Mann sind die einzigen, die wissen, was passiert ist und was zu diesem Unglück und weiteren Opfern geführt hat. Dass sie offenbar einfachen Zugang zu einer Waffe hatte ist tragisch und nach jetzigem Wissensstand unverzeihlich - aber nicht die Schuld der 'Sportschützen' im Allgemeinen. Hier sollte man sich auch seitens der Medien überlegen, ob es tatsächlich immer gerechtfertigt ist, zur grossen Hetzjagd zu blasen.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

21. September 2010 - 20:51 Uhr

Was ich im Zuge dieser "Diskussion" interessant finde.

Auf einen Herrn Sarrazin wird mit der Antifa-keule eingeschlagen weil er verallgemeinern würde.

Wenn hier einer ganzen Gruppe sprich Sportschützen "Waffengeilheit" bzw. "potenzieller Amokläufer" unterstellt wird geht das natürlich in Ordnung.

Das erinnert mich an die "Soldaten sind Mörder" Plakate bzw. Rufe bei diversen Störaktionen an Gelöbnissen.

Mit der "Moral" wird immer nur gewunken wenn es einen selber nicht trifft.

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Maximilian Süß

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 21

21. September 2010 - 21:02 Uhr

Mit einer Waffe Sport machen? Muss das wirklich sein? Wo ist da der sportliche Teil? Meiner Meinung nach hat hier in der guten alten BRD niemand eine Waffe nötig ausser der Polizei und das Militär. Waffen abschaffen!
Wegsperren reicht nicht wie oft genug gelesen.

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johannes hermann

Registriert seit: 08.04.2010

Kommentare: 143

21. September 2010 - 21:04 Uhr

bereits eingestellter kommentar unter "Nach dem Amoklauf in Lörrach: Neue Debatte ums Waffenrecht" nochmal hier, da der threat dort geschlossen wurde wg bündelung der kommentare.

als erstes möchte ich mein tiefes beileid für die angehörigen der opfer dieser tat ausdrücken.

das nun wieder die rufer nach verschärften gesetzen (die natürlich kontrolliert und eingehalten werden müssen) wieder auf den plan treten aus den üblichen gutmenschlichen lagern, allen voran natürlich claudia roth, unsere berufbetroffene, hilft der trauer gar wenig. wenn ich selbst betroffen wäre würde das mich eher stören, als beruhigen.

ein paar dinge möchte ich zu den geschehnissen sagen:
1. die ursache für dieses bluttat (es ist dahin gestellt, ob es ein amoklauf war, so wie es die medien und auch die hießige zeitung titulieren) ist nicht der waffenbesitz, sondern es ist die gesellschaft und deren zustand, die manche und immer mehr verzweifeln läßt. in dieser verzweiflung geschehen dann solche dinge, entweder stelllen sie sich dann durch aggresiven frustabbau nach außen so wie hier dar oder - so in meinem bekanntenkreis erst vor einer woche geschehen - durch selbstmord, also gewalt an sich selbst. wir brauchen keine strengeren gesetze, wir brauchen mehr aufmerksamkeit gegenüber unseren mitmneschen. was uns in unserer gesellschaft indes heute auszeichnet ist immer mehr gleichgültigkeit und stigmatisierung. der freund, der sich vor einer woche umgebracht hatte, war zuvor unschuldig (das ist bewiesen!) wg angeblicher vergewaltigung ein halbes jahr in u-haft gewesen - in freiburg,, angeklagt von einer freiburger staatsanwältin namens winterer, die damit mal wieder ihren poulismus auslebte, nach dem credo, das alle gewalt von männern ausgeht. damit hat sie sich ja auch bereits in einem buch, was sie mit unserem polizeidirektor herr amann zusammen geschrieben hat hervor getan.

2. damit komme ich zum nächsten punkt. gewalt und insbesondere häusliche und beziehungsbezogene ist NICHT männlich. und das sollten nun unsere GUTMENSCHEN auch mal erkennen. gewalt ist übergeschlechtlich, drückt sich nur unterschiedlich aus. ABER niemand ist von natur gewalttätig. es ist immer der ausdruck - jedenfalls in fällen wie diesem oder eben auch bei amokläufen, von in die enge getrieben sein, sich nicht wahrgenommen fühlen, abgeschnitten sein. dasist jedoch nicht krank, aber es bedarf der hilfe.

3. es ist die achtlosigkeit gegenüber dem anderen, der dadurch dorthin getrieben wird, wie hier geschehen. es ist unsere gesellschaft, die nicht mehr leistungsbezogen sondern nur kaffkesisch ist - und wir denken doch, ist doch alles richtig, so wie der frosch im immer heißer werdenden wasser ...

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

21. September 2010 - 21:10 Uhr

"Meiner Meinung nach hat hier in der guten alten BRD niemand eine Waffe nötig ausser der Polizei und das Militär. Waffen abschaffen!"

Herr Süß, Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen - allerdings verwechseln Sie hier die "gute alte BRD" mit der DDR, Kuba oder Nord-Korea.

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Daniel Horvath

Registriert seit: 24.06.2010

Kommentare: 228

21. September 2010 - 21:56 Uhr

"Sportwaffen gehören weggeschlossen" - da kann man mal mit der BZ einer Meinung sein!

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Doreen Gerber

Registriert seit: 12.10.2009

Kommentare: 66

21. September 2010 - 21:58 Uhr

Ich lach mich wieder mal halb kaputt...

Nimm dem Amokläufer die Pistole weg und es wird nichts mehr passieren *lol*

Dann nimmt er halt ein Messer oder Sprengstoff, oder knallt mit dem Auto in die Menschenmenge rein...

Die Waffe ist nur das Werkzeug!
So wie Eure Maus die gerade zum Eingabefeld zuckt um einen Kommentar einzuleiten.

Das wollen ist am Amoklauf das Problem, irgendeine Waffe findet sich immer...

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Klaus Sprang

Registriert seit: 21.09.2010

Kommentare: 1

21. September 2010 - 22:24 Uhr

waffen gehören in den verein und nicht zu hause in den nachttisch. sagt mir ein schlüssiges argument, warum ein sportschütze seine waffe mit nach hause nehmen muss. komt mir blos nicht mit zusätzlichen kosten für sicherheit, denn diese muss eh gewährleistet sein.

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Doreen Gerber

Registriert seit: 12.10.2009

Kommentare: 66

21. September 2010 - 23:29 Uhr

Genau dahin muß die Kommunikation gehen:

Warum tut jemand so was?
Sicher nicht aus langer Weile!
Nicht aus Rohheit oder Mordlust,
auch nicht aus Habgier oder Grausamkeit.

Wo liegen die Argumente die solche Taten verhindern?

Der Aktionismus wegen Waffenbesitz Pro/Kontra bringt nichts!

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Marco Wangler

Registriert seit: 14.09.2010

Kommentare: 71

21. September 2010 - 23:53 Uhr

Junge Junge, es ist schon erstaunlich mit welchen schwachsinnigen Ideen unsere Politiker immer wieder Leute ins Boot holen, wenn in Deutschland mal die Luft brennt!
Unsere Regierung macht es sich natürlich so einfach und billig wie möglich(Geld wird ja für wichtigere Dinge benötigt).
Strengere Waffenkontrollen, mehr Geld von den Sportschützen abzocken blablabla......... und schon ist das Problem Amoklauf in Deutschland beseitigt.
Jetzt kommt noch das Problem für viele Gutachter dazu : die Frau war 41, Rechtsanwältin und so sehr sie ihren Computer auch durchsuchen, sie finden kein Counter-Strike(Video-Baller-Spiel) und jetzt?
Zuerst hat man die Videospiele verboten (so ein Witz, jeder 14-Jährige holt sich dann diese Spiele halt aus dem Ausland oder so)!
Jetzt sind die Sportschützen dran, und wenn demnächst mal einer mit nem Schraubendreher Menschen ersticht, werden die Baumärkte geschlossen, hat auch den Vorteil, keiner kann mehr was selber reparieren und der Staat kassiert weil man dann für alles einen Handwerker rufen muss kräftig mit!
Fakt ist doch, diese Frau hätte ihren Sohn und ihren Mann auch ohne Schusswaffe getötet und hätte auch wenn sie sich an der Klinik rächen wollte das ein oder andere Opfer gebracht.
Ich schliese mich hier so manchem Beitragschreiber an, unsere Gesellschaft wird immer schlimmer, jeder schaut nur noch auf sich, will mit aller Gewalt nach oben um nicht von der Mittelschicht zu verschwinden, die es so bei uns bald nicht mehr gibt.
Kinder und Jugendliche, bei denen an Bildung und sonstigem gespart wird und dadurch schon in der Schule hohem Druck ausgesetzt werden und dann evtl. noch durch negative Erfahrungen im Elternhaus runtergemacht werden.
Immer mehr Angst vor Arbeitsplatz-Verlust,Druck auf Arbeitnehmer,steigende Verbraucherpreise, sinkende Löhne usw.
Das macht die Menschen krank, und wenn dann bei dem ein oder anderen die Sicherrungen durchbrennen dann sollte man sich nicht wundern, sonder endlich mal richtig Handeln!
Übrigens, ich bin kein Sportschütze, und ich bin mir sicher, wenn einer durchdrehen will, dann tut er es, mit illegalen oder legalen Waffen!

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Gelöschter Nutzer #776843

Registriert seit: 18.06.2009

Kommentare: 28

22. September 2010 - 01:00 Uhr

@ Almluder
Ich hoffe, Sie haben lange genug über das nachgedacht, was Sie hier geschrieben haben. Kommt mir nicht so vor, Sie sind jemand, der absolut typisch für die "Sportschützsenszene" ist.
Wer schiessen als Sport betrachtet, hat von nichts eine Ahnung.
Hätte er eine, würde er NIEMALS schiessen als Sport bezeichnen.
Ich erinnere an die letzten beiden Grossen Kriege. Das sollte doch für immer und alle reichen.Aber-wer interessiert sich schon für das, was wir aus der Geschichte gelernt haben sollten ? Ballern ist doch sooo schön. Für "Ballermänner". Geht doch zum "Ballermann", Ihr Sportschützen. Bleibt aber bitte auch dort ! Danke.

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markus kubetzko

Registriert seit: 07.11.2009

Kommentare: 3

22. September 2010 - 07:51 Uhr

Wer annimmt, dass das wegschliessen von Waffen von Sportschuetzen Gewalt verhindern kann, kann von Naivitaet wohl kaum uebertroffen werden.

Es war schon vor ueber 20 Jahren moeglich in Deutschland eine Waffe zu erwerben ohne irgendwelche Papiere zu besitzen (schon von Schwarzmarkt gehoert?), mir wurde damals eine unregistrierte Maschinenpistole angeboten fuer 1,ooo.-DM obwohl ich nicht einmal danach gefragt hatte.

@christa ruh
Schusswaffen zu verbieten aufgrund WW1 und WW2 ist ein Witz, sollten dann alle Armbrust, Pfeil und Bogen Sportschuetzen auch auf den Ballermann? Und wenn man Nicht - Gleichgesinnte (z.B. Sportschuetzen) unter der Guertellinie angreift (z.B. impotente Nichtskoenner), dann erniedrigt man sich selbst auf ein sogar niedrigeres Niveau und eliminiert sich selbst von ernsthaften Diskussionen.

Vor etwa 15 (!) Jahren habe ich versucht einen Waffenschein zu erwerben via Schuetzenverein, habe aber dann relativ schnell aufgegeben weil es mir schon damals nicht der Muehe wert war. Und obwohl ich mittlerweile seit ueber 10 Jahren in den USA lebe und eine Waffe problemlos innerhalb einer Woche besitzen koennte, habe ich mich dagegen entschieden weil wir minderjaehrige Kinder im Haus haben und es uns das Risiko eines Unfalls nicht wert ist. Und von den hunderten von Leuten die ich in den letzten 10 Jahren kennengelernt habe hat sich nur einer selbst angeschossen durch Leichtsinnigkeit, und dass obwohl ueber 90% mindestens 1 Schusswaffe haben.

Es ueberrascht mich auch dass noch niemand die Videospiel Industrie fuer diese tragischen Ereignisse verantwortlich gemacht hat...

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 08:38 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Wenn ich richtig informiert bin, muss sich der Verantwortliche in den Schützenvereinen sehr wohl Gedanken machen, wem er Munition gibt.“

Und weshalb sehen Sie dann den Vergleich mit der Krankenhausapotheke als unsachlichen Beitrag an? Entweder Sie sind Fachmann auf dem Gebiet und deuten dadurch an, dass es einschlägige Kontrollen bei Schützenvereinen nicht gibt oder Sie geben etwas vor, was so nicht zutrifft.
Gefordert wurde hier allerdings die zentrale Verwaltung der Munition, also dass diese nicht in Privathaushalten gelagert wird. Ganz nebenbei haben die Sportschützen übrigens auch Nachbarn. Ich habe wenig Freude daran, neben einem Munitionsdepot zu wohnen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 08:46 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin
„Sie sollten die Opfer nicht vehöhnen.“

Wie bitte, ich verhöhne die Opfer, wenn ich mir mehr Gedanken mache als die Schützenvereine, deren einzige Sorge auch jetzt wieder ihre eigene Gartenzwergidylle ist, an der bloss niemand rütteln möge?

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 08:51 Uhr

Herr Haberer:
"Und weshalb sehen Sie dann den Vergleich mit der Krankenhausapotheke als unsachlichen Beitrag an? "

Weil Sie etwas fordern, was es schon lange gibt und es als Ei des Kolumbus darstellen...

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Daniel Horvath

Registriert seit: 24.06.2010

Kommentare: 228

22. September 2010 - 08:58 Uhr

Zum Thema Waffenrecht ist im Laufe der letzten Jahre genug gesagt und geschrieben worden. Mal schauen, wieviele Menschen noch sterben müssen, bis sich die Vernunft gegen die Waffenlobby-Verbände durchsetzen kann. Nein, mir geht es hier um etwas anderes - den Amoklauf selbst. Man wundert sich, daß eine Frau die Täterin war. Bei Familiendramen ist es normalerweise der Mann, der durchdreht. Vielleicht versetzt man sich mal in die Rolle eines Menschen, der in der Mitte des Lebens seinen Kompaß verliert, weil alles, woran er geglaubt hat, plötzlich verloren ist: Den Partner, das gemeinsame Kind, das Haus... Und dann sieht man, daß es i.d.R. Männer sind, denen das passiert. Wie selten gehen Frauen aus so einer Geschichte als eindeutiger Verlierer hervor? Diese Verzweiflungstaten (Familiendramen, nicht bei durchgeknallten Jugendlichen) haben also nichts zu tun mit dem Geschlecht oder mit dem Testosteronspiegel - so ein Blödsinn! Man sollte Menschen einfach nicht an ihre Grenzen bringen - egal ob Mann, Frau oder Zwischenwesen!

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 09:02 Uhr

Herr Haberer.
"Wie bitte, ich verhöhne die Opfer, ... "

Sie verhöhnen die Opfer, wenn Sie auf deren Kosten mit billiger Polemik (Ferrari...) Verbotsphantasien begründen oder Wahlkampf betreiben.

Das sollten Sie unterlassen, das hat kein Opfer verdient.

Sie ujnd jeder sollte sich Gedanken über die Ursachen solcher Taten machen.

Was kann der Grund sein ein 5-jähriges Kind zu töten?
Was kann der Grund sein einen Ex-mann zu töten?
Die Antwort "Beziehungsdrama" ist mir persönlich da einfach zu wenig.

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Daniel Horvath

Registriert seit: 24.06.2010

Kommentare: 228

22. September 2010 - 09:09 Uhr

@ Frau Rosenthal-Schöpflin: Die Antwort "Beziehungsdrama" ist Ihnen zu wenig? Na dann berücksichtigen Sie auch mal die anderen Pfeiler, die - gleichzeitig mit der Beziehung - zusammenbrechen: Das Sorgerecht für das Kind, das Haus, die finanzielle Absicherung - im Prinzip: alles! Ist Ihnen das immer noch "zu wenig"?

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Daniel Horvath

Registriert seit: 24.06.2010

Kommentare: 228

22. September 2010 - 09:14 Uhr

@Christa Ruh: "Waffen, aus welchem Grund auch immer - in einem Privathaushalt nichts zu suchen haben. Jeder kann ausflippen, wenn er in extreme Lebenssituationen kommt."

Genau so ist es. Dazu ein *ZITAT* (fett geschrieben, für die, die gleich zensieren wollen, weil sie nicht lesen können) aus einer RTL-Doku (oder Pro 7) von letzter Woche über Auswanderer: "Wenn ich jetzt ein Messer gehabt hätte, hätte ich Dich abgestochen."
Es ist eben ein Unterschied, ob in einer Affektsituation eine Waffe zur Hand ist, oder ob man sie erst mal umständlich am anderen Ende der Stadt holen muß und vielleicht dafür noch einen dreifachen Antrag stellen muß (hoffentlich!)

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Dietrich Völker

Registriert seit: 11.05.2010

Kommentare: 157

22. September 2010 - 09:44 Uhr

Ich frage mich wirklich, wofür Privatleute überhaupt ne Knarre brauchen.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 10:13 Uhr

Die Diskussion geht doch eigentlich nicht darum, das Sportschießen zu verbieten oder alle Schützen unter Generalverdacht zu stellen, sondern um die Frage, ob die Waffen zentral gelagert nicht besser aufgehoben wären.
Bislang hat noch keiner hier ein Argument geliefert, warum ein Sportschütze seine Waffe zu Hause aufbewahren sollte. Ich sehe auch keins!
Es kann doch auch niemand ernsthaft behaupten, daß sie zu Hause sicherer aufbewahrt sind als im Sportheim.
Und diese Tat hätte so in dieser Form nicht stattgefunden.
Wo bleibt also die Rechtfertigung, daß ein Hobbyschütze seine Waffe zu Hause braucht?

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

22. September 2010 - 10:34 Uhr

Tja, wieder die gewohnte Diskussion!
Wenn die Schießweltmeister ihre Waffe unbedingt zu Hause brauchen um sie zum nächsten Wettkampf zu transportieren, könnte man da nicht vielleicht als ersten Schritt sich mal auf die Munition konzentrieren und diese zentral aufbewahren und nur kontrolliert ausgeben? Nicht verwendete muß nach dem Wettkampf zurückgegeben werden. So daß nie legale Munition in Privathaushalten vorhanden ist.

Das 'utopische' Fernziel, eine Welt ohne Waffen, sollte aber nicht aus den Augen verloren werden! ;)

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 10:35 Uhr

Herr Allgaier:
Bei allem Verständnis - aber Sie haben nicht gelesen was oben steht?

Die zentrale Aufbewahrung ist ein Sicherheitsrisiko. Das sage nicht ich, sondern dies sagen die Experten des Innenausschusses, so auch der Innenminister und alle Innen- und Rechtsexperten z.B. des BKA (außer vielleicht Özdemir und die Linken).
Mir wäre es auch sehr unbehaglich, mehrere tausend Schusswaffen in einem Lager zu wissen, welches Räuber geradezu einlädt.
Dies mag zunächst vielleicht seltsam erscheinen, die Praxis aber zeigt es deutlich auf.
(Die Waffen müssen schließlich vom Lager zu den Wettkämpfen transportiert werden, sie müssen gereinigt und nicht zuletzt beim Büchsenmacher repariert werden. Trockentraining ist ein wichtiges Trainingselement und findet i.d.R. zuhause statt.)

Die Aussage, dass der Lörracher Fall nicht geschehen wäre, ist auch schon lange widerlegt. Die Frau war vor 14 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Die Waffe wäre also schon deswegen in keinem Verein gelagert worden.

Für Argumente gerne offen, sicherlich auch die Sportschützen und Jäger und Polizisten mit den Waffen daheim - aber bitte sachlich und zielführend dem Sicherheitsgewinn.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 10:37 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Weil Sie etwas fordern, was es schon lange gibt und es als Ei des Kolumbus darstellen...“

So, das gibt es schon? Und weshalb hielt der Sprecher der Polizeigewerkschaft die Lagerung der Munition deshalb für ungeeignet, weil die Ausgabe nicht zu kontrollieren sei?
Führt man uns eigentlich an der Nase herum mit Argumenten, die je nach Diskussionslage passend gemacht werden?

