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09. September 2010 21:13 Uhr

Thilo Sarrazin geht

Was halten Sie von seinem freiwilligen Rückzug?

Umstrittener Provokateur: Nach seinen Äußerungen zu muslimischen Zuwanderern und dem Erbgut von Juden ist Thilo Sarrazin unter Druck geraten. Zuletzt hatte die Deutsche Bundesbank entschlossen, sich von ihrem Vorstand zu trennen – jetzt geht er freiwillig.

Thilo Sarrazin tritt den Rückzug an. Der Grund: Er haben in den vergangenen 14 Tagen "massiven Druck" gespürt, sagte Sarrazin. "Das war für mich nicht einfach." Er habe sich überlegt, ob er es sich leisten könne, sich "mit der gesamten politischen Klasse in Deutschland anzulegen", sagte Sarrazin. "Diese Situation hält auf Dauer keiner durch." Jetzt könne er noch auf vielen Veranstaltungen auftreten, ohne dass man sage, der Bundesbankvorstand spreche.

Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit.

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10 Kommentare

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Werner Meier

Registriert seit: 28.02.2010

Kommentare: 347

09. September 2010 - 21:33 Uhr

Ich halte die Entscheidung von Herrn Sarrazin schlicht und einfach für vernünftig. Wozu langwierige juristische Winkelzüge, um sich gegen eine Abberufung zur Wehr zu setzen? Selbst im Falle eines Erfolgs wäre das Arbeitsklima mehr als frostig geworden. Er hat sicher seine Schäfchen ins Trockene gebracht und noch genügend Tätigkeitsfelder, um ohne den Vorstandsjob aktiv zu bleiben.

Egal wie man im Einzelnen zu seinen Thesen steht, er hat Misstände aufgezeigt und notwendige Diskussionen angefacht und das finde ich besser, als die Weichspülwelle unserer Politiker.

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Friedbert Ludwig