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 10:43 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Das sage nicht ich, sondern dies sagen die Experten des Innenausschusses, so auch der Innenminister und alle Innen- und Rechtsexperten z.B. des BKA (außer vielleicht Özdemir und die Linken).“

Was macht diese Leute eigentlich zu Experten über eine Gegebenheit, die so noch nie erprobt wurde? Reicht die Abordnung in einen Innenausschuss aus, um anderen Menschen über den Mund zu fahren oder sich zum Hellseher aufzuschwingen? Was haben diese „Expertenmeinungen“ zur Sicherheit der Menschen, namentlich zur Verhinderung von Toten im Zuge eines Amoklaufs, denn beigetragen? Ich gebe gleich die Antwort: Die Besserwisserei dieser „Experten“ war es nicht, die am Sonntag half, Schlimmeres in all dem Schlimmen zu verhindern, sondern es war der selbstlose Einsatz von Polizisten, die von solchen „Experten“ regelmässig allein gelassen werden.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 10:46 Uhr

Ach Mensch… ich hoffe, dass Sie das alles Ernst meinen und nicht andere zum Narren halten.
Was der Gewerkschaftsmensch erzählt hat, ist doch ganz etwas anderes. Da ging es vermutlich (ich kenne jetzt die Aussage nicht) um die Lagerung privater Munition - und nicht wie Sie es oben geschrieben haben um die Munition, die der Schützenverein ausgibt.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 10:53 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin
„Die Frau war vor 14 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Die Waffe wäre also schon deswegen in keinem Verein gelagert worden.“

Nein, sie wäre nicht im Verein gelagert worden, sie wäre aber auch nicht zu Hause gelagert worden, sondern die Frau hätte als Nichtmitglied eines Schützenvereins ihre Berechtigung verloren, Waffen zu besitzen, wenn die Gesetze entsprechend gestaltet wären. Was wollte die Dame denn mit ihren Waffen, wenn sie aus dem Verein ausgetreten war? Das zu prüfen, hat Gegenstand bei der Vergabe eines Waffenscheins zu sein. Das impliziert, dass der Waffenschein seine Gültigkeit verlieren muss, wenn die Bedingungen für dessen Erteilung nicht mehr vorliegen. Auch Führerscheine werden eingezogen, wenn der Inhaber sich als ungeeignet erweist, ein Kraftfahrzeug zu führen. Aber ausgerechnet bei Tötungswaffen schaut man nicht mehr so genau hin, wenn der Schein erteilt wurde?
Ihr Hinweis macht um ein weiteres deutlich, wie fragwürdig die Privilegien von Sportschützen sind. Einmal Sportschütze, immer Sportschütze. Ja, prima, und dann lenken die Schützenvereine auch noch auf illegale Waffen ab immer dann, wenn gerade wieder einmal jemand durch eine legale Waffen ums Leben kam.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 11:02 Uhr

Herr haberer:
"Was macht diese Leute eigentlich zu Experten ...? "

Nun, wenn man dem BKA, der Polizei oder den amtlichen Gutachtern keinen Glauben mehr schenkt, weiß ich auch nicht, wem man noch glauben kann.

Wenn ich mich richtig entsinne, hat man dies auch an Vergleichen über "verschwundene Waffen" bei der Bundeswehr, Zoll und Polizei (zentrale Lagerungen) und Sportschützen, Jäger und Sammler (dezentrale Lagerung) verdeutlicht. Außerdem wurde das Einbruchs- und Überfallrisiko genannt. (Dies aber wirklich nur aus der Erinnerung heraus.)

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 11:03 Uhr

Herr Rosenthal-Schöpflin:
Bei allem Verständnis - aber Sie haben nicht gelesen was oben steht?

Die Tat in dieser Form hätte so nicht stattgefunden, weil die Frau keinen Zugang zu der Waffe gehabt hätte. Ob sie schon vor zig Jahren aus dem Verein ausgetreten ist, spielt dabei doch gar keine Rolle.
Es sei denn, Sie gehen davon aus, daß jeder dann seine Waffe mit nach Hause nehmen darf, was natürlich widersinnig wäre.
Warum die zentrale Aufbewahrung im Tresor, getrennt von der Munition, ebenfalls im Tresor gelagert, ein größeres Sicherheitsrisiko darstellen soll, als wenn sie jemand zu Hause in die "abschließbare" Glasvitrine stellt, erschließt sich mir nicht wirklich, auch wenn sie noch so viele "Experten" benennen...
Bei der Bundeswehr werden die Waffen auch zentral gelagert; da käme doch auch keiner auf die Idee, jedem Wehrpflichtigen die Maschinenpistole samt Munition mit nach Hause zu geben, weil sie da ja sicherer aufbewahrt sind...
Und Ihr Argument mit dem Trockentraining ist schon fast zynisch, wenn man Nutzen und Gefahr gegeneinanderstellt. Zudem kann auch Trockentraining ohne weiteres auf dem Sportgelände stattfinden, und es bräuchte v.a. keine scharfe Munition.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 11:05 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Da ging es vermutlich (ich kenne jetzt die Aussage nicht) um die Lagerung privater Munition - und nicht wie Sie es oben geschrieben haben um die Munition, die der Schützenverein ausgibt.“

Natürlich handelte es sich um die Frage, ob Munition von Mitgliedern eines Schützenvereins privat gelagert werden solle oder im Verein. Das schliesst natürlich ein, dass es keine „private“ Munition geben darf. Und natürlich wird dann die Munition im Schützenverein ausgegeben, wie denn sonst. Im Übrigen ist es auch völlig Wurscht, ob die Munition, die eingelagert wird, „privat“ oder Eigentum des Vereins ist. Entscheidend ist, dass der Lagereingang ebenso verbucht wird wie der Lagerabgang. So ist immer nachzuvollziehen, wo der Lagerbestand sich befindet und an wen der Lagerabgang ging. Es versteht sich von selbst, dass der Zugang zum Lager nicht jedem Mitglied frei stehen darf, sondern dieses von einem dazu bestellten Funktionsträger zu betreuen wäre.
Also, ich meine das Ganze bitter ernst.

Es verwundert einen schon, wie die Schützenlobby stets und immer Forderungen an Schützen in einer beispiellos konfrontativen Art behandelt, so dass man sich fragt, ob diese eigentlich noch mitbekommt, was um sie herum geschieht oder ob sie nur noch um sich selbst kreist. So wichtig kann man sich als Verein doch nicht nehmen, dass man alle anderen Geschehnisse nicht mehr wahrnimmt.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 11:06 Uhr

Herr Haberer:
"Was wollte die Dame denn mit ihren Waffen, wenn sie aus dem Verein ausgetreten war?"

Diese Frage wird sie nun nicht mehr beantworten können.
Ihre anderen Fragen - warum sie die Waffe nicht abgeben musste - könnte vielleicht die zuständige Behörde beantworten.

Jedenfalls hat dies mit der hier gestellten Frage (Aufbewahrung, Verschärfung des Waffenrechtes) nichts zu tun.

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Martin Stadler

Registriert seit: 11.03.2010

Kommentare: 462

22. September 2010 - 11:07 Uhr

"Sportwaffen gehören weggeschlossen": Schon klasse, wie die BZ zu ergebnisoffenen Debatten anregt... Das hat die gleiche (schlechte) Qualität wie der heutige Kommentar, der kein einziges sachliches Argument gegen ein (noch) schärferes Waffenrecht entkräftet. Da passt es prima ins Bild, dass hier in der zugehörigen Online-"Debatte" ein Herr Meuer unbeanstandet einen anderen Diskutanten persönlich beleidigen darf, aber der anonyme Beitrag eines gewissen "Sportschützen", der fundiert zur Diskussion beigetragen hat (hätte), gestern gleich wieder gelöscht wurde...

PS: Das schreibe ich als Nicht-Sportschütze, Nicht-Waffenbesitzer, Nicht-Waffenliebhaber, Nicht-Waffenlobbyist :-)

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 11:11 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Wenn ich mich richtig entsinne, hat man dies auch an Vergleichen über "verschwundene Waffen" bei der Bundeswehr,…“

Schön, nur ist es richtig, im Zusammenhang mit Amokläufen neue „Kriegsschauplätze“ zu eröffnen, um den aktuellen nicht bearbeiten zu müssen? Bei der Aufzählung der „Experten“ fehlen nämlich die Folgen aus dem Status Quo. Und zu denen gehört nämlich der Amoklauf. Was tragen die „Experten“ denn dazu darüber hinaus bei, dass sie sagen „da könne man nichts machen“? Ich meine, das ist etwas wenig, um sich zum Experten aufzuschwingen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 11:15 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin
„vielleicht die zuständige Behörde beantworten.

Jedenfalls hat dies mit der hier gestellten Frage (Aufbewahrung, Verschärfung des Waffenrechtes) nichts zu tun.“

Natürlich hat das mit dem geltenden Waffengesetz etwas zu tun. Die befragte Behörde würde mir nämlich antworten, dass nach geltendem Gesetz die Dame ihre Waffe behalten durfte. Überall lesen wir, dass sie die Waffe legal besass.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

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Kommentare: 1839

22. September 2010 - 11:21 Uhr

Herr Haberer:
"Natürlich hat das mit dem geltenden Waffengesetz etwas zu tun. Die befragte Behörde würde mir nämlich antworten, dass nach geltendem Gesetz die Dame ihre Waffe behalten durfte. Überall lesen wir, dass sie die Waffe legal besass."

Es scheint so, als dass dies Ihr Problem wäre.
Nicht alles was geschrieben steht und was Sie lesen ist richtigt.
Sie wollen aber über ein Waffengesetz diskutieren, welches Sie nicht kennen. Das ist schade.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

22. September 2010 - 11:34 Uhr

@ Walter Haberer

Die Dame besaß zwar "legal" ihre Sportwaffen, jedoch nur aufgrund eines Versäumnis des Schützenvereins. Wäre ihr Austritt an das Landratsamt LÖ gemeldet worden, hätte sie ihr Anrecht auf die WBK verloren.
Oder einfach ausgedrückt - ein Fehler, der ein Jahrzent später tragische Folgen hatte.

Wenn Sie mal in ihrem Umfeld nachfragen, werden Sie feststellen, dass deutlich mehr Personen als gewünscht im Besitz einer illegalen Waffe sind. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen auch nicht um Sportwaffen, sondern großkalibrige Pistolen oder klassische Jagdwaffen, die aus der Zeit vor 1973 oder gar aus dem WK II stammen.
Mir persönlich sind offizielle Waffenbesitzer ehrlich gesagt deutlich lieber, wie Personen, die eine illegale Waffe besitzen und sich damit der gesetzlichen Aufsicht komplett entziehen.

Der Einsatz einer Waffe (egal welcher) im Rahmen eines Amoklaufs wird sich nie verhindern lassen. Und zwar egal, mit welchen unsinnigen Restriktionen die legalen Besitzer zukünftig konfrontiert werden!

[ed.]

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

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22. September 2010 - 11:56 Uhr

Herr Ebert:
Die Meldepflicht des Schützenvereins gibt es erst seit 2003. (Nicht dass als nächstes gegen einen Schützenverein gehetzt wird.)
Schenkt man den Medien Glauben, wäre auch nicht Lörrach zuständig gewesen, sondern eine Behörde in Nordbaden (für ihren damaliger Wohnort zuständig). (Nicht dass als nächstes gegen die Lörracher Sachbearbeiter gehetzt wird.)

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

22. September 2010 - 12:09 Uhr

@ Manuel Rosenthal-Schöpflin

Danke, beides war mir nicht bekannt. Sogesehen kann man also keinem einen Vorwurf machen.

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Bodo Weis  

Bodo Weis

Registriert seit: 26.05.2009

Kommentare: 892

22. September 2010 - 12:32 Uhr

Muss ein Sportschütze seine Waffe zu Hause haben, damit er zu Hause üben kann? Ist erst mal dieses Klientel abgeschafft dann sind schon mal die Hälfte der Waffen weg und somit das Risiko zu 50% reduziert.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

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Kommentare: 1839

22. September 2010 - 12:44 Uhr

Hälfte... 50%... gibt es dazu belastbare Zahlen oder entspringen Ihre Angaben rein Ihrer Phantasie?

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 12:50 Uhr

Achso... Herr Haberer:
Selbst die BZ hat die Nachricht schon gebracht:
"Nach Angaben des Deutschen Schützenbundes war die Amokläuferin bereits 1996 aus dem Schützenverein ausgetreten, hatte ihre Waffe aber behalten. «Dies wäre heute so nicht mehr möglich», sagte der Verbandssprecher Birger Tiemann der Nachrichtenagentur dpa. Das geltende Recht hätte den Amoklauf verhindern können..."
Hier: http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/nach-amoklauf-debatte-um-schaerferes-waffenrecht

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 12:57 Uhr

Herr Haberer: Noch was zum Thema "Was Sie überall lesen können..."

Hier können Sie lesen: "Der Einsatzleiter der Polizei in Lörrach, Michael Granzow, mit einem Foto der Tatwaffe, die die Täterin für ihren Amoklauf benutzte..." http://www.sueddeutsche.de/panorama/amoklauf-von-loerrach-gelegenheit-macht-moerder-1.1002618

Glauben Sie das? War ja schließlich eine Pressekonferenz der Polizei - und in allen Zeitungen habe ich das Bild bisher gesehen (auch in der BZ).
Dann schauen Sie mal hier:

http://www.gebrauchtwaffenprofi.de/gebrauchtwaffe.asp?id=276208&bild=images/100607/276208_1.jpg&bild2=images/leer.gif&Kategorie=45
Hier bei diesem Händler hat sich der Polizist für die Pressekonferenz mal eben das Bild ausgeliehen...
Also. Nicht immer gleich glauben was in der Zeitung steht!

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 13:12 Uhr

Herr Rosenthal-Schöpflin,

ob das jetzt ein Originalfoto von der Tatwaffe ist oder nicht, tut doch hier nichts zur Sache... eine Walther GSP sieht wohl nun mal so aus.
Was mir bei Ihnen und allen anderen "Privat-Waffen-Befürwortern" fehlt: ein Argument, warum jemand zu Hobbyzwecken eine Waffe zu Hause braucht und warum es einem Sportschützen nicht zuzumuten sein sollte, seine Waffe im Sportheim zu lagern.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 13:19 Uhr

Es tut dann was zur Sache, wenn (wie hier) der Eindruck erweckt wird, dass eben dies die Tatwaffe sei und wenn man daran den Wahrheitsgehalt der anderen Aussagen ableitet. (Selbst wenn die Tatwaffe tatsächlich eine gleichen Modells gewesen sein mag!)
Dies ist dann der Grund warum Leute wie Herr Haberer solchen Falschmeldungen aufsitzen.

Im Übrigen macht es nur wenig Sinn alle paar Beiträge nach Gründen zu fragen, die oben schon mehrfach genannt wurden.
Also entweder lesen - oder lassen.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 13:31 Uhr

Herr Rosenthal-Schöpflin,

ich denke, Sie gehen um einiges zu weit, wenn Sie aufgrund dieses Bildes den Wahrheitsgehalt der Polizeiaussagen komplett in Frage stellen wollen.
Zumal es keine Falschaussage ist, wenn eine solche Waffe die Tatwaffe war.

Zu Ihrer Schwemme von Argumenten pro privater Waffenaufbewahrung: ich habe besonders Ihre Beiträge aufmerksam gelesen, aber außer den eminent wichtigen Trockenübungen, die man ausschließlich zu Hause durchführen kann (wo auch sonst?) und der erhöhten Sicherheit in der eigenen Glasvitrine, die jeden potentiellen Räuber vor unlösbare Probleme stellt, kann ich nix Brauchbares finden.
Fassen Sie mir Unwissendem doch mal kurz Ihre gesamte Argumentationsbreite zusammen. Danke!

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

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Kommentare: 1839

22. September 2010 - 13:38 Uhr

Ob es sich die Mühe lohnt, wenn Sie provozierend von einer "Glasvitrine" sprechen?
Ich bin da eher der sachliche Typ.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 13:39 Uhr

@Frank Ebert

„Mir persönlich sind offizielle Waffenbesitzer ehrlich gesagt deutlich lieber,“

Aha, nur kamen bei den bekannten Amokläufen durch die Bank „offizielle“ Waffen zum Einsatz. Die Opfer sind dadurch genau so tot wie durch eine illegale. Von der Tatstruktur her spricht ja auch wenig dafür, dass ein solcher Täter, der ja für gewöhnlich nicht aus dem Berufsverbrechermilieu stammt, eine illegale Waffe verwendet, musste er ja auch nicht, „denn das Gute liegt so nah …“ dank Schützenverein. Ich jedenfalls wüsste nicht, wo ich mich eindecken sollte.

Ihre Frage zu Anfang verstehe ich nicht: Wie stellen Sie sich denn das vor, dass ich mich in meinem Umfeld nach illegalen Waffen erkundige? Ich verkehre nicht unter Bewaffneten.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

22. September 2010 - 13:43 Uhr

@Manuel Rosenthal-Schöpflin

„Ob es sich die Mühe lohnt, wenn Sie provozierend von einer "Glasvitrine" sprechen?“

Gut, das wollen wir nicht hoffen, dass die Dinger auch noch im schicken Wohnzimmerschrank ausgestellt werden. Nur in Kriminalfilmen handelt es sich bei Waffenschränken um Glasvitrinen, so hoffe ich doch.
Aber woraus besteht denn nun ein Waffenschrank im trauten Heim eines Sportschützen?

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 13:47 Uhr

@RS
Toll, daß Sie es als Provokation erkannt haben. Es ist eben mit ein Problem, daß es nur schwer kontrollierbar ist, wie die Waffen zu Hause aufbewahrt werden.
Und wenn Sie mir provozierend antworten, ich solle die Beiträge erstmal lesen oder es lassen, spricht das nicht gerade für Ihre Sachlichkeit.
Und leider weichen Sie meinem Anliegen wieder aus, wie ich es erwartet hatte.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 13:52 Uhr

Es spricht dafür, dass es sehr ermüdend ist in einem thread (und in mehreren Foren gleichzeitig) mehrfach die gleichen Fragen zu beantworten.
Zumal man nicht erkennen kann ob der Frageseteller tatsächlich ernsthaft darum bemüht ist sich mit der marterie zu beschäftigen - oder ob nach den Mühen und nach Ende der Contra-Seite als Antwort vorgefertigt kommt "Dann muss man eben alles verbieten..."

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 13:58 Uhr

"Aber woraus besteht denn nun ein Waffenschrank im trauten Heim eines Sportschützen?"

http://www.hartmann-tresore.de/hartmann-tresore/tresor/waffenschraenke/

... es gibt tatsächlich Waffenschränke aus Panzerglas... ;)

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

22. September 2010 - 13:58 Uhr

@MRS
"Es spricht dafür, dass es sehr ermüdent ist in einem thread (und in mehreren Foren gleichzeitig) mehrfach die gleichen Fragen zu beantworten."
Also wenn Sie in mehreren Foren gleichzeitig soviel schreiben wie hier, scheint diese Schreiberei ja Ihr Hauptberuf zu sein. Sind Sie etwa für die Waffenindustrie tätig?;)

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

22. September 2010 - 14:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Stefan Hupka, ich bin über Ihren heutigen unsachlichen Artikel sehr überrascht.
- Jeder Waffenbesitzer hat schon mal darüber nachgedacht das Sportgerät als Waffe einzusetzten! Dies ist nur eine Unterstellung - die man machen dürfte, laut Ihnen. Diese Äusserung ist diffamierend, kriminalisierend.
Sind alle Steuerzahler auch Steuerbetrüger, sind alle Journalisten Lüger, nur weil einige dies tun?
Ich sage NEIN, aber vielleicht haben Sie hier auch eine andere Meinung.

- Die Vorschläge Waffen zentral zu lagern bietet nur eine bessere Ausbeute beim Diebstahl; dieser Vorschlag wurde bei der Bundeswehr vor Jahrzehnten umgesetzt und wieder abgeschafft, da die "Verlustrate" deutlich anstiegt.
- Ein Verbot von privaten Waffen schafft keine höhere Sicherheit, diese Taten geschehen leider trotzdem (siehe England).
- Waffen nur in Polizei- und Armeehand verhindert bedauerlicherweise auch keine Morde (ein BW-Polizeianwärter erschoss sich und seine Freundin mit der Dienstwaffe des Vaters).
- Interessanterweise gingen Straftaten in einer amerikanischen Stadt deutlich zurück, als der dortige Sheriff das Tragen von Waffen vorschrieb.

Unsere Gesellschaft muss Wege finden und Möglichkeiten aufzeigen, wie die einzelnen Personen die angestauten Aggressionen ohne Gewalt bewältigen kann. Dies fängt im Elternhaus an, geht über Kindergarten, Schule, in den Alltag eines jeden.
Leider wird eine solche Diskussion noch nicht geführt und leider hilft Ihr Artikel, Herr Stefan Hupka überhaupt nicht Lösungen zu finden. Er schürt Aggressionen auf beiden Seiten!

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 14:25 Uhr

"Und leider weichen Sie meinem Anliegen wieder aus,"

Also gut - ein letzter Versuch.

Dann gehen wir aber mal weg von den Polizeistatistiken (Stichwort Vergleich verschwundener Waffen bei zentrale Lagerung bei Bundeswehr, Polizei, Zoll zu dezentrale Lagerung bei Sportschützen, Jäger, Sammler) und den Aussagen des BKA und den Innenexperten (Stichwort Überfall, Raub) - denen trauen einige ja ohnehin nicht.

Gehen wir in die Praxis.
Der gefühlte Sicherheitsgewinn der Forderer nach zentraler Aufbewahrung ist wohl derjenige, dass sich die Waffen dann vermeintlich nur in den Schützenhäusern befinden.
Dies ist eben genau der Irrglaube eines Außenstehenden.
Schützen sind meist in mehreren Vereinen oder benutzen mehrere Schießstände als Gast, da nicht jeder Verein die entsprechenden Schießbahnen anbietet. Die Waffe muss also zum Training außer Haus.
Die wenigsten Wettkämpfe sind im eigenen Schützenhaus. Angenommen, dass der Wettkampf morgen um 8:00 Uhr in Karlsruhe stattfindet - wie gelangt die Waffe von Stuttgart oder Villingen dort hin?
Wie gelangt die Waffe bei einem Defekt zum Büchsenmacher?
Wie gelangt die Waffe eines Jägers vom Lager in den Wald?
Wie gelangt die Waffe des Polizisten zum Einsatzort?
Es wäre also ein Leichtes an die Waffe zu gelangen und sie außerhalb des Lagers zu schaffen. Ein Sicherheitsgewinn wäre nicht gegeben allenfalls nur scheinbar.
Wer Böses im Schilde führt wird eine zentrale Aufbewahrung also nicht abhalten.

Die notwenigen Trockenübungen (auch wenn das Außenstehende ebenfalls nicht verstehen) mehrere Stunden die Woche sind dabei noch gar nicht enthalten.

Ebenfalls nicht enthalten sind Tests oder Probeschießen.

Dies nur ein kleiner Versuch zu verdeutlichen, warum es in der Praxis kein Sicherheitsgewinn wäre. In Hinblick auf die Risiken also eher ein Nachteil.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

22. September 2010 - 14:27 Uhr

@ Jonathan Weber:
Sie haben Recht. Ich sollte mich mal wieder meinem Job widmen - und das ist sicherlich nicht die Waffenindustrie.
(Es geht mir nur auf den Senkel, dass Leute über Sachen diskutieren ohne Fakten zu kennen.)

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Gerd Meuer

Registriert seit: 04.03.2010

Kommentare: 9

22. September 2010 - 14:37 Uhr

Lieber Herr Nansen,

ich mich über Ihren Familiennamen lustig machen?

Wie das denn ??

Nansen ist doch ein ehrbarer Name (da gab es schon der Geschichte GROSSE: doch!)

Und wenn man so heisst, liegt es doch nahe,
dass man auch SENSE (also ich meine dies im englischen Sinne...) schreibt...

Weiter so, der geneigte Leser wirds schon erhaschen: doch!

Prof. of Penkelemessitude

PS:
'But that's an entirely different story...' wie Monty Python sagen tät...

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 14:59 Uhr

@RS

Danke für Ihre Mühen, daher bemühe ich mich auch, entsprechend zu antworten.

Erste Anmerkung: wir reden hier nicht über organisierte Kriminalität und groß angelegte Waffenbeschaffung. Für diesen Täterkreis ist es sicherlich lohnenswerter, in ein zentrales Waffenlager einzusteigen, als viele, viele Privatpersonen aufzusuchen, keine Frage.
Aber für einen Täter, der im Affekt oder aus einer Lebenssituation heraus handelt, stellt die Waffenbeschaffung sicherlich ein erhebliches Hindernis dar, da er dann schon im Vorfeld kriminell tätig und damit auffällig werden muß.

2. Von jedem anderen Hobbysportler kann erwartet werden, daß er sein Training auf dem Sportgelände ausübt, warum also sollte ein Sportschütze für seine Trockenübungen nicht das Schützenhaus aufsuchen? Warum sollte er vor einem Wettkampf nicht seine Waffe im Schützenhaus abholen können?
Warum sollte ein Jäger nicht vorher das zentrale Lager aufsuchen können, von mir aus schon am Vorabend, bevor er auf Jagd gehen will. Aber alles kontrolliert und protokolliert, danach geht die Waffe wieder zurück ins Lager. Wo ist denn hier ein Problem?
Welcher Polizist geht denn direkt von zu Hause zum Einsatz, bei dem er eine Waffe benötigt?
Und daß Bundeswehr-Angehörige Ihre Waffen mit nach Hause nehmen, wäre mir neu, aber vielleicht hat sich das ja seit meiner Wehrdienstzeit geändert...

3. Es wäre eben kein Leichtes, die Waffe außerhalb des Lagers zu schaffen, wenn kein Wettkampf ansteht, wenn sie nicht zum Büchsenmacher muß, wenn keine Jagd ansteht... zumindest wäre es erheblich erschwert gegenüber dem freien Zugriff, das steht doch wohl außer Frage, oder?

4. Ihre Tests und Probeschießen, die Sie noch gar nicht erwähnt haben, finden hoffentlich nicht zu Hause statt...

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

22. September 2010 - 15:07 Uhr

@ Johannes "Charlton" Heston

Einen blöderen Fake-Nick haben Sie wohl nicht gefunden?

@ Walter Haberer

In meinem persönlichen Umfeld sind mir etliche Personen bekannt, die im Besitz einer Waffe, aber nicht einer WBK sind. Und dabei handelt es sich (hoffentlich) nicht um Psychopathen oder Waffennarren, sondern ganz normale Menschen (meist deutlich jenseits der 50), welche diese zum Teil geerbt oder aber irgendwann selbst erworben haben.
Ich behaupte sogar, dass man in ländlichen Regionen vermutlich in jedem zweiten Haushalt eine solche Waffe findet.

Sich illegal mit einer Waffe "einzudecken", soll angeblich recht einfach sein. Offensichtlich kann man sich sogar mit Kriegswaffen "beglücken", wenn man das nötige Kleingeld und den nötigen Mut hat.
Sogesehen werden wir uns wohl damit abfinden müssen, dass die Herkunft einer Waffe im Falle eines Amokslaufs eher zweitrangig ist. Wichtiger dürfte die Frage nach dem "Warum" sein!

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

22. September 2010 - 15:16 Uhr

@ Walter Haberer

Kurz noch zu dem "Warum" - dass ein Sorgerechtsstreit eskaliert und die "unterlegene" Partei dann Fakten schafft, kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen. Dass man es damit aber nicht gut sein lässt und dann wahllos mordend durch die Straßen zieht, ist für mich rational nicht mehr erklärbar.

Es stellt sich also die Frage, was bei diesen Menschen schief läuft und wieso sie ihren Hass urplötzlich auf wildfremde Menschen lenken!?

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Axel Saffran

Registriert seit: 25.06.2010

Kommentare: 62

22. September 2010 - 16:31 Uhr

> Warum sollte ein Jäger nicht vorher das zentrale Lager aufsuchen können,
> von mir aus schon am Vorabend, bevor er auf Jagd gehen will. Aber alles
> kontrolliert und protokolliert, danach geht die Waffe wieder zurück ins Lager.
> Wo ist denn hier ein Problem?

Es gibt jagdliche Einsätze, die leider nicht plan- und vorhersehbar sind.
Beispiel: Wildunfälle, fast ausschließlich nachts.
Wie sieht es aus, wenn jemand mehrere Tage hintereinander auf die Jagd gehen möchte - jeden Morgen die Waffe holen, abends zurückbringen - mit welchem Personal?
Das grundlegende Problem ist eben, dass Jagd fast immer "ansteht". Bei mir kann jede Nacht das Telefon klingeln, mit der Bitte, mit meinem Hund ein angefahrenes oder nach dem Schuss geflüchtetes Wild "nachzusuchen". Auch morgens um drei. Und die Spontaneität, abends, je nach Wetterlage (klarer Himmel, Vollmond) mich doch noch um den durch Wildschaden gefährdeten Acker zu kümmern (und das geht nur mit Waffe), ist einfach - aus dem praktischen Jagdbetrieb hinaus - notwendig.
Desweiteren die schon genannte Sicherheitsbedenken (die Täter von Eislingen haben ihre Schusswafen auf dem Depot des Schützenvereins gestohlen). Schützenvereine liegen aus Lärmschutzgründen nun einmal weg von jeder Behausung, so ist ein Einbrecher lange ungestört.
Außerdem: Was ist denn mit den geschätzten 20 Millionen illegaler Waffen in Deutschland ...
Und einfach einmal ein Rechenexempel: 10 Millionen legaler Schusswaffen in Deutschland, würde man in 10.000 Depots anlegen, lägen immerhin noch 1000 Schusswaffen in jedem Depot - wie sollen diese 10.000 Depots gesichert werden - wer soll bei einer Einbruchmeldung reagieren - vielleicht die Freiburger Polizei ? Ich erinnere an die Sicherheitsverwahrten ...
Die zentrale Waffenaufbewahrung ist unrealistisch, auch wenn hier mancher den Experten des BKA nicht glauben mag.

Auch noch folgendes: ein guter Sportschütze macht täglich eine halbe Stunde Trockenübungen (um die Muskulatur entsprechend zu formen, die Konzentrationsfähigkeit, das Auge zu trainieren) - das wäre ohne die Waffe im direkten ZUgriff zu haben, unrealistisch.

Es geht bei der neuerlichen Diskussion doch nur um eines:
Politiker mancher Parteien wollen sich profilieren, das überregulierte Deutschland weiter regulieren, wiederum ein kleines Stück "Freiheit", nämlich entweder die Ausübung eines Sports oder einer Freizeitbeschäftigung, dem Bürger wegnehmen.

Und keiner der Politiker möchte sich genau diese Frage stellen:
> Es stellt sich also die Frage, was bei diesen Menschen schief läuft und wieso
> sie ihren Hass urplötzlich auf wildfremde Menschen lenken!?

Weil die Antwort hierauf wäre viel teurer als einfach ein neues Gesetz zu erlassen und Bürger weiter in ihren Rechten zu beschränken.
Und das zeigt doch wieder die Verlogenheit mancher Politiker: nach Olympia sonnen sie sich gerne im Erfolg der Sportler - gerade auch der Schützen, die regelmäßig "abräumen". Und Spitzensport ist ohne eine breite Basis des Breitensports nicht möglich.

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

22. September 2010 - 16:37 Uhr

ich kann nicht nachvollziehen was an einer waffe so attraktiv sein soll und warum man überhaupt eine besitzen sollte. frage ist doch, warum sich ein mensch mit waffen ÜBERHAUPT identifizieren kann - es gibt da so ein spruch, den finde ich ganz passend: der schuss kann nämlich auch nach hinten los gehen!

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Axel Saffran

Registriert seit: 25.06.2010

Kommentare: 62

22. September 2010 - 16:40 Uhr

> Was ist an einer Waffe attraktiv ?
Genau das, was an einem Auto, einem Computer, etc. attraktiv ist: die technische Meisterleistung, die handwerkliche / Ingenieur-Kunst des Erbauers.
Die Atraktivität entsteht aus der Präzision des Werkzeugs "Waffe".
Und eine Waffe ist nunmal, auch wenn das viele nicht glauben mögen, in erster Linie ein Werkzeug - zur Jagdausübung oder zur Ausübung eines Sportes.

> Warum braucht man eine Waffe ?
Zur Jagd.
Für den sportlichen Wettkampf, in dem man sich mit anderen misst - als körperliche (Muskelanspannung, - relaxanz, Körperbeherrschung), geistige (Konzentration), "optische" (im Sinne der Schärfung des Auges, was besseres ist mir nicht eingefallen) Herausforderung.

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

22. September 2010 - 16:49 Uhr

> Was ist an einer Waffe attraktiv ?
Genau das, was an einem Auto, einem Computer, etc. attraktiv ist: die technische Meisterleistung, die handwerkliche / Ingenieur-Kunst des Erbauers.

- kann ich so ungefähr verstehen...

> Warum braucht man eine Waffe ?
Zur Jagd.
Für den sportlichen Wettkampf, in dem man sich mit anderen misst - als körperliche (Muskelanspannung, - relaxanz, Körperbeherrschung), geistige (Konzentration), "optische" (im Sinne der Schärfung des Auges, was besseres ist mir nicht eingefallen) Herausforderung.

-> Jagd? Was wird denn gejagt? Menschen?
Sportlicher Wettkampf? Wer bewegt sich denn da? Die Kugel?
Konzentration? Auf was konzentriert man sich denn da? Auf das saubere zielen um letztendlich den goldenen Schuss zu verpassen?

Was besseres dazu fällt mir leider auch nicht ein...

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Axel Saffran

Registriert seit: 25.06.2010

Kommentare: 62

22. September 2010 - 16:56 Uhr

-> Jagd? Was wird denn gejagt? Menschen?
Nein, Rehe, Wildschweine, etc. - Und wenn Sie die Berichterstattung in der Badischen Zeitung verfolgen, lesen Sie häufiger, dass aufgrund des Wildschadens in der Landwirtschaft die Jäger von vielen Seiten aufgefordert werden, noch mehr zu jagen bzw. mehr Wild zu schiessen.

> Sportlicher Wettkampf? Wer bewegt sich denn da? Die Kugel?
> Konzentration? Auf was konzentriert man sich denn da? Auf das saubere
> zielen um letztendlich den goldenen Schuss zu verpassen?
Auch wenn Ihre Kommentare vielleicht ironisch gemeint sein sollten, bzw. unsachlich herüber kommen, Tatsache ist: Schießen ist körperlich anstrengend.
Und: Konzentration auf die Koordination "Waffe", "Zielen" und "Auslösen des Abzugs".
Probieren Sie es doch einfach mal aus - Sie werden verwundert sein, wieviel Körperbeherrschung und Konzentration notwendig ist.

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

22. September 2010 - 17:11 Uhr

"Nein, Rehe, Wildschweine, etc. - Und wenn Sie die Berichterstattung in der Badischen Zeitung verfolgen, lesen Sie häufiger, dass aufgrund des Wildschadens in der Landwirtschaft die Jäger von vielen Seiten aufgefordert werden, noch mehr zu jagen bzw. mehr Wild zu schiessen."

-> Sie jagen also Wildschweine weil diese sonst den Wald schaden?! Deswegen seh ich so selten eine Wildsau im Wald ...und immer mehr Kuehlschraenke und Zigarettenkippen von Jaegern die vermeintlich auf Wildschweine warten und nebenher wohl noch ihr Bierchen kalt stellen. Der Schaden der Waelder geht also auf das Konto der Wildschweine! Das ist interessant!Ist nicht kuerzlich auch ein ungluecklicher Vorfall geschehen bei dem ein Jaeger seine Treffsicherheit testen wollte? Ich kann mich vage daran erinnern!

"Auch wenn Ihre Kommentare vielleicht ironisch gemeint sein sollten, bzw. unsachlich herüber kommen, Tatsache ist: Schießen ist körperlich anstrengend.
Und: Konzentration auf die Koordination "Waffe", "Zielen" und "Auslösen des Abzugs".
Probieren Sie es doch einfach mal aus - Sie werden verwundert sein, wieviel Körperbeherrschung und Konzentration notwendig ist."

-> Sicher ist es koerperlich anstrengend! Zumindest fuer einen Durchschnittsbuerger der sich kaum bewegt, mit dem Auto Broetchen kauft obwohl die Baeckerei um die Ecke liegt und fuer den Sport das Abdruecken einer Waffe darstellt. So etwas kann schon anstrengend sein!

Ich vermute Sie sind im Biathlon aktiv???

Ich sage: NEIN zu Waffen und Waffengewalt und verlange vom Staat das Verbot zum Besitz von Waffen und Munition in Privathaushalten!!!

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Axel Saffran

Registriert seit: 25.06.2010

Kommentare: 62

22. September 2010 - 17:15 Uhr

Hallo Herr Rogald,

gerne diskutiere ich auf einer sachlichen Ebene mit Ihnen weiter. Bei Postings wie Ihrem letzten fehlt mir leider die Grundlage hierzu.

Beste Grüße,
as

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

22. September 2010 - 17:27 Uhr

@BR
- lt. Uni Zürich: Schiesssport ist eine körperliche Herausvorderung; der Schütze verliert in einem Wettkampf bis zu zwei Liter Flüssigkeit und sein Puls geht bis auf 180 Schläge hinauf.
- Der Schütze schult z.B. seine Konzentrationsfähigkeit, Feinmotorik und Ehrlichkeit.
Diese Bereiche sind von Aussen nicht deutlich sichtbar, aber spiegelt sich bei vielen im Alltag wieder (Jugendliche können sich eine Unterrichtsstunde lang konzentrieren; eine 9,9 ist einfach keine 10 und nicht wie beim Fussball ein Foule ist es erst, wenn der Schiedsrichter pfeift)

Wie sinnig ist es im Kreis zu fahren, wie die DTM? Autotest können auch ohne diese Rennen passieren.
Wie ehrlich und sinnig ist der Radrennsport?
Wie krank muss Boxen sein? Hier wird mit Vorsatz auf den anderen eingeschlagen und alle feiern wenn es einen K.O. Sieg gibt.
Es gibt viele Sportart zu denen andere keinen Zugang haben, ein Urteil kann man sich aber erst erlauben, wenn man weiss über was man richtet.
Oder möchten Sie ohne Gerichtsverhandlung verurteilt werden, wie es wieder mit den Sportschützen passiert?

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

22. September 2010 - 17:28 Uhr

Tja, TREFFSICHER mit Worten und verbal schlagfertig sein, ist halt nicht jedermanns Sache, nicht wahr Herr Saffrat und Herr Mueller?

Ich sage: NEIN zu Waffen und Waffengewalt und verlange vom Staat das Verbot zum Besitz von Waffen und Munition in Privathaushalten!!!

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

22. September 2010 - 17:39 Uhr

Es tut mir Leid, aber Ihre Reaktion ist für mich unverständlich.

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

22. September 2010 - 17:45 Uhr

@ Herr Th. Heussmann
der so froh ist, dass noch niemand auf die Idee kam, der Polizei Schusswaffen zu verbieten...

Waren Sie schon einmal in England?

In England waeren Sie Ihrer Aussage nach nicht FROH..vielleicht ABER schon, denn wenn Sie dort als Waffenliebhaber auf die Idee kaemen ein Amoklauf zu starten, dann wuerden Sie vermutlich nur eins ueber die Ruebe geschlagen bekommen anstatt mit 17 Kugeln durchloechert zu werden!

Hat doch auch etwas oder?

ach nein stimmt, denn eigentlich ist so ein Wahnsinn ja nur mit Waffengewalt zu loesen nicht wahr?

Ich sage: NEIN zu Waffen und Waffengewalt und verlange vom Staat das Verbot zum Besitz von Waffen und Munition in Privathaushalten!!!

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

22. September 2010 - 18:14 Uhr

Wenn Sie nun England als Beispiel nehmen, dann möchte ich Sie darauf hinweisen, dass trotz Ihr gefordertes Waffenverbotes in Privathand, immer noch Amokläufe stattfinden. Der letzte mir bekannte, ist von einem Taxifahrer.
Dieses Verbot hat die Tat nicht verhindert, wie die Befürworter es vorgaukeln!

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Daniel Jäger

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 1

22. September 2010 - 19:26 Uhr

Guten Abend!
Was mich beschäftigt ist folgende Frage: Hätte die Frau ohne Zugang zu einer Schusswaffe den Schritt gewagt für den sie sich entschieden hat?
Natürlich gibt es zig andere Wege Menschen zu töten, wenn man sich dafür entschieden hat, aber eine Schusswaffe macht es so kinderleicht. Es macht meiner Meinung nach den Schritt viel leichter als wenn man zu einem Messer oder ähnlichen greifen müsste. Deswegen wage ich auch zu behaupten, dass neben jedem anderen Grund auch überlegt werden muss ob es ohne Schusswaffe so weit gekommen wäre. Eventuell, vielleicht, wahrscheinlich, ich weiss es nicht, wäre die Täterin trotzdem durchgedreht. Aber hätte dann der Krankenpfleger sterben müssen? Hätte der Mann einen Angriff mit dem Messer o. ä. abwehren/überleben können? Natürlich weiss ich keine Antwort auf diese Fragen, aber wie gesagt: Die Schusswaffe hat es definitiv einfach"er" gemacht. Und ich rede wie erwähnt nicht nur von der Tatdurchführung sondern auch von dem Schritt dahin. Ich verstehe die Sportschützen auch irgendwo, aber mal ehrlich: Schusswaffen in privatem Besitz? Was will man mit der Waffe im eigenen Heim? Ich muss sagen ich kenne diesbezüglich keine Hintergründe was Schützenvereine angeht. Ich war selber nie in einem. Aber ich lass mich gerne aufklären. :)

Meine Meinung zu Schusswaffen ohne Beachtung der Amokläufe mit eben diesen Waffen: Man mag mich dafür steinigen, aber für mich ergibt es ohnehin keinen Sinn aus dem Gebrauch von Waffen, deren eigentlicher Sinn (dafür hat man sie erfunden) das Töten ist, einen Sport zu machen.

Falls jemand der Meinung ist, dass mein Text/meine Sicht der Dinge aufgrund fehlenden Hintergrundwissens o. ä. grobe Fehler enthält lasse ich mich gerne von sachlichen/logischen Beiträgen aufklären. Danke.

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

22. September 2010 - 20:38 Uhr

Ein paar Fakten vom BKA (Kriminalstatistik 2009):

Straftaten insgesamt: 6 054 330
Straftaten gegen das Waffengesetz: 38 856
Mord und Totschlag: 2 277, davon 706 vollendet
Vergewaltigung und sex. Nötigung: 7 314
Raubdelikte: 49 317
gefährliche u Schwere Körperverletztung: 149 301
Rauschgiftdelikte: 235 842
Tatverdächtige sind gute 2/3 männlich und knappe 1/3 weiblich
Aufklärungsrate bei Mord 95,7%

Leider findet man nichts in der aktuellen Statistik über verwendete Tatwerkzeuge.

Die einzigsten Infos:

Eine Verteilung von Tatwerkzeuge zu Tötungsdelikten im Grossraum Frankfurt aus dem Jahr 1998:

Messer: 369
illegaler Waffen: 91
legal besessener Waffen: 6
Kettensäge, Motorradhelm, Golfschläger: je 1
Straftaten von Polizisten unter Verwendung der Dienstwaffe: 20

Dies sind doch interessante Eckdaten!

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Rudolf Weiher

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 3

22. September 2010 - 20:54 Uhr

Die sogenannte "zentrale Lagerung" von privaten Schußwaffen in den Anlagen von Schützenvereinen ist ein scheinheiliges, ja unehrliches Argument der Anti-Waffen-Ideologen - es bedeutet in der Praxis nämlich nichts anderes als das Aus durch die Hintertür für den legalen privaten Waffenbesitz.
Wohlwissend, daß die große Mehrheit der Schützenvereine weder finanziell noch organisatorisch/personell in der Lage wäre, die dann über sie hereinbrechenden behördlichen Auflagen zu schultern.
Eine Tresorschließanlage für hunderte von Waffen und deren Munition plus Alarmvorrichtungen und womöglich noch Rund-um-die-Uhr-Bewachung kann sich die große Mehrheit der Vereine nicht leisten.
In Zeiten, wo Vereine aller Art um ihren Fortbestand kämpfen mangels Mitgliedern, die bereit sind, ihre Freizeit in eine ehrenamtliche verantwortliche
Vereinstätigkeit zu investieren, werden sie niemanden finden, der auch noch die Aufgabe eines "Waffenwarts" mit am besten grenzenloser zeitlicher
Verfügbarkeit und evtl. noch peinlichster Buchführungspflicht der Waffenausgabe und des Munitionsverbrauchs übernimmt - natürlich bei voller strafrechtlicher Haftung, falls irgendwelche Unregelmäßigkeiten festgestellt werden sollten.
Mal abgesehen davon, daß Waffen regelmäßig gewartet oder auch mal zum Büchsenmacher müssen, daß man als Sportschütze das ganze Jahr über nicht nur auf der heimischen Anlage schießt sondern auch Auswärtswettkämpfe und -Meisterschafts- und Trainingstermine bestreitet.
Und wie soll das mit der Anschaffung von Munition laufen? Jede Waffe, selbst gleichen Kalibers, benötigt zu einer präzisen Trefferleistung eine
bestmöglichst auf sie abgestimmte Patrone. Das heißt im Klartext, daß ich nicht einfach irgendwo für alle Schützen eine Europalette Patronen Kaliber XXX sammelbestellen kann.
Und was machen wir mit den vielen Sportschützen, die sich bisher - völlig legal und behördlich genehmigt - ihre Patronen zuhause selber herstellen - sogenannte "Wiederlader"?
Fragen über Fragen, mit denen sich die Forderer nach zentraler Lagerung nicht weiters belasten.
Für die Schützenvereine in Deutschland und den Breitenschießsport wäre es das Aus und käme in der Wirkung einem Total-Legalwaffenverbot gleich.
Zudem hat die Vergangenheit eines bewiesen: die Waffenrechts-Verschärfungsfraktion gibt nie Ruhe, egal, welche neuen und oft sehr kostspieligen und einschränkenden Auflagen von den Waffenbesitzern erduldet werden müssen. Für sie hat Deutschland erst dann ein "scharfes" Waffengesetz, wenn der legale Waffenbesitz völlig verboten ist.
Und dieses bei totaler Ignoranz der Tatsache, daß die überwältigende Mehrheit der geschätzten 3 - 4 Millionen legalen Waffenbesitzer in Deutschland nachweislich verantwortungsbewußt mit ihren Sportgeräten umgehen.
Die angebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch den legalen Waffenbesitz, die uns von gewissen Kreisen bei jeder Gelegenheit lautstark
suggeriert wird, ist beim genauen Blick auf die nüchterne Faktenlage - siehe z. B. die offiziellen Kriminalitätsstatistiken des Bundeskriminalamtes - schlicht und ergreifend nicht existent, sondern bestenfalls als "abstrakt" zu bezeichnen.
Warum wohl betonen die größten Gewerkschaften der Polizei in Deutschland aktuell, daß der legale Waffenbesitz keine Gefahr für die öffentliche
Sicherheit ist und lehnen weitere Gesetzesverschärfungen als unnötig ab?
Sind etwa auch sie schon infiltriert von der oft herbeiorakelten, geheimnisvoll im Hintergrund werkelnden "Waffenlobby"?
Die zweifelsohne schrecklichen Amoktaten der letzten Jahre sind alle möglich geworden, weil sich Menschen nicht an geltende Gesetze hielten.
Gesetzesverschärfungen und Präventivverbote bewirken bei denen, die sich eh nicht daran halten, absolut gar nichts.
Aber die riesige Mehrheit derjeniger, die sich schon immer gesetzestreu verhalten haben, wird in der Ausübung ihres friedlichen, weltweit sogar
olympisch betriebenen Hobbies immer weiter eingeschränkt bis zur totalen Unmöglichmachung.
Aus diesen Gründen kann es jetzt für jeden legalen Waffenbesitzer nur noch eine Marschrichtung geben - Widerstand mit allen erlaubten Mitteln gegen jede weitere sinnlose und völlig unverhältnismäßige Waffenrechtsverschärfung (sprich kollektive Aburteilung und Bestrafung von Millionen rechtschaffener und gesetzestreuer legaler Waffenbesitzer) wegen der Unrechtstaten einiger weniger.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

22. September 2010 - 22:25 Uhr

Ein "Waffenwart" wäre also zuviuel verlangt, das kann sich kein Verein leisten... jeder Fußballverein auf dem Dorf hat einen Platzwart, der auch ehrenamtlich tätig ist, aber von Schützen kann man nicht verlangen, daß sie über ihren Munitionsverbrauch Buch führen?

Wettkämpfe, Trainingstermine, Büchsenmacher... wozu brauchen Sie hier die Waffe zu Hause? Die können Sie sich ohne Probleme vorher holen.
Patronen selber basteln... warum nicht? Dazu brauchen Sie doch die Waffe nicht, und falls doch, machen Sie's eben im Schützenhaus...

Im übrigen geht es hier nicht um irgendwelche Statistiken, sondern einen ganz konkreten Fall, bei dem vieles dafür spricht, daß die Tat nicht in der Form stattgefunden hätte, wenn die Frau keinen direkten Zugriff zur Waffe gehabt hätte.

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Peter Marx

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 1

22. September 2010 - 22:30 Uhr

Interessant ist es, dass immer nur von Schusswaffen geredet wird. Sollten nicht auch alle Messer, Baseballschläger, Hockeyschläger und und und zentral gelagert und weggeschlossen werden? Wie oft am Tag wird jemand mit dem Messer bedroht und ausgeraubt? Das wird allerdings kaum noch in der Presse bekannt gemacht, ist einfach alltäglich und normal geworden. Ich finde es ist zu einfach immer loszuschreien, die Schusswaffen gehören verboten, weggeschlossen oder zentral aufbewahrt zu werden. Es sollten erst mal alle jetzigen Vorschriften und Gesetze kontrolliert und auf deren Einhaltung gedrungen werden.

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Manfred Kessler

Registriert seit: 03.01.2010

Kommentare: 447

22. September 2010 - 22:33 Uhr

Wenn ein Sportschütze sein Hobby ausübt soll er dies im Verein tun.
Und NUR dort gehören auch die Waffen hin!
Und das Argument dort könnte eingebrochen werden usw zählt in meinen Augen nicht.
Dies kann einem auch zu Hause passieren.

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Peter Rapp

Registriert seit: 25.09.2009

Kommentare: 727

23. September 2010 - 00:47 Uhr

Sportler stehen keineswegs unter Generalverdacht.

Waffen allerdings von vornherein. Denn das sind hochentwickelte Maschinen, die dazu dienen, in irgendwas größere oder kleinere Löcher zu schießen.

Oder in irgendwen, die Waffe macht da wenig Unterschied. Schiesst man so ein Loch in irgendwen, dann ist der tot oder verstümmelt. Das muss ausgeschlossen werden können. Nicht nur durch das – offensichtlich leicht zu umgehende und kaum überwachbare - Verbot für jeden nicht mit der Wahrnehmung staatlicher Gewalt öffentlich Beauftragten, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen. Sondern durch wirksame Maßnahmen.

Bei Substanzen, die dazu entwickelt wurden, in irgendwas große Löcher zu sprengen, ist das schon bisher gar keine Frage. Die darf niemand besitzen, damit darf niemand handeln und damit darf niemand nirgendwo hantieren, der dazu nicht eine Ausnahmegenehmigung zu einem genauestens definierten Zweck an einem genau bestimmten Ort besitzt.

Das muss auch für Waffen gelten. Die sollen durchaus denen, die das Schießen von Löchern in Gegenstände für Sport halten, zur Ausübung ihres Sports dienen dürfen. Wenn der wie bisher an genau definierten Orten unter tausendundeiner Sicherheitsmaßnahme stattfindet.

Und sonst niemandem, nirgendwo und unter keinen anderen Umständen.
Sportwaffen gehören ein für allemal so wirksam weggeschlossen, dass ihr Gebrauch außerhalb von Schießsportstätten gar nicht mehr vorkommen kann. Für Jagdwaffen sehe ich das übrigens genauso.

PR

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Sascha Kotzian

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 333

23. September 2010 - 08:43 Uhr

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen hier nicht mehr zu schreiben,

da ich aber am Sonntag leider in Lörrach war, und ich als die Polizei mich und die umstehenden hektisch aus der Gefahrenzone raus gebracht haben und ich die Angst in den Gesichtern der Polizisten gesehen habe, kann ich nicht ruhigen Gewissens zusehen wie hier wieder Argumentiert wird.

Es spielt keine Rolle ob legal oder illegal, jede Schusswaffe ist tödlich, wie man in Winnenden und jetzt auch bei uns in Lörrach gesehen hat führen auch legale Waffen immer wieder zu solchen Tragödien, es war eine legale Waffe die uns in Angst und schrecken versetzt hat.

Schiesssport gehört in Deutschland komplett verboten, auch bin ich dafür das Deutschland dafür einsteht den Schiesssport bei den Olympischenspielen abzuschaffen. Es bringt nichts Waffen gesammelt in irgendwelchen Tresoren zu lagern, diese Waffen müssen weg, für immer! Wenn es keine Legalen Waffen mehr gibt, werden Kapazitäten frei die man nutzen kann um illegale Waffen aufzuspüren.

An all die die hier von Messern Baseballschlägern usw. anfangen. Wenn Ihr einem Baseballschläger ins Auge seht, habt Ihr wenigstens eine Chance, wenn Ihr mit 9 anderen vor einem Täter mit Messer wegrennt, kann er euch nicht allen nacheinander in den Rücken schießen Menschen die behaupten ein Messer oder ein Baseballschläger wären bei einem Amoklauf genauso gefährlich wie eine Pistole leben wohl in einem falschen Universum.

Wenn jemand mit einem Messer vor mir steht habe ich immerhin eine Chance mich zu wehren, bei einer Pistole habe ich diese Chance nicht!

Alle die jetzt Aufschreien wegen dem Verbot einer Sportart, stellt euch doch mal einen Amoklauf mit einem Fußball, mit Schachfiguren einer Frisbeescheibe vor…

Wenn für den Schiessport kein Weg gefunden wird ohne tödliche Waffen auszukommen gehört dieser Sport komplett verboten!
Von mir aus baut euch Pistolen wie beim Nintendo wo man simuliert auf den Bildschirm schießt, aber fangt endlich an, an die Menschen zu Denken die Ihr mit euren jetzigen Waffen gefährdet!

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Rudolf Weiher

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 3

23. September 2010 - 09:13 Uhr

Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, hier den einen oder anderen aus dem einbetonierten Reich der ideologischen Fantasien zurück auf den Boden der Wirklichkeit zu holen...

@J. Allgaier:

Es geht gar nicht darum, was irgendwer für wen für zumutbar hält (im oft mediengeschürten gegenseitigen Zerfleischen verschiedener Bevölkerungsgruppen untereinander sind wir Deutsche eh Weltmeister) oder nicht. Sie werden schlicht und ergreifend niemanden ehrenamtlich für so eine undankbare Tätigkeit finden - beinhaltend am besten noch Leibesvisitation jedes einzelnen Schützen nach dem Schießen zwecks Munitionskontrolle. Und das selbstverständlich bei voller persönlicher Haftung.
Möchten Sie unter solchen fast schon totalitären Bedingungen ihr Hobby ausüben?
Zum Thema Auswärtstermine und Büchsenmacher: Selbstverständlich muß man die Waffe hierfür nicht unbedingt zu Hause haben.
Aber sobald ich sie dafür ausgehändigt bekomme - samt Munition, oder ich hab mir die Munition anderweitig besorgt - befindet sich beides erstmal in meinen Händen ohne jedwelche Kontrolle darüber, was ich nun damit vorhabe.
Wer in der Vereinsanlage soll mich eigentlich aufhalten - spätestens wenn ich mit geladener Waffe in der Hand mir den Weg nach draußen erzwinge?
Sollen das etwa auch noch die Schützen untereinander regeln - nebst amtlich vorgeschriebenem Mißtrauen und Bespitzelung untereinander?
Nicht vergessen: alle bisherigen Amoktaten waren geplante Taten - und Gesetze und Regeln - seien sie noch so streng - wirken nur bei denjenigen, die sie auch beachten. Ansonsten sind sie wirkungslos!
Und zum Vergleich "Platzwart im Fußballverein" und den hier diskutierten völlig weltfremden Forderungen an die Schützenvereine halt ich es mal mit den berühmten "Äpfeln mit Birnen"...

@M. Kessler:
Sie denken zu kurz: bei einem Einbruch im "Zentrallager" fielen den Tätern ein vielfaches mehr an Waffen und Munition in die Hände als bei einem Einbruch in private Räume - wo man im Gegensatz zum "Zentrallager" erstmal wissen muß, daß dort überhaupt Waffen und Munition lagern.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 09:23 Uhr

@Rudolf Weiher

„Die sogenannte "zentrale Lagerung" von privaten Schußwaffen in den Anlagen von Schützenvereinen ist ein scheinheiliges, ja unehrliches Argument der Anti-Waffen-Ideologen - es bedeutet in der Praxis nämlich nichts anderes als das Aus durch die Hintertür für den legalen privaten Waffenbesitz.“

Ist das so? Na dann bin ich um so mehr für die zentrale Lagerung. Schluss mit der privaten Bewaffnung. Wir brauchen keine Privatarmeen. Wir haben genug davon, von Möchtegernrevolverhelden immer wieder bedroht zu werden.

Wenn die Räuber und Gendarm spielen wollen, dann geht das auch mit Holzstöcken. Man frage bei der fantasiebegabten Jugend nach.

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

23. September 2010 - 09:30 Uhr

Die Angst ist verständlich, aber die wunderbare, gewaltfreie Welt, wie es Gegner von legalem Waffenbesitz aufzeichnen, ist ein Traum!

England hat privaten Waffenbesitz verboten und wo ist nun die amokfreie Welt?
Die Straftaten mit Todesfolgen sind deutlich angestiegen und Amokläufe finden immer noch statt!!!

Dies belegt den Irrglauben, dass die legalen Waffen einen Amoklauf ermöglichen.

Komisch; der Amoklauf eines Polizeianwärtes mit der Dienstwaffe des Vaters interessiert niemanden und dies geschah zwischen Winnenden und Lörrach.

Die Wut, Verzweiflung und Hass konzentriert sich nur noch auf Sportschützen - das neue Feindbild?

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 09:33 Uhr

Ich kann es schon nicht mehr hören. Immer wenn nach so einer Tat die Schützen angesprochen werden mit der Bitte, doch möglichst alles zu tun, um den privaten Zugriff auf Tötungswaffen zu erschweren oder auszuschliessen, dann hört man nur „geht nicht, bringt nichts, haben wir immer schon so gemacht …“. Und das Argument, das am meisten beeindruckt, ist die Angst, man wolle den privaten Waffenbesitz verbieten. Ja natürlich, das könnte ja den Untergang des Abendlandes bedeuten, wenn niemand mehr mit einer Knarre herumlaufen dürfte. Nun, die meisten Menschen besitzen (Gott sei Dank) keine Waffe. Die Minderheit der Bewaffneten wird das auch überleben.

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Rudolf Weiher

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 3

23. September 2010 - 09:34 Uhr

@Walter Haberer:

Ihre Äußerungen sind rein ideologisch motiviert frei nach dem Motto "bitte verschonen Sie mich mit Fakten, ich habe bereits meine Meinung."
Dazu noch erliegen sie einem in der Realität nachweisbar nicht zu begründenden Bedrohungsempfinden, das Ihnen die einschlägigen Medien erfolgreich eingebläut haben. Bewahren Sie sich ihre Beratungsresistenz und fantasieren Sie weiter. Diskussion zwecklos.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 09:44 Uhr

@ Markus Müller

„Komisch; der Amoklauf eines Polizeianwärtes mit der Dienstwaffe des Vaters interessiert niemanden und dies geschah zwischen Winnenden und Lörrach.“

Auch dieser Lauf geschah mit einer legalen Waffe. Aber komisch ist daran nichts.
Es ist immer das gleiche Lamento der Waffenbesitzer. Nach so einem Ereignis bewegt sie nur eine Sorge: „Bloss nicht an unseren Privilegien kratzen. War ja ohnehin nur einer von statistisch seltenen Amokläufen“. Nur befanden sich nicht wenige der hier Schreibenden ganz nah beim Ort des Geschehens. So mancher weiss noch nicht einmal, wie knapp er am Tod vorbeigegangen ist. Da sind einem schon die „Sorgen“ der Schützen ziemlich Wurscht. Die Wirklichkeit erlebt zu haben, lässt einen die Statistik ignorieren. Wer stundenlang die Martinshörner hörte und nicht wusste, wer von den Bekannten möglicherweise unter den Opfern ist, den interessieren die Zahlenspielchen der Lobbyisten nicht. Die Statistik ist was für Schreibtischtäter. Die Wirklichkeit spielt sich nicht im Labor ab.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 09:57 Uhr

@Rudolf Weiher

Es ist schon ziemlich vermessen, von Ideologie zu sprechen, wenn man gerade real existierende Ereignisse mit verfolgt hat. Mag sein, dass Sie aus weiter Ferne die Rechte der Waffenträger verteidigen. Doch wer in der Nähe war, den kümmern die banalen Sorgen um die Rechte der Schiesssportler eigentlich herzlich wenig.

Die besserwisserischen „Experten“ hingegen tranken irgendwo in München, Berlin, Stuttgart oder sonstwo gemütlich ein Bier. Aber der Ort des Geschehens war Lörrach, und bedroht waren nicht diese „Experten“, die uns belehren wollen, belehren, dass die Gesetze, welche auf ihr Anraten zusammengebastelt wurden, geeignet seien, die Menschen zu schützen. Natürlich werden diese „Experten“ an ihrer Ideologie gerade jetzt nicht rütteln lassen, wollen sie doch nicht Gefahr laufen, dass noch eine Diskussion über ihre Mitverantwortung in Gang kommt. Nein, diese „Experten“ sind nicht unbefangen genug, um die betroffenen Menschen in Winnenden oder Lörrach zu überzeugen.

"bitte verschonen Sie mich mit Fakten, ich habe bereits meine Meinung."

Die Fakten finden Sie rund um das Elisabethenkrankenhaus in Lörrach oder in Winnenden, aber nicht bei den „Experten“ in ihrem Wolkenkuckucksheim.

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giselher schladerer

Registriert seit: 23.12.2009

Kommentare: 781

23. September 2010 - 10:07 Uhr

125 Kommentare von Experten,dabei ist es doch so einfach:
Wer töten will,findet immer die Mittel dafür.
Ich habe meine meine Dienstwaffe aus dem WK2,wie es das Gesetz befiehlt,
in 3 Teilen dem Landratsamt zur Verschrottung ausgehändigt.
Wenn ich trotzdem mal Tötungsabsichten bekommen sollte,nehme ich mir
Wilhelm Tell zum Vorbild.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 10:13 Uhr

@Rudolf Weiher

Was Sie in Ihrem Beitrag vom 22. September 2010 - 20:54 Uhr schreiben, ist ein einziges Plädoyer gegen die Schiesssportvereine. Nicht einmal die von Ihnen genannten Auflagen „schultern“ die Vereine, nicht einmal die ordentliche Verbuchung des Munitions- und Waffenbestandes, nicht einmal ein Waffenwart ist dort üblich? Ja, Himmel, das wird ja immer schlimmer. Was sind Sie denn überhaupt bereit, zur Sicherheit Ihrer Mitmenschen zu leisten?
Eine ganz selbstverständliche Organisation, schlicht Ordnung, halten Sie schon nicht für bezahlbar. Aber für Waffen und Munition sitzt das Geld locker. Nur Sicherheit, die ist Ihnen zu teuer. Das war ein Offenbarungseid, Herr Weiher.

Von „Experten“ oder „Fakten“ brauchen wir jetzt wohl nicht mehr reden. Dabei ginge es dann ohnehin nur um die Rechtfertigung für Zustände, die nur noch Kopfschütteln auslösen können.

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

23. September 2010 - 10:28 Uhr


@Walter Haberer

- Statistik nimmt die Emotionen heraus und zeigt Fakten auf.
- Die erwähnten "Zahlenspielchen" sind vom Bunderskriminalamt und werden seit Jahrzehnten gleich ermittelt.
- Sie schreiben über ihre Emotionen und machen Annahmen. Wurden sie von der Amokläuferin beschossen?
- Dem indirekten Vorwurf, ich wüsste nicht von was ich schwetzt, entgegne ich "unter Beschuss liegen kenne ich"!
- Waffen zu Besitzen ist genauso priviligiert wie Autofahren. Es ist mit Auflagen verbunden, die sie vorher erfüllen müssen.
- Eine Dienstwaffe der Polizei ist keine private Waffe.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 10:48 Uhr

@Markus Müller

„Statistik nimmt die Emotionen heraus und zeigt Fakten auf.“

Also, das mit den Emotionen mag ja stimmen, aber bei den Fakten sieht es nicht ganz so gut aus. Statistiken addieren und dividieren Zahlen und ermitteln dann Durchschnittswerte bzw. Kennzahlen, welche dann Grundlagen für Aussagen über Wahrscheinlichkeiten liefern. Doch die Wirklichkeit bilden sie nicht ab. Ginge es etwa nach der Statistik, so gäbe es praktisch nie einen Lottogewinner, denn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand 6 Richtige tippt, ist so gering, dass man von einer Unwahrscheinlichkeit reden könnte. Nach solchen Statistiken werden Restrisiken errechnet und auf deren Basis Bauvorhaben wie die Errichtung von Kernkraftwerken befürwortet. Doch eben diese Statistik, diese Wahrscheinlichkeitsrechnung, verleitet zu verhängnisvollen Fehleinschätzungen. Tschernobyl ist ein Beispiel dafür. Niemand, der eine solche Wahrscheinlichkeitsrechnung zur Entscheidungsgrundlage heranzieht, hört die Warnung der Statistiker, dass eine zahlenmässig geringe Wahrscheinlichkeit eben nicht einer Unwahrscheinlichkeit entspricht. Das Ereignis kann eben dennoch eintreten. Und wenn es sich dabei um eines handelt, das tödlich ist, dann zeigt sich eben, dass Statistik zwar emotionslos ist, aber, weil sie die Wahrheit nicht sagt, sondern nur Wahrscheinlichkeiten vorrechnet, im Zweifel Grund für Emotionen sein kann.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 10:54 Uhr

@Markus Müller
„Die erwähnten "Zahlenspielchen" sind vom Bunderskriminalamt und werden seit Jahrzehnten gleich ermittelt.“
Also, das Bundeskriminalamt wird hier immer wieder angeführt, als handle es sich um eine sakrosankte Instanz. Das kann man wohl von einer Einrichtung nicht sagen, die mit der CIA zusammenarbeitet, von der wir alle wissen, dass die nun gerade nicht für unser aller Sicherheit steht.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

23. September 2010 - 11:16 Uhr

Liebe Waffengegner,
versuchen Sie doch einfach mal die Denkweise eines Amokläufers nachzuvollziehen! Nahezu alle dieser Taten wurden zuvor akribisch geplant und sind nicht aus einer spontanen Laune heraus ausgeführt worden. D.h. also, dass der oder die Täter/In genug Zeit hat, sich die eingesetzten Waffen zu besorgen. Ob es sich dabei nun um eine zweckentfremdete Sportwaffe oder eine auf dem Schwarzmarkt besorgte Kriegswaffe handelt, dürfte dabei für den Täter nicht von Belang sein. Eine AK47 soll z.B. auf dem Schwarzmarkt ab ~ 500€ gehandelt werden und übertrifft in ihrer Wirkung alle Sportwaffen, wie auch die der MP5.

Wieso sollten also Restriktionen gegenüber legalen Waffenbesitzern Amokläufe verhindern?

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

23. September 2010 - 12:41 Uhr

@Frank Ebert

vielleicht irren sie sich (hier wäre eine entsprechende Statistik mal sehr interessant!): hatten/haben nciht die meisten Amokläufer relativ einfachen Zugriff auf eine Waffe?
Die meisten werden jedenfalls im Vorfeld ihrer Tat nicht im geringsten auffällig. Sich aber unter Aufwand krimineller Energie eine Schußwaffe besorgen zu müssen, würde sie auffällig werden lassen.
Zudem erscheint es mir ein bißchen schwieriger zu sein, als sie es hier darstellen, sich auf dem Schwarzmarkt eine Waffe zu besorgen.
"Du Schatz, bring doch noch gleich eine AK47 mit und 500g von diesen 9mm-Patronen...".
Also ich wüsste nicht, wo ich den nächsten Schwarzmarkt finde...

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Hape Maika

Registriert seit: 23.09.2010

Kommentare: 1

23. September 2010 - 12:44 Uhr

Wieso immer "Die Rechtsanwältin und Sportschützin besaß die Berechtigung für vier Waffen"

Die gute RA war seit 14 Jahren nicht mehr in einem Verein aktiv !
Klarer Behördenfehler das die Waffen noch in ihrem Besitz waren.

Bei uns bekommt der Ehepartner 3 Tage nach dem Ableben des Partners schon Post vom Amt "Die Waffen sind zu veräusern oder unbrauchbar zu machen".

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Sascha Kotzian

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 333

23. September 2010 - 12:55 Uhr

Komplettes Verbot des privaten Waffenbesitzes!
Zuwiederhandlungen ab 5 Jahren Knast aufwärts!
Freiwerdende Mittel die bislang bei Kontrollen des Legalwaffenbesitzes gebunden waren für die ermittlung von illegallen Waffen einsetzen.

Uns ist Jacke wie Hose ob unsere "lieben" Schützen sich nicht in ihren ach so traditionellen Privilegien einschränken wollen! Wieviel Menschen müssen denn noch sterben? Jede eurer Schusswaffen ist tödlich! Und zwar bei weitem tödlicher als irgend ein Messer oder ein Baseballschläger, ihr wisst das dass wahr ist, ihr wollt nur nicht wahr haben das wir eure Waffen nicht mehr in unserem Land wollen! Am besten gleich EU weites Verbot!

Ich war in Lörrach, ich hab die Schüsse gehört, die Angst in den Gesichtern gesehen und ich bin gerannt wie schon lange nicht mehr...

Wir brauchen gar nicht über Tresore in irgendwelchen Vereinsheimen streiten, auch die bringen nichts. Nur ein totales verbot kann uns von dieser Gefahr befreien und uns ermöglichen uns auf die nächste Gefahr, die illegalen Waffen, zu konzentrieren!

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Sascha Kotzian

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 333

23. September 2010 - 12:59 Uhr

@ Maika

Es stimmt zwar das Sie in keinem Verein mehr war, zum Zeitpunkt ihres Austritts jedoch war die Rechtslage so das Sie die Waffen behalten durfte, damit waren diese Waffen legal. Ich meine erst ab 2004 muss ein Schütze bei einem Austritt aus seinem Verein nachweisen das er weiterhin ein berechtigtes Interesse daran hat weiterhin seine Waffen zu besitzen (z.B. baldiger Eintritt in einen anderen Verein, etc.)

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 13:23 Uhr

@Markus Müller
„Die Angst ist verständlich, aber die wunderbare, gewaltfreie Welt, wie es Gegner von legalem Waffenbesitz aufzeichnen, ist ein Traum!“
Wie wahr, aber es gibt Menschen, die das sagen und dann zur Tagesordnung übergehen, und es gibt solche, die sich damit nicht zufrieden geben und daher immer wieder aufs Neue versuchen, dieses Elend zu bekämpfen. Und da gibt es noch eine dritte Kategorie, jene, die mit Gewalt spielen, sie zum Sport erheben, sei es im Boxring oder bei der Ballerei auf eine Zielscheibe. Und genau da können wir anfangen, uns aus unserem fatalistischen Phlegma heraus zu bewegen. Genau dort, wo Gewalt als Sport verherrlicht wird, kann man beginnen, eine etwas bessere Welt zu bauen, indem man darauf verzichtet, die Zerstörung der Gesundheit oder das Simulieren von Tötung zum Sport zu adeln. Nun höre ich wieder einen Aufschrei der Schützen. Aber geht es nicht bei den Schützen gerade darum, möglichst gut zu treffen? Gehört das nicht auch dazu, wenn man möglichst sicher töten will? Genau diese Fähigkeit liess die Amokläuferin die Opfer in penetranter Arroganz spüren. Sie war, das zeigte sie, nicht nur eine zu allem entschlossene Amokläuferin, sie war auch eine erfahrene treffsichere Sportschützin.

Die Gefährlichkeit legaler Waffen liegt in der Tatsache, dass mit ihnen offen geübt werden kann. In vergleichbarer Situation, bei der Bedrohung eines Menschen also, ist der Besitzer einer legalen Waffe eventuell gefährlicher als der einer illegalen Waffe, denn letzterer kann nicht in einer eigens dafür eingerichteten Vereinsanlage das treffsichere Schiessen üben. Die Gefahren sind also unterschiedlich verteilt. Die legal gehandhabte Waffe ist treffsicher, die illegal besessene Waffe dient mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu kriminellen Zwecken. Doch tödlich sind sie beide. Es ist also völlig abwegig, wenn die Schützen in der Diskussion um die Begrenzung des Waffenbesitzes zu den illegal besessenen Waffen ablenken.

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

23. September 2010 - 13:28 Uhr

Hab grad was von meinem Freund zugemailt bekommen (gefunden im WWW) das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf.

Diese ganze Waffendiskussion macht zumindest für mich eins klar: Im Wesentlichen geht es um eine große Hilflosigkeit. Wir leben in einer Welt, in der jeder Furz digitalisiert wird, um einer breiten Öffentlichkeit präsentiert zu werden.

Wir erfahren von Erdbeben und anderen Naturkatastrophen in Regionen, die wir nicht mal mit dem Finger auf der Karte zeigen können; wir nehmen Anteil an Geschehnissen, die uns noch vor wenigen Jahren nicht erreicht hätten; wir erleben hautnah, wie Menschen in China ausgebeutet werden und verschüttete Bergleute in Chile Fußball gucken.

Wir sind Informations-Opfer. Alle miteinander.
Und wir können auf nichts Einfluss nehmen, nichts verändern. Wir müssen akzeptieren, dass Leben und Tod und eben auch digitale Fürze passieren.

All das verursacht Angst. Wir sind Spielbälle des Schicksals. Und da ist eben schön, wenn jemand mit einer Schußwaffe Amok läuft. Da kommt das Schicksal nämlich in unsere Nähe und wir können versuchen, dem Ding in den Arsch zu treten indem wir Schußwaffen verbieten.

Was wirklich putzig ist, weil das Schicksal nämlich eine WBK besitzt, auf der von der Plastiktüte über den Vorschlaghammer und der KK-Waffe bis hin zu unartig bösen chemischen Gemischen und motorbetriebenen Fahrzeugen alles eingetragen ist, was Leben nehmen kann. Darüber hinaus hat das Schicksal auch die Lizenz zum Töten und macht davon reichlich Gebrauch.

Jetzt versuchen vereinzelte Menschen, die an ADS leiden, den Fokus weg vom Schicksal hin zum privaten Waffenbesitz und dessen Verbot zu lenken, weil der nämlich im Gegensatz zu einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder einem mittelschweren Erdbeben gesetzlich geregelt ist.

Heureka! Wir können was gegen das Schicksal tun! Na, bitteschön! Wer sagt's denn! Wir müssen nur die Waffen verbieten und schon bleibt ein Prozentsatz jenseits von zehn Nullen hinter dem Komma möglicherweise am Leben.

Das doofe daran: Wir können nicht empirisch nachweisen, dass wir dem Tod ein Schnippchen geschlagen haben, weil wir nie erfahren werden, ob deswegen weniger Menschen sterben. Vermutlich nicht. Aber wenn man die Dinger verboten hat, gerät das Gefühl nur Treibgut zu sein in den Hintergrund und man macht sich weniger Gedanken darüber, dass man Erdbeben eben nicht verhindern kann.

Ich für meinen Teil sehe jedenfalls nicht die Waffe als das Problem an, sondern die Reizüberflutung an Informationen, die uns zwingt an jedem Schicksal auf dieser Erde teilhaben zu müssen – inklusive digitaler Fürze.

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

23. September 2010 - 13:46 Uhr

Tagtäglich sehen wir in den Medien Personen, welche sich als Heilsbringer und selbsternannte Waffenrechtsexperten bezeichnen- seien es Politiker auf Wählersuche, grundsätzliche Waffengegner oder auch einfache Mitläufer welche ein schärferes Waffenrecht fordern.

Tragödien wie Winnenden oder Erfurt (wie sie auch auf der ganzen Welt vorkommen) und jetzt Lörrach, sind sicher eines der schlimmsten Dinge was Familien und Angehörigen passieren kann- Mein tiefes Mitgefühl ist den Opfern und Hinterbliebenen gewiss - und darin ist sich, so glaube ich, jeder einig: So etwas darf nicht passieren!

Aber es passiert- beinahe wöchentlich - auf der ganzen Welt.

Wenn so etwas in Deutschland passiert, dann ist es klar, dass die Mehrheit der Personen, welche von der gesamten Materie gar keine Ahnung haben, sofort in das populistische Geschrei diverser "Politiker/inen" und Waffengegner nach schärferen Waffengesetzen, mit einstimmen.

Fakt ist, wir haben in Deutschland eines der schärfsten Waffengesetze überhaupt- Jeder legale Waffenbesitzer wird vor seiner Erwerbsberechtigung (und auch auf die Dauer des gesamten Waffenbesitzes) intensiver durchleuchtet und registriert als ein normaler Bundesbürger in seinem ganzen Leben. Zur Aufbewahrung von Waffen gibt es klare Richtlinien welche zwingend einzuhalten sind- werden diese Richtlinien befolgt, kann von legalen Waffenbesitzern keine Gefahr für andere Menschen ausgehen - und Punkt.

Wir möchten uns nicht über das ganze bestehende Waffengesetz "auslassen" - Jeder gewissenhafte Waffenbesitzer kennt diese in- und auswendig und handelt danach. Wer mehr erfahren will kann sich gerne die Seite http://www.fwr.de (Forum Waffenrecht) anschauen - dort gibt es genügend seriöse Informationen.

Was uns einfach nervt, ist dass durch die Unfähigkeit unserer Mitmenschen und damit meine ich alle, welche nach einem schärferen Waffengesetz rufen, grundsätzlich Menschen sind welche keine Selbstverantwortung übernehmen - warum auch - es ist doch einfacher nach dem Staat und neuen Gesetzen zu rufen, die Verantwortung abzugeben und sein eigenes "kleines Leben" weiterzuleben.
Warum geschehen solche Tragödien? Wegen der Waffen ? NEIN! > Weil Menschen (und nicht nur die Eltern sondern auch das gesamte Umfeld) kläglich versagen, keine gegenseitige Verantwortung übernehmen und diese lieber "an höhere Stellen" abgeben.

Was ist das Ende vom Lied? Der Staat wird wenn es so weitergeht ALLES regeln - Selbstständigkeit ade -
Irgendwann einmal wird der Staat den Menschen auch die Entscheidung abnehmen ob und wie viele Kinder man verantworten kann, in welche Länder man reisen darf, und wie viel Quadratmeter Wohnraum pro Kopf zustehen---- und alles nur weil die Menschen zu blöd sind Verantwortung zu tragen, zu Entscheiden und daraus resultierende Konsequenzen zu tragen…. weiter so Deutschland!

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Jeanette Frieder

Registriert seit: 05.10.2009

Kommentare: 177

23. September 2010 - 13:46 Uhr

135 Kommentare....Hut ab!

Es wurde ja unglaublich vieles (auch blödsinniges) geschrieben, was MIR allerdings immernoch nicht klar ist:

Warum muss ein "Sportschütze" sein Sportgerät unbedingt zu Hause (leider oft ungenügend gesichert!) lagern?

Bei Jägern kann ich es verstehen. Die sind meist umsichtiger mit den Waffen als sonst jemand (ich kenne einige Jäger). Irgendjemand schrieb was von Sicherheitskräften (und auch nur die mit §7), die die Waffe auch daheim hätten....Stimmt NICHT!

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

23. September 2010 - 13:47 Uhr

@stephan rutner

Das Putzige an Ihrer Darstellung ist, daß es sich schön liest und auch zutrifft, solange das Schicksal eben nicht in Ihre Nähe kommt.
Steht es Ihnen dann aber direkt gegenüber, ist sehr wohl die Waffe das Problem und die Reizüberflutung an Informationen wird Ihnen dann sowas von egal sein...

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 13:55 Uhr

@Jeanette Frieder

„Bei Jägern kann ich es verstehen. Die sind meist umsichtiger mit den Waffen als sonst jemand“

Es geht hier nicht darum, die Sportschützen gegen die Jäger auszuspielen. Natürlich traue ich allen Besitzern legaler Waffen, ob nun Jägern, Sportschützen oder sonst jemandem, grosse Umsicht und Sorgfalt zu. Hier geht es nur darum, dass Menschen nicht perfekt sind und daraus ganz normale, aber nicht gewollte, Gefahren entstehen, denen man durch geeignete Massnahmen, aber auch solchen, die bisher für ungeeignet gehalten wurden, versuchen sollte zu begegnen. Auf gar keinen Fall aber sollte auch nur der Eindruck entstehen, man wollte die Integrität der Sportschützen in Frage stellen. Aber genau deshalb, weil die sich am ehesten mit den Gefahren auskennen, die von Waffen ausgehen, kann man erwarten, dass sie einige Zumutungen im Interesse der Sicherheit anderer auf sich nehmen.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 14:01 Uhr

@stephan rutner

„NEIN! > Weil Menschen (und nicht nur die Eltern sondern auch das gesamte Umfeld) kläglich versagen, keine gegenseitige Verantwortung übernehmen und diese lieber "an höhere Stellen" abgeben.“

Bedaure, aber ich verstehe beim besten Willen nicht, worauf Sie hinauswollen. Inwiefern können wir auf das Thema bezogen „gegenseitige Verantwortung übernehmen“ und inwiefern haben wir in dieser Hinsicht ein Defizit? Was haben die Eltern und das gesamte Umfeld in Sachen Waffenrecht oder in Sachen Amoklauf oder in Sachen Gewalt versäumt? Und inwiefern stehen die Waffenbesitzer diesbezüglich besser da?

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

23. September 2010 - 14:03 Uhr

"
Wenn Sie nun England als Beispiel nehmen, dann möchte ich Sie darauf hinweisen, dass trotz Ihr gefordertes Waffenverbotes in Privathand, immer noch Amokläufe stattfinden. Der letzte mir bekannte, ist von einem Taxifahrer.
Dieses Verbot hat die Tat nicht verhindert, wie die Befürworter es vorgaukeln!"
Herr Markus Müller

Hr. Markus Müller, ich schlage Ihnen vor diesen Artikel diesbezüglich zu lesen:

http://www.stern.de/panorama/amoklauf-in-england-taxifahrer-richtet-unfassbares-blutbad-an-1571069.html

und ein kleiner Auszug davon:

Amokläufe sind in Großbritannien aufgrund des Waffenrechts - es gehört zu den schärfsten der Welt - seltener als in anderen europäischen Ländern. 1996 hatte ein Mann in der schottischen Stadt Dunblane 16 Schüler und einen Lehrer erschossen. 1987 tötete ein 27-Jähriger in der Stadt Hungerford in Südengland 16 Menschen, einschließlich seiner Mutter, und anschließend sich selbst. Bevor jemand eine Waffe besitzen darf, muss er unter anderem eine Art Bewerbung bei den Behörden einreichen und wird in einem Gespräch geprüft

Mit freundlichen Grüssen

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Jeanette Frieder

Registriert seit: 05.10.2009

Kommentare: 177

23. September 2010 - 14:12 Uhr

Herr Haberer zum 1. möchte ich nicht die Jäger gegen die Sportschützen (oder anders rum) ausspielen!
Zum 2. möchte ich nur verstehen können warum Waffen daheim gelagert werden. Und dies verstehe ich bei Jägern, aber NICHT bei Sportschützen.
Eine Waffe hat nun mal nicht im Privathaushalt zu suchen! MEINE MEINUNG!

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

23. September 2010 - 14:18 Uhr

@Jeanette Frieder

„Eine Waffe hat nun mal nicht im Privathaushalt zu suchen! MEINE MEINUNG!“

Das ist auch meine Meinung. Bei Jägern geht das wohl nicht anders, denn wo sollten die ihre Waffe sonst lassen. Aber natürlich können auch diese Waffen einschlägig genutzt werden. Da gibt es sicher keinen qualitativen Unterschied zwischen Sportwaffen und Jagdwaffen.

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Gerold Schlatter  

Gerold Schlatter

Registriert seit: 08.02.2010

Kommentare: 43

23. September 2010 - 15:11 Uhr

......auch mal wieder ein Hinweis an die Redaktion der BZ bezgl. Seriosität der Berichterstattung, bzw. journalistischer Aufarbeitung solcher Geschehnisse: Im BZ-Artikel von heute "Waffenkrontollen stossen auf praktische Probleme", Wenke Böhm, dpa - wird mit (veraltetem) Bildmaterial ein Beispiel für eine Lagerung von Waffen in Vereinsheimen gezeigt. Bildunterschrift: Trainer Michael Polzhuber vom Schützenverein St. Georgen mit einer Kleinkaliber Schusswaffe vor dem dickwandigen Waffenschrank.

Was der gute Mann auf dem Bild in den Händen hält, ist keine Kleinkaliber Schusswaffe, sondern ein sog. Sport-Luftgewehr, Marke HÄMMERLI - mittlerweile übrigens (wie das Bild auch) technisch völlig veraltet und überholt. Wenn mich mein 'krankes, impotentes, usw.' Sportschützenauge nicht täuscht, stehen in dem Waffenschrank auf dem Bild ohnehin nur Luftgewehre.
Ich will hier weder den Waffengegnern noch Befürworten das Wasser reichen, aber dies ist nur ein kleines aber gutes Beispiel dafür, mit wieviel Unwissenheit, falschen Vorstellungen und Vorurteilen auch in diesem Forum wieder einmal diskutiert wird, bzw. die Grundlagen dazu geschaffen werden. Einer meiner Vorgänger hier hat's schon geschrieben: Hier wird auch wieder (bewusst?) eine teilweise niveaulose und völlig am Kern der Sache vorbeigehende Diskussion ausgelöst, Ängste geschürt und eine den Meisten Menschen - und Medienschaffenden - unbekannte Sportart stigmatisiert. Daran sind allerdings auch die teilweise unprofessionell und unzeitgemäss geführten und 'gemanagten' Schützenverbände selbst schuld.
Nochmal - und ca. 100 Kommentare weiter oben schon geschrieben:
* Die Medien sollten ihrer Aufgabe einer objektiven Berichterstattung wesentlich seriöser nachkommen, als man es hier gerade tut.
* Sportschiessen ab einem bestimmten Leistungsniveau ist ein fordernder
und anspruchvoller Hochleistungssport, der sich jedem Vergleich stellen kann. Ich rede hier ausschliesslich von den olympischen Disziplinen und den dabei verwendeten Sportgeräten. Ein Laie ist gar nicht in der Lage, ein solches Gerät - oder "Waffe" zu bedienen.
* Nicht alles, was als Sportschützen tituliert wird oder sich selbst so nennt, ist es in Tat und Wahrheit auch. Hier täte gerade die ganze Grosskaliber-und Kurzwaffen-Fraktion in ihren Splitterverbänden mehr als gut daran, sich nicht nur hinter medial geschickt und offensiv agierenden Anwälten zu verschanzen (sh. STERN-TV von gestern abend) und stets das Argument der 'Freiheit des Bürgers' inbrünstig vor sich her zu tragen. Es sind die dort verwendeten Waffen und allgemein als 'Knarren' bezeichneten Revolver und Pistolen, über die hier 'landläufig' geredet wird und mit denen ich mich selbst - und viele andere auch - nicht einen Topf geworfen gesehen werden wollen. Das selbe kann so auch vorbehaltlos für viele (bei weitem nicht alle!) Jäger und andere Berufe gesagt werden, die unmittelbaren Umgang mit Waffen haben.
Die Ängste - ob nun berechtigt oder nicht - in der Bevölkerung vor Waffenmissbrauch sind ernstzunehmen und ich gebe hier jedem Recht, der entsprechend reagiert oder in Lörrach selbst davon betroffen war. Obwohl ich angesichts mancher Kommentare davon ausgehe, dass hier auch einige der üblichen Trittbrettfahrer mal wieder ihre Profilneurose ausleben können. Ist ja schliesslich ein Thema, wo 'jeder' mitreden kann.........
* Die Behörden und Vereine sollten sicherstellen, dass die vom Gesetzgeber gemachten Regelungen auch umgesetzt werden (können). Der Waffenmissbrauch und die damit verbundene Tragödie von Lörrach hätte alleine auf Grund der Rechtsgrundlage von 1973 (!) verhindert werden können.
* Die gesellschaftlichen Probleme, die zu solchen menschlichen Tragödien führen sind das Problem von dem offenbar niemand mehr weiss, wie man es 'in den Griff' bekommen soll.

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Jeanette Frieder

Registriert seit: 05.10.2009

Kommentare: 177

23. September 2010 - 15:28 Uhr

Und nochmal meine Frage (in der Hoffnung jemand beantwortet sie mir ;o))

Warum nehmen Sportschützen ihre Waffe mit nach Hause und sind dann nicht in der Lage sie vorschriftsgemäß zu sichern?

Die letzten "Amokläufe" sind doch aus diesem Grund so schrecklich geworden.....

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

23. September 2010 - 15:51 Uhr

@Frau Frieder
Die Amokschützin von Lörrach hatte ihre Waffen vorschriftsmäßig gesichert. Siehe dazu: http://www.badische-zeitung.de/polizei-findet-alle-waffen-von-loerracher-amoklaeuferin

Zur Tragödie wird es eben, wenn der Waffenbesitzer durchdreht. Denn er kann die Waffe ja ganz normal aus dem Schrank nehmen. Und m.E. schützt dazu auch ein zentraler Aufbewahrungsort nicht. Besser wäre, wie oben schon geschrieben und von der Anti-Waffen-Lobby hier abgelehnt, eine durchgehende psychologische Beurteilung des WBK-Trägers. Denn die Anwältin war ja, nach allem was man so liest, schon bekannt als "psychisch angespannt"...

Nebenbei:
In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 100 Personen durch Schusswaffen, 4.000 im Straßenverkehr und etwa 350.000 an Kreislauferkrankungen sowie 200.000 an Krebs.

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Gerold Schlatter  

Gerold Schlatter

Registriert seit: 08.02.2010

Kommentare: 43

23. September 2010 - 15:51 Uhr

@ Frau Frieder
Versuche gerne aufzukären, allerdings ist das wie alles an diesem Thema ziemlich komplex:
Die Frage, ob man als Sportschütze seine 'Waffe' mit nach Hause nehmen muss, lässt sich nicht mit JA oder NEIN beantworten.
- Viele Vereine haben nicht die Möglichkeit, alle Waffen entsprechend sicher einzulagern. Vereinsheime (nicht nur der Schützen) sind beliebte Ziele für Einbrüche. Ob es allerdings 'alle' Waffen braucht, die im Umlauf sind, wage ich doch selbst auch sehr zu bezweifeln.
- Ein leistungsorientierter Sportschütze macht zuhause 'Trockenübungen', das geht nicht ohne das 'Gerät' als solches.
- Die Sportschützen sind gesetzlich verpflichtet, die Waffen technisch entsprechend zu Hause und während des Transportes zu sichern.
- Bei Stützpunkt-, Kadertrainings, bis hinauf zu Weltcups und internat. Meisterschaften werden sämtliche Waffen i.d.R. auf der Anlage in entsprechenden Tresorräumen gelagert und sind entsprechend gesichert.
- Es wäre ein äusserst schwieriges (aber auch nicht gänzlich unmögliches) Unterfangen, eine Separation zwischen "der darf" und "der darf nicht" zu machen.
- Wenn man das Waffengesetz entsprechend ändern würde, müssen alle anderen Waffenbesitzer wie Jäger und Sicherheitskräfte auch miteinbezogen werden. Ein Sportschütze ist nicht 'gefährlicher' als ein Jäger oder Wachmann. Da kommen dann höchstens wieder 'gesellschaftliches' Ansehen und entsprechender Lobbyismus der 'Oberen' zum Zuge.

Hoffe, ein wenig Klarheit geschaffen zu haben. Pfannenfertige Lösungen gibt es (vermutlich) keine.

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Manfred Kessler

Registriert seit: 03.01.2010

Kommentare: 447

23. September 2010 - 15:58 Uhr

Ganz einfach: Schusswaffen für Privatleute verbieten......
Nicht das alle Sportschützen Amokläufer sind,aber es wird ja auch immer behauptet alle Killerspielspieler wie ich seien potenzielle Amokläufer.
Das wäre die gleiche Behauptung........die genau so unwahr ist.
Man kann es biegen und brechen wie man will.solange Waffen im Umlauf sind wird es dieses Risiko immer geben und wir müssen uns damit abfinden!!!

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Jeanette Frieder

Registriert seit: 05.10.2009

Kommentare: 177

23. September 2010 - 16:14 Uhr

@ Egon Mayer
Stimmt, die waren im Tresor verschlossen, jedoch hätte sie doch keine mehr besitzen dürfen. "Vorschriftsmäßig" hätten diese beim Landratsamt abgegeben werden müssen. Ich bin sicherlich nicht für eine Verschärfung des Waffengesetzes, das ist schon "streng" genug, aber ich plädiere an den verantwortungsvolle Umgang der Waffenbesitzer.

@ Gerold Schlatter
Vielen Dank für diese ausführliche Erklärung.
-Was darf ich unter "Trockenübungen" verstehen? Klar ohne Munition, aber was übt man dann?
- Warum können Vereinsheime keinen sicheren Verschluss der Waffen bereitstellen? Müssten nicht gerade diese dafür Sorge tragen? Das Argument mit den Einbrüchen ist mir suspekt...die Tresore für Waffen sind nicht mal schnell zu öffnen. Sollen ja schließlich den Zugriff für Dritte verhindern.
Wenn ich richtig gelesen habe sind Sie schließlich auch in der Lage Ihre Waffe (in dem Fall eigentlich egal ob Sportgerät oder Waffe) sicher vor Ihrem Kind zu verschließen.

Fragen über Fragen ;o)

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Heinrich Nansen  

Heinrich Nansen

Registriert seit: 17.09.2010

Kommentare: 155

23. September 2010 - 16:18 Uhr

Es ist immer wieder interessant, wie Menschen, die nichts mit der Materie zu tun haben, fleißig mitdiskutieren und somit über das ohnehin kränkelnde Vereinsleben urteilen.

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Jeanette Frieder

Registriert seit: 05.10.2009

Kommentare: 177

23. September 2010 - 16:30 Uhr

Oder auch gar nicht argumentieren ;o)

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Gerhard Huber

Registriert seit: 22.04.2010

Kommentare: 6

23. September 2010 - 16:30 Uhr

Bedingt durch die vielen Fällen von Waffenmissbrauch in den letzten Jahren wurde das Waffenrecht in Deutschland mehrfach verschärft. Es ist eben nicht mehr so einfach wie die Gegner von Schusswaffen immer wieder polemisieren an eine scharfe Waffe zu kommen. Die Unterbringung von Waffen und Munition beim Sportschützen ist vom Gesetzgeber so gewollt und so geregelt. Die Anforderungen an die "Behältnisse" zur Aufbewahrung von Waffen wurden in den letzen Jahren immer mehr erhöht. Die Zahl der Kurzwaffen wurde begrenzt und das Mindestalter für den Erwerb von grosskalibrigen Waffen wurde herausgesetzt. Eine Unterbringung der Waffen im Schützenhaus ist von Gesetzgeber nicht gewollt weil diese keine Lösung des Problems wäre und die entsprechenden baulichen Maßnahmen für 75% der Schützenvereine den finanzielle Ruin bedeuten würden. Das gilt auch für ein - immer wieder gefordertes - Verbot von privaten Waffen für Sportschützen. Selbst bei einer zentralen Verwahrung der Waffe in einem Schützenhaus hätte die Täterin die Waffe dort jederzeit abholen und für die Tat benutzen können. Wie ein Fußballverein hat auch ein Schützenverein bei den Wettkämpfen nicht nur Heimspiele und auch der Gegner muss anreisen und seine Waffen mitbringen. Eine Kontrolle der Waffen- und Munitionsausgabe durch den Verein ist schell gefordert aber in der Praxis wegen des dafür erforderlichen Personals und den unterschiedlichen Wettkampf und Trainingszeiten undurchführbar, was aber die Befürworter einer solchen Praxis nicht interessiert. Nach der aktuellen Rechtslage hätte die Täterin nach dem Ausscheiden aus dem Verein nicht mehr im Besitz der Waffen sein dürfen. Ich bezweifle allerdings dass dadurch die Tat wirksam verhindert worden wäre. Zum töten eines Menschen reicht auch ein Knüppel oder ein Messer. Eine große Zahl von Menschen wird jährlich vorsätzlich und fahrlässig durch Autos getötet. Niemand kommt auf die Idee diese zu verbieten. Wenn man die schlimmen Vorfälle der letzten Jahre analysiert wird man feststellen, dass in einem Fall (Winnenden) die Waffe entwendet werden konnte weil sie nicht ordnungsgemäß weggeschlossen war. Im zweiten Fall wurden die Waffen bei einem Einbruch im Schützenhaus entwendet und nur im aktuellen Fall hat ein Sportschütze seine "legale" Waffe für die Tat verwendet. Das muss man sich bei allen Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts und der Aufbewahrung von Waffen vor Augen halten.

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Gerold Schlatter  

Gerold Schlatter

Registriert seit: 08.02.2010

Kommentare: 43

23. September 2010 - 16:51 Uhr

@ Frau Frieder.
......wenigstens mal Jemand, der Interesse an der Materie an sich zeigt - ist bei dem teilweise 'unterirdischen' Niveau hier grad selten :-)

'Trockenübungen' oder Trockentraining wird ohne 'scharfen' Schuss durchgeführt - spielt dabei keine Rolle, wie gross das Kaliber ist oder ob es eine Pistole oder Gewehr ist. Geübt wird der durchaus komplexe Bewegungsablauf bei dem die Feinkoordination aus statischer Haltearbeit, spezieller Atemtechnik, optischer Wahrnehmung, zeitlichem Ablauf (Rhythmus der Schusswiedergabe), usw. trainiert wird. Dazu Aufbau der speziellen Kondition durch entsprechendes 'Angewöhnen' der Muskulatur an den Bewegungsablauf an zeitlich ausdauernde Belastungen. Profis unterstützen das mit Laser-Diagnostiksystemen. Wir reden hier nicht vom 'Schuss aus der Hüfte' oder Schiessbudenballerei. Es geht darum (kaliberunabhängig) ein ziemlich kleines Geschoss in ein sehr kleines Zentrum einer kleinen Scheibe auf grosse Distanz zu bringen. Ohne Zielfernrohr, ohne Anlehnen, es 'kracht' nicht, es fliegen 'keine Fetzen'. Dirty Harry oder John Wayne würden keine Kreismeisterschaft gewinnen. Statische Haltearbeit und entsprechende Fähigkeiten und psychische Belastbarkeit im Wettkampfstress über Stunden. Das Maximum-Ergebnis eines einzelnen Schusses ist z.B. beim Luftgewehr-Schiessen die sog. '10' - diese ist 0,5 mm gross und 10 meter weit weg. Der Weltrekord liegt bei 600 der 600 möglichen Ringe. Eine zugegebener Massen eigene Welt für sich - technisch anspruchsvoll und den Menschen (und Material) vor besondere Herausforderungen stellend. Gebe gerne praktischen Anschauungsunterricht - werde aber hier meine email-Adresse nicht einstellen :-)

Meine verwendeten Kleinkaliber-Sportgewehre sind seit Jahren im Verein eingelagert. Hat aber rein 'logistische' Gründe. Jedenfalls hat Junior keinen Zugang zu Waffen; schiesst dafür mit Daumen und Zeigefinger und macht "piu piu". Anmerkung an alle Sozialarbeiter in dem Forum: Nein, das Kind hat keine Probleme......für den Vater ist es nichts anderes als ein Rennrad oder ein Akkuschrauber - ein Werkzeug, Mittel zum Zweck, etc. und notabene ein mittlerweile 'sauteures' High-tech-Präzisionsistrument.

Was die Einlagerung in den Schützenhäusern angeht gibt es viele Umstände, die das erschweren: Einerseits gewaltige bauliche Massnahmen, die rein finanziell von einem 'kleinen' Verein nicht gestemmt werden können. Reduzierte Fördermittel seitens der Sportverbände - die Kommunen haben ohnehin 'nix' mehr - und andererseits eben auch die Sicherheitssituation im Allgemeinen: Zu wenig Polizei und zu lange Reaktionszeiten während der Nachtzeiten - selbst bei 'Vollalarm-Anlagen', Ansammlung entsprechender Depots und eine nie vollständig zu garantierende 'Sicherheit'. Wie schon einmal hier geschrieben - nicht einmal die Bundeswehr mit Waffen- und Munitions-Ausgabe- und Rückgabelisten kann ihre Depots manchmal richtig sichern. Soll keine Schutzbehauptung sein und ich denke, dass es auch in diese Richtung gehen muss oder soll. Trennung von Waffe und Munition (für die Sportschützen seit Jahren vorgeschrieben) oder eben über "Darf / Darf Nicht" - Angesichts der Tatsache, dass nicht einmal das geltende, strenge Gesetz vollzogen werden kann wage ich dann doch sehr zu bezweifeln, dass eine 'psychische Beurteilung' - weiss eigentlich hier einer überhaupt, was so etwas bedeutet? - sinnvoll vollzogen werden kann.
Das Alle Parteien hier wieder einmal den Tisch geholt werden müssen, scheint klar. Aber das wird dieses Forum - wenn's so weitergeht - sowieso nicht hinkriegen........

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

23. September 2010 - 17:03 Uhr

Noch als kleine Ergänzung:

Schützenvereine bzw. Schiesssportanlagen befinden sich üblicherweise nicht in dicht besiedelten Wohngebieten, sondern an Ortsrändern, in Industrie- oder Waldgebieten. Sogesehen also ideale Voraussetzungen, um in aller Seelen Ruhe dort einzubrechen und sich mit einem üppigen Waffenarsenal einzudecken.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1839

23. September 2010 - 17:09 Uhr

Herr Schlatterer: Sie lagern Ihre Waffen im Verein.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass Ihr Verein ein - über das Waffengesetz hinausgehendes entsprechendes genehmigtes Aufbewahrungskonzept verfügt?
Dann sollten Sie sich glücklich schätzen. Mir sind Vereine bekannt, die nicht mehr als 3 (Lang)Waffen im Vereinsgebäude lagern dürfen. Dies ist bei einem unbewohnten Gebäude die gesetzliche Vorschrift als Höchstgrenze.

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

23. September 2010 - 17:48 Uhr

"Es ist immer wieder interessant, wie Menschen, die nichts mit der Materie zu tun haben, fleißig mitdiskutieren und somit über das ohnehin kränkelnde Vereinsleben urteilen."

inwiefern kommen SIe auf die kuriose Idee, dass die Leser, Schreiber und die Allgemeinheit Ihrer Meinung nach NICHTS mit der MATERIE (welcher eigentlich ganz genau?) zu tun haben?

Es geht uns alle an, was in unserer Gesellschaft passiert ist und noch passieren könnte!

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Ronnie Mulazsuol

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 10

23. September 2010 - 17:50 Uhr

"Noch als kleine Ergänzung:

Schützenvereine bzw. Schiesssportanlagen befinden sich üblicherweise nicht in dicht besiedelten Wohngebieten, sondern an Ortsrändern, in Industrie- oder Waldgebieten. Sogesehen also ideale Voraussetzungen, um in aller Seelen Ruhe dort einzubrechen und sich mit einem üppigen Waffenarsenal einzudecken. "

dann sollte der Sport keine scharfen Waffen gebrauchen - ganz einfach!

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Gerhard Huber

Registriert seit: 22.04.2010

Kommentare: 6

23. September 2010 - 18:44 Uhr

Bei der ganzen Diskussion sollte eines nicht vergessen werden. Nach den Berichterstattungen der Medien gingen in den letzten Jahren auch ganz erhebliche Gefahren von Hunden aus. Es wurde Menschen, insbesondere Kinder schwer verletzt und sogar getötet. Niemand fordert deshalb dass man alle Hunde abschaffen oder verbieten soll. Man fordert auch nicht, dass die Hunde auf dem Hundesportplatz weggeschlossen werden und die private Hundehaltung verboten werden soll. Vielleicht sind bei den Waffengegnern hier auch einige Hundehalter die sich darüber mal Gedanken machen sollten.
Ich hätte kein Problem damit wenn Hundehaltung verboten werden würde weil ich keinen Hund habe und überdies Hunde auch nicht mag.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

23. September 2010 - 20:09 Uhr

"Also, das Bundeskriminalamt wird hier immer wieder angeführt, als handle es sich um eine sakrosankte Instanz. Das kann man wohl von einer Einrichtung nicht sagen, die mit der CIA zusammenarbeitet, von der wir alle wissen, dass die nun gerade nicht für unser aller Sicherheit steht."

@Herr Haberer

Leiden Sie vielleicht unter ein klitzekleinen Paranoia? Niemandem wird getraut, nicht den Sportschützen, nicht den Jägern, ja nicht mal unseren Ordnungsorganen. Am besten wäre es Sie würde sich eine einsame Insel suchen und diese mit einem Totalwaffenverbot und Naturkatastrophenverbot belegen, dann kann Ihnen nichts mehr passieren.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. September 2010 - 06:35 Uhr

Was mich inzwischen verwundert ist die Hysterie, mit welcher auf Amokläufe reagiert wird. Es wird hier der Eindruck erweckt, dass jeder von uns ein potentielles Opfer sein könnte und Amokläufe zum Alltag gehören, wie die morgendliche Tasse Kaffee.
Fakt ist aber, dass wir von Taten in 1999, 2002, 2009 und 2010 sprechen, wobei ich den aktuellen Fall eher in der Kategorie familiäre Tragödie einordnen würde (also kein geplanter Amoklauf).
Wirft man einen Blick in die offizielle Kriminalstatistik (Mord & Totschlag), dann fallen diese Taten bzw. die Anzahl der Opfer nicht weiter auf.

Wieso also diese Hysterie?

Die Diskussion bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau, wie die Diskussionen über Kinderschänder, Raser oder fanatische Islamisten.
Kaum wird so ein Thema medial aufbereitet, geht das Geschrei los und man hört die üblichen Stammtischparolen. Es wird verallgemeinert, pauschalisiert, Fakten fröhlich durcheinandergewürfelt und die üblichen Verdächtigen (sprich strunzdoofen Politiker) streuen ihren populistischen Müll unters Volk (z.B. Herr Özdemir gestern Abend im SWR), damit die eine oder andere Wählerstimme abkassiert wird.

Fachlich kompetente Äusserungen zur Thematik (Polizei, Innenministerium, GdP etc.) werden konsequent ignoriert und lieber auf Lieschen Müllers Hausfrauenmeinung vertraut.

Wieso lassen sich so viele Menschen von Medien, Populisten oder Stammtischparolen derart beliebig manipulieren? Können wir nicht mehr selbständig denken? Oder sind die Deutschen ein Volk von Doofen?

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

24. September 2010 - 09:51 Uhr

"Wieso lassen sich so viele Menschen von Medien, Populisten oder Stammtischparolen derart beliebig manipulieren? Können wir nicht mehr selbständig denken? Oder sind die Deutschen ein Volk von Doofen?"

Selbstständiges denken ist anstrengend; man muss Daten von verschiedener Seiten suchen gehen; man muss diese vergleichen, bewerten, gewichten und hinterfragen; man muss Zeit aufbringen und da ist es einfacher eine "Infodose" mit Bildern wahr zunehmen und als seine Meinung wieder zugeben, als die jeweiligen Schritte selber zu gehen.
Dass man dadurch verblödet, weil man seinen Muskel Gehirn nicht mehr trainiert ist auch bekannt, aber es ist doch so einfach und schön abends berieselt zu werden!

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

24. September 2010 - 09:53 Uhr

@Frank Ebert
Natürlich lassen sich nur "die anderen" von Medien und Populisten manipulieren, Sie sind da natürlich außen vor.
Können Sie es vielleicht auch akzeptieren, daß jemand aus eigenenständiger geistiger Arbeit heraus zu der Ansicht kommt, daß Schußwaffen in privaten Haushalten einfach nichts verloren haben?

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

24. September 2010 - 10:56 Uhr

@Frank Ebert
„Wirft man einen Blick in die offizielle Kriminalstatistik (Mord & Totschlag),“
Verschonen Sie uns bitte mit Statistiken. Die Opfer sind nicht statistisch tot, sondern ganz real. Wer hier von Hysterie redet oder die Opfer mit Statistiken relativieren will, der verhöhnt sie, und das für ein bisschen Herumballern auf dem Schützenplatz. Ich glaube, dafür lohnt es sich nicht, auch nur den Mund über eine Statistik aufzumachen.

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Markus Müller

Registriert seit: 22.09.2010

Kommentare: 13

24. September 2010 - 11:05 Uhr

Diese unmüdigen Mitmenschen, Mitläufer gibt es auf beiden Seiten!

Die Argumente der Waffengegner sind für mich nicht einleuchtend.

Keine Waffen folglich keine Amok. Ein Amoklauf findete nicht statt weil Waffen existieren, sondern der Mensch dies als Lösung ansieht. In Ländern mit Verbot passiert dies leider immer noch.

Ich habe Angst. Dies ist für mich verständlich, aber kann man die Angst abbauen, wenn man den Auslöser verbietet? Die Folgen der Angst sind verschwunden, die Angst selber ist noch vorhanden. Wenn man nun anschaut wie Ängste aufgearbeitet und überwunden werden, dann ist der Auslöser nicht das Problem.
Nur mal zwei Argumente aufgenommen.

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Heinrich Nansen  

Heinrich Nansen

Registriert seit: 17.09.2010

Kommentare: 155

24. September 2010 - 11:32 Uhr

Fast alle Straftaten, 99,9 %, werden mit illegalen Waffen verübt.
Was willd ue Gutmenschen- und Besserwisserfraktion hier machen? Illegale Waffen verbieten?

Man sehe einmal in unser Nachbarland Schweiz, wo jeder schweizer Bürger ein Maschinengewehr (!) und ein Paket Munition für den Ernstfall daheim im Kleiderschrahnk (!) aufbewahrt. Nach Ihrer Argumentation müßte man also sagen "more guns less crime", oder?

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Ralph Kli

Registriert seit: 24.09.2010

Kommentare: 2

24. September 2010 - 11:37 Uhr

@Frank Ebert
@Heinrich Nansen

Ich kann Ihren Kommentaren nur zustimmen. Eigentlich wollte ich mich an dieser Diskussion nicht beteiligen, da es relativ sinnlos ist. Am meisten regt mich die verlogene Doppelmoral dieser Gutmenschen auf. Das sind nämlich die gleichen , die unsere Soldaten als Mörder beschimpfen und im gleichen Augenblick in den Einsatz schicken.
Ja, ich gebe zu ich bin Mitglied im Schützenverein;
Ja, ich gehe gerne auf den Schießstand;
Ja, ich habe auch großkalibrige Waffen und ganz verwerflich
ja, ich mache meine Munition selber.

Aber liebe Gutmenschen ich bin kein perverser Psychopath!!

Schießsport ist eine Sportart mit vielen Disziplinen, ich bevorzugen eben das Schießen mit alten Militärwaffen. Ob das jemanden passt oder nicht ist mir egal, ich toleriere andere Sportarten auch ,ohne dass sich mir deren Sinn erschliessen muss. Besuchen Sie mal eine überregionale Meisterschaft oder einen Wettkampf und vergleichen Sie die Polizeipräsenz und evtl. Einsatz mit einem Fußballspiel in der 4.Liga. Und wenn Sie dann noch per Zufall einen Zug benutzen müssen, den die Fans bevölkern....Dabei möchte ich nichts gegen die Fußballer sagen. Wenn wir Sportschützen so gefährlich sind müßte doch bei einen Wettkampf der polizeiliche Notstand ausgerufen werden ,oder?
Gott sei Dank übe ich meinen Sport grösstenteils im Ausland aus (Wohnort bedingt), wo es nicht weniger Waffen gibt, wo die Gesetze nicht so streng sind und es trotzdem keine Häufung von Straftaten mit legalen Waffen gibt.

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Georg Eisenmann

Registriert seit: 24.09.2010

Kommentare: 8

24. September 2010 - 13:05 Uhr

@ Heinrich Nansen

99,9 % aller Straftaten werden mit illegalen Waffen verübt? Woher haben Sie diese Informationen??

In der Schweiz hat überhaupt kein Bürger ein Maschinengewehr im Kleiderschrank. Wissen Sie als Schußwaffen-Befürworter denn nicht, was ein Maschinengewehr ist?

Tatsache ist, daß ca. 200.000 Schweizer Soldaten ihr Sturmgewehr (nein, das ist nicht dasselbe wie ein MG) zuhause aufbewahren. In der Schweiz leben aber knapp 8 Millionen Menschen (gut, nicht alle sind Schweizer Bürger), so daß nur etwa 2,5 % eine Langwaffe besitzen.

In den USA - wenn Sie schon Ländervergleiche mögen - sind dagegen viel mehr legale Schußwaffen im Umlauf, und entsprechend gibt es laut Statistik auch noch mehr Schußwaffenopfer dort. Es ist daher naheliegend, daß die Verfügbarkeit von Schußwaffen tendenziell auch ihren Mißbrauch fördert.

Es ist eher unwahrscheinlich, daß im Fall Lörrach bei Nichtverfügbarkeit einer Schußwaffe auch völlig Unbeteiligte wie der getötete Pfleger und die angeschossenen Passanten betroffen gewesen wären. Einem Messer kann man einfacher ausweichen als einer Kugel.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. September 2010 - 13:24 Uhr

@ Georg Eisenmann

Wenn Sie das Beispiel USA anführen, dann sollten Sie aber auch mal einen Blick nach Canada werfen:
Prozentual mehr Schusswaffen wie in den USA, aber Todesfälle auf deutschem Niveau. Es scheint also möglich zu sein, auch mit Schusswaffe friedlich leben zu können.

Bzgl. der 2,5% in CH - in der BRD haben wir eine ähnliche Anzahl von legalen Waffenbesitzern (der DSB soll ~ 1,4 Millionen Mitglieder haben), die jedoch sportbedingt mehrere Waffen besitzen. Über die Anzahl der privaten Schusswaffen in CH müssten wir erst noch eimal recherchieren (dort gibt es ja auch Sportschützen und Jäger).

@ Johannes Allgaier

Ich bin kein Sportschütze, besitze keine Waffen und habe trotzdem keinerlei Angst vor Waffenbesitzern bzw. deren Hobby. Sogesehen stehe ich der Thematik relativ neutral gegenüber und vertraue lieber meinem Verstand und den seriösen Quellen (z.B. Polizei und GdP).

@ Walter Haberer

Wissen Sie Herr Haberer, ich verlasse mich lieber auf Fakten, wie auf ominöse und durch die Medien oder persönliche Befindlichkeiten angeheizten Bauchgefühle. Und die Fakten sprechen nun mal eine klare Sprache, die den hier aufgestellten Forderungen klar widersprechen.
Oder umgangssprachlich ausgedrückt - ich kann nicht wegen jedem Mückenfurz nen Aufstand machen!

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

24. September 2010 - 13:45 Uhr

@Herr Ebert

Woher wissen Sie denn immer, welche Quellen seriös sind?
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, Ihre Behauptung mit den Waffenquoten in Kanada und USA zu überprüfen.
Erstaunlicherweise findet man da auf Anhieb ganz andere Angaben, ich zitiere:
1. Amnesty.ch
"Da Suizid und häusliche Gewalt meistens im Affekt passieren, erhöht die breite Verfügbarkeit von Schusswaffen das Risiko der Tatausübung mit fatalen Folgen. Wird demgegenüber der Zugang zu Waffen erschwert, sinkt die Suizidrate, wie u.a. das Beispiel Kanada zeigt.

2. Spiegel.de
In Kanada sei der Waffenbesitz von 31 auf 19 Prozent zurückgegangen, in Australien von 20 auf 10 Prozent sowie in England und Wales von 5 auf 3 Prozent. Die Suizide mit Schusswaffen in diesen Ländern hätten proportional dazu abgenommen: in Kanada von 32 auf 19 Prozent, in Australien von 30 auf 19 Prozent, in England und Wales von 4,5 auf 3 Prozent. In der Schweiz, so fanden die Forscher heraus, stieg die Zahl der Suizide mit Waffen in den vergangenen zwei Jahrzehnten hingegen von 23 auf 27 Prozent.

3. Mykath.de
Anmerkung: Die Waffendichte (Waffen pro Kopf) ist in den USA rund 10x höher als in Kanada. Die meisten registrierten Waffen in Kanada (und am zugänglichsten) sind Jagdflinten (rifles), als Mittel für ein Verbrechen sind die völlig ungeeignet.

Zugang zu allen Waffen und insbesondere zu Handfeuerwaffen ist in Kanada strikt reglementiert. Zunehmend zum ernsten Problem werden die illegal erworben und aus den USA eingeschmuggelten Waffen, die in letzter Zeit zu einem Anstieg der Verbrechen mit Schusswaffen führten.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. September 2010 - 14:16 Uhr

@ Johannes Allgaier

http://www.fwr.de/index.php?id=94

http://de.wikipedia.org/wiki/Waffenmissbrauch#Delikte_mit_Schusswaffen

http://iwoe.org/img/KEINE_WAFFEN-viele_Selbstmorde.pdf

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

24. September 2010 - 14:18 Uhr

@Frank Ebert

„ich kann nicht wegen jedem Mückenfurz nen Aufstand machen!“

Was da in Lörrach geschah, war kein „Mückenfurz“. Mich interessieren die theoretischen Abhandlungen nicht ganz unbefangener „Statistiker“ nicht, sehr wohl aber die realen Ereignisse. Und jedes der uns aktuell bekannten hätte so nicht stattgefunden, hätte es die „legalen“ Waffen nicht gegeben. Die Statistiken dienen nur und ausschliesslich als Rechtfertigung für den völlig überflüssigen privaten Waffenbesitz. Und wenn es nur einen einzigen Toten wegen dieses überflüssigen privaten Waffenbesitzes gegeben hat, dann hat der sofort zu enden. Aber es gab sogar erheblich mehr Tote. Und dennoch dominieren die Statistiker auch weiterhin. Immer noch liegen keine brauchbaren Konzepte vor, die uns vor der unsinnigen Aufrüstung in privaten Haushalten und deren Folgen schützen. Waffen dienen nur und ausschliesslich zum Schaden anderer Menschen. Das ist die Bedeutung des Wortes „Waffe“. Wir brauchen so etwas in privater Hand nicht.
Ich verstehe beim besten Willen nicht, weshalb die Herren vom BKA Fachleute hinsichtlich des Gebrauchs privater Waffen bei Amokläufen sein sollen. Auch das BKA kann nicht wegdiskutieren, was wir auch ohne das BKA wissen, dass nämlich bei den meisten Amokläufen „legale“ Waffen im Spiel sind. Nur weil die Zahl der Amokläufe statistisch im Verhältnis zu anderen Straftaten geringer ist, sind sie nicht zu vernachlässigen. Das kann man in der Statistik, aber eben nicht in der Wirklichkeit. Das sagt wohl genug aus über die Realitätstauglichkeit von Statistiken.
Ich weiss, dass es zur Gewohnheit geworden ist, für jede Kleinigkeit einen „Fachmann“ zu befragen. Hat ein Politiker eine Äusserung getan, so genügt es nicht, über diese zu berichten oder sie zu kommentieren, nein, man befragt noch einen Politikwissenschaftler, als müssten die einem die deutsche Sprache übersetzen. Bedaure, aber auf diesen Zug springe ich nicht auf.

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Johannes Allgaier

Registriert seit: 11.06.2010

Kommentare: 136

24. September 2010 - 14:30 Uhr

@Herr Ebert
Vor der Neutralität Ihrer Quellen (Forum Waffenrecht und Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht Österreich) kann ich nur kapitulieren.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

24. September 2010 - 17:45 Uhr

@Walter Haberer:
"Die Statistiken dienen nur und ausschliesslich als Rechtfertigung für den völlig überflüssigen privaten Waffenbesitz. Und wenn es nur einen einzigen Toten wegen dieses überflüssigen privaten Waffenbesitzes gegeben hat, dann hat der sofort zu enden. Aber es gab sogar erheblich mehr Tote."

Und was machen Sie jetzt mit den knapp 4.000 Verkehrstoten auf deutschen Straßen? Wollen Sie mit der gleichen Argumentation das Auto verbieten?

P.S. Es gab doch kürzlich auch eine Familientragödie in Riehen. Vater erschießt Ehefrau, Tochter und anschließend sich selbst. In der Presse ist zu lesen, dass hier ausdrücklich keine Armeewaffe benutzt wurde...

Und was den Vergleich USA-Kanada-Deutschland angeht, den hat Michael Moore in seinem Film Bowling For Columbine hinreichend aufgearbeitet...

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Wolfgang Leibl

Registriert seit: 24.09.2010

Kommentare: 2

24. September 2010 - 17:49 Uhr

Die Diskussionen, die in den letzten Jahren wegen der Amokläufe geführt werden, gehen doch im allgemeinen an den tätsächlichen problemen vorbei. Ständig wird ein Waffenverbot gefordert, das die Problematik der Amokläufe nicht im Geringsten lösen würde. Das entscheidende Problem ist die persönliche und soziale Situation der Täter, die aus einer für sie verzweifelnden Lebenslage handeln!
Deutschland hat ca. 80-Millionen Einwohner, davon sind pro Jahr 4?,5?, 6? oder wieviele als Amokläufer unterwegs!
Jeden Tag sind mehrere Falschfahrer auf unseren Autobahnen, hunderte Radfahrer fahren auf der falschen Seite, ungezählte sind angetrunken mit ihrem Auto unterwegs, täglich werden Kinder missbraucht oder Frauen vergewaltigt, - die Anzahl der Straftaten, die ohne Waffe verübt werden ist wesentlich höher, aber keiner verbietet das Auto- oder Radfahren, keiner verbietet die Männer und keiner verbietet den Alkohol!!!!
Die Menschen in unserem Lande, mich eingeschlossen, sollten sich erst einmal überlegen, wie oft sie selbst durch ihr Verhalten andere gefährden, bevor sie über andere urteilen!
Das wichtigste allerdings ist, daß wir uns mehr an unseren Mitmenschen interessieren sollten, soll heissen, kann ich erkennen, ob jemand in meiner Nachbarschaft oder in der Familie soziale, psychische oder anderweitige Probleme hat, die ihn zu einer Verzweiflungstat bringen? Kann ich mit ihm reden und ihm helfen Hilfe zu suchen?
In einer Gesellschaft, wie sie sich derzeit in Deutschland entwickelt, die dem Egoismus und der Unmenschlichkeit Vorschub leistet, ist es höchste Eisenbahn, ans Umkehren zu denken. Dies gilt meiner Ansicht nach besonders für die in unserem Lande politisch Verantwortlichen, egal, welcher Partei sie angehören!!!

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. September 2010 - 17:59 Uhr

@ Walter Haberer

Die 4050 Tote im Straßenverkehr würde es auch nicht geben, wenn wir keine KFZ hätten. Trotz des 1000-fachen Risikos getötet zu werden, wird auch keiner auf die Idee kommen und KFZ verbieten wollen.

Und die Zahl der jährlichen Selbstmorde via DB in Emmendingen (bedingt durch das ZPE) übersteigt die Zahl der Getöteten nach einem Amoklauf ebenfalls um ein mehrfaches. Sperren wir jetzt die Durchfahrt Emmendingen und steigen auf Busse um?

Egal wie Sie es drehen und wenden - wir werden immer mit einem Restrisiko leben müssen. Ob das nun der Straßenverkehr, ein Zug oder ein durchgeknallter Amokläufer ist, dürfte schlussendlich egal sein. Tot ist ist man in allen Fällen, wenn man Pech hat.

Wieso das BKA, die Polizei oder die GdP kein nennenswertes Risiko erkennen und die bisherigen Regelungen des Waffenrechts für ausreichend halten, liegt auf der Hand. Hier werden keine Bauchgefühle oder Stammtischparolen berücksichtigt, sondern ausschliesslich das messbare bzw. statistisch erfassbare Risiko, Opfer einer solchen Tat zu werden. Und dies ist nun mal so gering (auch wenn diese Fälle in den Medien spektakulär aufbereitet werden), dass es sich nicht lohnt, weitere Schritte zu unternehmen.

Um Ihnen ein kleines Beispiel zu geben:

Wenn sie ein beliebiges Fachforum besuchen, dann werden Sie immer auf Menschen treffen, die mit dem behandelten Gegenstand ein Problem haben. Daraus dann zu schliessen, dass dieser Gegenstand schlecht sein muss, ist ein typischer Denkfehler. Es wird nämlich schlicht vergessen, dass der zufriedene Benutzer dieses Gegenstands keine Anlass zur Klage hat und auch kein "Ich finde meinen Gegenstand toll"-Posting verfasst. Sprich man bekommt in Foren fast ausschliesslich negative Sichtweisen zu einem Gegenstand (oder hier Umstand) zu lesen und schlussfolgert daraus, dass die große Masse gleicher Meinung ist.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

24. September 2010 - 18:09 Uhr

@Egon Mayer

„Und was machen Sie jetzt mit den knapp 4.000 Verkehrstoten auf deutschen Straßen? Wollen Sie mit der gleichen Argumentation das Auto verbieten?“

Ich ignoriere zunächst einmal die Geschmacklosigkeit, von der aber Waffenfreunde nie lassen können. Dieser Vergleich ist ebenso hilflos wie langweilig.
Aber Sie sollten schon genau lesen: Ich sprach von überflüssigem privatem Waffenbesitz. Überflüssiges kann man verbieten. Die Lebensqualität der Waffenträger ändert sich dadurch kaum oder gar nicht, sehr wohl die Lebenserwartung potenzieller Opfer.
Übrigens verschliessen sich Autofahrer nicht immer neuen Sicherheitsvorkehrungen, weshalb es auch immer weniger Verkehrstote gibt.
Aber sehen Sie sich um, was schon die Sportschützen als undurchführbare Zumutung ansehen. Nicht einmal über den Verbleib ihrer Munition glauben sie Buch führen zu können.

„Egal wie Sie es drehen und wenden - wir werden immer mit einem Restrisiko leben müssen.“
Ja, das ist so. Aber wir haben die Pflicht, dieses Restrisiko so klein wie möglich zu halten. Und für Blödsinn oder reinen Spass muss es sehr niedrig sein.

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Gelöschter Nutzer #775269

Registriert seit: 06.06.2009

Kommentare: 535

24. September 2010 - 18:19 Uhr

Fast alle Sicherheitsentwicklungen im Straßenverkehr basieren
auf der Unfallgefahr. Wäre das uns völlig egal, würde es weder
einen ADAC noch einen TÜV geben, zumindestens nicht in der
Form wie wir es kennen! Ganz zu schweigen von der Vielzahl an
Firmen die nichts anderes tun als die technischen Sicherheits-
standards herzustellen und weiter zu entwickeln.
Im übrigen sind der ADAC und der TÜV eingetragene Vereine;)
Der Vergleich mit den tödlichen Unfallzahlen im Straßenverkehr
ist also eher ein Argument dafür, etwas zu unternehmen, als ein
Grund nichts zu tun und den Kopf in den Sand zu stecken:((

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

24. September 2010 - 18:20 Uhr

@Frank Ebert

„Und dies ist nun mal so gering (auch wenn diese Fälle in den Medien spektakulär aufbereitet werden), dass es sich nicht lohnt, weitere Schritte zu unternehmen.“

Mag sein, dass Sie aus den Medien spektakulär erfuhren. Aber die Menschen aus Lörrach sahen die Rauchwolke live, sie hörten die Rettungsfahrzeuge, die Feuerwehrfahrzeuge und die Fahrzeuge der Polizei. Die muss man nicht „spektakulär“ aufbereiten. Und deshalb interessiert die auch nicht eine abgehobene Statistik, die wo auch immer gemessen wurde. Wenn ein Ereignis real eingetreten ist, fragt man doch nicht noch nach, wie wahrscheinlich es war, dass es eintrat, um zu glauben, dass es eingetreten ist. Da müsste man ja bekloppt sein. Sehen Sie denn nicht, wie abwegig es ist, hier Statistiken zu bemühen?
Wenn Sie zu einer Geburtstagsfeier eingeladen sind, fragen Sie dann erst den Statistiker, ob es wahrscheinlich ist, dass der Einladende wirklich Geburtstag hatte?

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

24. September 2010 - 18:40 Uhr

@ Walter Haberer

Ich muss Sie entäuschen - ich bin kein Waffenfreund, kein Waffenbesitzer und auch kein Sportschütze oder Jäger. Sprich ich habe eigentlich keinerlei Bezug zu Waffen und nehmen daher für mich in Anspruch, eine relativ wertneutrale Meinung vertreten zu können.

Überflüssig? Nun, unsere aktuell 5 angemeldeten KFZ für zwei Personen sind ebenfalls überflüssig, da wir maximal 2 Fahrzeuge gleichzeitig bewegen können. Und trotzdem haben wir sie.
Wollte ich das Restrisiko "Täter zu werden" gering halten, müsste ich mich eigentlich von mindestens 3 Fahrzeugen trennen.

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Egon Mayer

Registriert seit: 30.06.2010

Kommentare: 1485

24. September 2010 - 19:34 Uhr

@Walter Haberer
Ich muss Sie auch enttäuschen. Ich besitze keine eigene Schusswaffe und bin weder ein Waffenfreund noch Sportschütze oder Jäger. Ebenso habe ich den Kriegsdienst verweigert.
Allerdings habe ich ein Problem mit den ewigen Bevormundungen. Sobald irgendwo irgendetwas passiert, wird nach einem Verbot oder einem Gesetz geschrien. Ist ja auch leichter als - wie oben angesprochen - sich um die Nachbarn zu kümmern und damit die Spannung aus deren Psyche zu nehmen. Lieber die Verantwortung an den Staat abgeben, als selbst den Arsch in der Hose zu haben und sich auf die Hinterbeine zu stellen.

Und ergänzend noch: Wie man hier: http://www.badische-zeitung.de/amoklauf-in-loerrach-tat-war-laengere-zeit-geplant lesen kann, hätte ein Verbot von Schusswaffen nicht viel gebracht. Dann hätte die Frau eben eine andere Möglichkeit gefunden...

Und zum Thema Auto:
Sagen Sie mir doch mal bitte, wieviele Kfz WIRKLICH notwendig sind! Und wieviele objektiv betrachtet ÜBERFLÜSSIG sind.
Und: Was kommt den als nächstes, wenn Sie "überflüssiges" verbieten wollen? Und wer entscheidet überhaupt, was überflüssig ist?
Wenn Sie das konsequent durchziehen, dann können Sie unsere Existenz bis auf zwei nicht-überflüssige Dinge reduzieren: Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Alles andere können Sie dann verbieten.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

24. September 2010 - 21:10 Uhr

"Überflüssiges kann man verbieten."

@Herr Haberer

Wer erklärt etwas für überflüssig? Sie etwa als Alleiniger?

Ich entschuldige mich schon im Voraus für den folgenden Zynismus.

Was tun Sie wenn Sie für überflüssig erklärt werden?

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

25. September 2010 - 06:19 Uhr

@ Walter Haberer

Wenn ich zu einem Motorradunfall komme oder mal wieder jemand aus dem Freundes-/Bekanntenkreis tödlich verunglückt, ist dies auch sehr real und lässt einen immer wieder frösteln bzw. an der Sinnhaftigkeit dieses Hobbys zweifeln.
Und trotzdem geht man das definitiv vorhandene Risiko immer wieder auf´s Neue ein und hofft, dass man selbst keinen Fehler macht und auch nicht Opfer der Fehler anderer VT wird.

Bei Amokläufen in den letzten 10 Jahren gab es 36 Tote (also 3,6 pro Jahr). Im gleichen Zeitraum wurden über 9000 Motorradfahrer getötet (also 900 pro Jahr), obwohl die Zielgruppe (nur Motorradfahrer) deutlich kleiner ist.

Und falls jetzt das Argument "ist ja ihre freie Entscheidung" kommen sollte - da über 50% aller tödlichen Motorradunfälle von anderen VT verursacht werden, ist es keineswegs meine freie Entscheidung, die Radieschen von unten zu betrachten. Und ob ich nun eine Kugel in oder eine Stoßstange an den Kopf bekomme, ist mir schlussendlich egal, da ich in beiden Fällen das zeitliche gesegnet habe. ;-)

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Joachim Pape

Registriert seit: 04.12.2009

Kommentare: 638

25. September 2010 - 08:52 Uhr

Zum Thema Waffengesetz, wie es andere Länder handhaben siehe:

http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/19708.asp?artid=25813

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Frank Schepull

Registriert seit: 25.09.2010

Kommentare: 5

25. September 2010 - 11:18 Uhr

es ist schon erschreckend, wie manche in diesem Forum die Sprortschützen und den Besitz Ihrer Waffen im privaten Wohnzimmer mit dem Argument verteidigen, die Gesetze seien ausreichend geregelt und man könne solche irrsinnigen Taten ohnehin nicht verhindern.

Zunächst sollten wir uns alle nicht vor der Tatsache verschließen, dass Waffen egal welcher Art schon immer Tod und Leid verursacht haben.

Alleine zu wissen, dass mit der Nutzung einer Waffe so viel Leid verursacht werden kann müßen die Verantwortlichen darin bestärken, den Zugriff im privaten Bereich an eben jener endlich zu verhindern und den Besitz im privaten Wohnzimmer verbieten.

Die Aussage des Herrn Oehmet, dass der Besitz einer Waffe klar geregelt und ausreichend sicher sei, wurde am vergangenen Sonntag wieder einmal wiederlegt.

Wieviel Tode durch solche tobende Scheusale muss es noch geben, damit so manche Fürsprecher endlich wach werden?

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

25. September 2010 - 11:32 Uhr

@frank schepull

"tobende scheusale"... so, so... gehören sie auch zu jener gruppe, die nur oberflächlich urteilt? warum gibt es solch "tobende scheusale"... ich kanns ihnen sagen: weil menschen wie sie, die probleme nicht an den wurzeln packen, sondern lieber den einfachen weg gehen, indem sie generelle waffenverbote fordern. die ursächlichen probleme wollt ihr doch garnicht warhaben. nämlich diese, welche unsere "wegschau-gesellschaft" selbst produziert. würde sich die gesellschaft mehr um seine mitmenschen kümmern, helfen und auch unterstützen, würde es wohl kaum zu solchen taten kommen- hinterher dann das grosse geheul, nachdem jeder zuvor immer so schön aktiv weggeschaut hat. was liegt da näher, als in der fortgesetzten kurzsichtigkeit ein waffenverbot zu fordern? nur vergessen diese menschen eines: die waffe ist nur das werkzeug--> die auslöser hierfür jedoch sind die menschen die tagtäglich wegschauen und es soweit kommen lassen. für mich sind die forderungen nach einem waffenverbot nur scheinheilige argumentarien welche die eigene ohnmacht, unfähigkeit und falscher pazifismus übertünchen sollen. im grunde genommen argumentarien von feiglingen. wann zum beispiel, haben sie zuletzt einmal einen mitmenschen auf seine probleme angesprochen, hilfe angeboten und sich aktiv an problemen anderer beteiligt? hinterher mit der meute heulen ist halt einfacher.

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Frank Schepull

Registriert seit: 25.09.2010

Kommentare: 5

25. September 2010 - 11:40 Uhr

Herr Offenburg Kettensägen-Mörder gibt es nur im Kino!

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Frank Schepull

Registriert seit: 25.09.2010

Kommentare: 5

25. September 2010 - 11:52 Uhr

Herr Rutner zunächst sollten Sie einmal das genau durchlesen und vorallem verstehen, was ich vertrete und geschrieben habe.

Es steht mit keinem Wort den generellen Besitz und das Verbot von Waffen einzuführen.
Waffen haben in einem privaten Haushalt nichts zu suchen und gehören an den Ort, an dem diese sogenannten Liebhaber Ihrem tun nachgehen. Und das ist nun eben der Verein.

Vielleicht wissen Sie nicht, dass man mit dem einfachsten Weg schon ein Anfang machen kann.

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

25. September 2010 - 11:54 Uhr

@f schepull

ich möchte ihre rosarote welt ja nicht zerstören... aber die realität ist meist grausamer als im kino....

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2005/0629/berlin/0034/index.html

http://www.focus.de/panorama/welt/kettensaegen-massaker_aid_124144.html

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

25. September 2010 - 11:59 Uhr

sehen sie, das ist das was ich meinte:

lieber die verantwortung abschieben als selbst zu handeln. mit einem verschluss an einem zentralen ort ist es nicht getan. unsere gesellschaft muss sich ändern - die mit schusswaffen verübten morde sind nur ein kleiner teil des ganzen. sind sie doch einmal ehrlich zu sich selbst. messer, schlagstöcke bis hin zu "ganz normalen" haushaltsgegenständen sind als eingesetzte waffe in der überzahl- dies ist nunmal fakt. alles andere ist polemik.

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

25. September 2010 - 12:06 Uhr

aja--- anbei noch ein interessanter link über den versuch einer statistik "verwendeter" mordwaffen:

http://www.profilm.de/insel/archiv/waffanl.htm

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Frank Schepull

Registriert seit: 25.09.2010

Kommentare: 5

25. September 2010 - 12:20 Uhr

Herr Rutner wenn Ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, darin besteht in Statistiken Ihre Meinung zu bestärken, dann sollten Sie Ihre Auffassung nochmal überdenken und schnell handeln.
Statt alle in den Sack der Verantwortungslosen zu stecken.

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stephan rutner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 39

25. September 2010 - 12:23 Uhr

tja- die wahrheit ist oft unbequem- gell ?

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Frank Schepull

Registriert seit: 25.09.2010

Kommentare: 5

25. September 2010 - 12:39 Uhr

Die Warheit ist zwar manchmal unangenehm, aber man sollte Sie sagen dürfen.
Ausserdem muß man ja nicht alles verstehen, was manche mit Ihren überheblichen Aussagen vertreten.

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helmut kienzler

Registriert seit: 18.03.2010

Kommentare: 91

25. September 2010 - 17:49 Uhr

Wenn ein Mensch so etwas schreckliches plant wie in Lörrach, besorgt er sich eine Waffe egal wie, ob im Schützenverein oder nicht.

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Michael Kern

Registriert seit: 20.07.2009

Kommentare: 846

25. September 2010 - 18:05 Uhr

"Zunächst sollten wir uns alle nicht vor der Tatsache verschließen, dass Waffen egal welcher Art schon immer Tod und Leid verursacht haben."

@Herr Schepull

Gestatten Sie dass ich Ihren Satz berichtige.

Zunächst sollten wir uns alle nicht vor der Tatsache verschließen, dass "Menschen" egal welcher Art schon immer Tod und Leid verursacht haben.

Waffen sind Gegenstände, diese töten nicht. Menschen töten. Vor denen sollte man Angst haben.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

29. September 2010 - 17:51 Uhr

@ Michael Kern

„Waffen sind Gegenstände, diese töten nicht. Menschen töten. Vor denen sollte man Angst haben.“

Bei diesem schrecklichen Thema sollten wir uns vor Binsenweisheiten und schiefen Bildern hüten. Waffen sind Gegenstände, ja, aber sie sind von Menschen gemachte Gegenstände. Und diese Menschen bauten diese Gegenstände mit dem Ziel, ihnen einen bestimmten Zweck beizumessen. Und der ist Töten. Ohne die Absicht der Menschen gäbe es keine Gegenstände, die wir Waffen nennen. Und natürlich ist die Absicht eines Menschen nicht zu vernachlässigen, die sich in der Beschaffung eines Gegenstandes ausdrückt, dessen Zweck das Töten ist. So schliesst sich dann der Kreis.

Und die Faszination, die vom Töten ausgeht, ist ja ganz offensichtlich nicht nur bei der Minderheit der Kriminellen vorhanden, wie sich an dem derzeit auf den Markt kommenden Computerspiel erweist, das das Erschiessen von Flüchtlingen aus der DDR simuliert. Nicht einmal die Tatsache, dass es real existierende Opfer an der Grenze dieses Unrechtsstaates gab, hielt einen Studenten ab, dieses widerliche Machwerk herzustellen. Wenn es einen Markt für Tötungsspiele gibt, dann zeigt das deutlich, dass Waffen eben schon geeignet sind, durch ihre blosse Existenz Menschen zu bedrohen. Wir sehen daran, dass Mordlust unter ganz „normalen“ Menschen besteht. Der Zugriff auf eine Waffe könnte sie wachrufen.

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Gelöschter Nutzer #782481

Registriert seit: 08.08.2009

Kommentare: 1605

30. September 2010 - 06:19 Uhr

@ Walter Haberer

Faszination des Töten? Ja, diese mag es geben und dürfte uns alle in ihren Bann ziehen. Egal ob Kinder "Cowboy und Indianer" spielen, Heranwachsende und Erwachsene virtuell töten oder Oma Klabunte sich den Tatort anschaut - es macht Spaß und ist spannend.

Nur....was hat das jetzt bitte mit einem Amoklauf zu tun? Lässt sich aus dieser Faszination etwa ableiten, dass wir alle potentielle Amokläufer sind?

Müsste man dann nicht ebenfalls daraus ableiten, dass Personen, die aufgrund ihres Berufes töten müssen (Polizisten, Soldaten), ganz besonders gefährdet bzw. verroht sind und ein unkalkulierbares Risiko darstellen (geübt im realen Töten und dazu noch bewaffnet)?

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

08. Oktober 2010 - 15:43 Uhr

@ Frank Ebert

„die aufgrund ihres Berufes töten müssen (Polizisten, Soldaten), ganz besonders gefährdet bzw. verroht sind“

Ja, also wenn ich als Kind oder Jugendlicher so den Gesprächen alter Kameraden aus ihrer „Aktiv-Zeit“ im II. Weltkrieg lauschen musste, dann konnte ich genau zu dieser Vermutung kommen. Und es soll durchaus Fremdenlegionäre geben, die sich an ein ziviles Leben ohne Krachbumm nicht mehr gewöhnen können.
Um auf die Polizisten zu kommen, so haben die Vorfälle bei der Demonstration gegen Stuttgart 21 durchaus gezeigt, dass der dienstlich verordnete Umgang mit schweren Waffen der Menschlichkeit nicht gerade förderlich ist.

Dabei möchte ich ausdrücklich die Polizisten ausnehmen, die sich in Lörrach für den Schutz anderer Menschen eingesetzt haben.
Es geht darum, wofür eine Waffe geführt und benutzt wird. Wer sie defensiv einsetzt, ist anders einzuschätzen als jemand, der sie offensiv einsetzt oder den offensiven Einsatz simuliert.

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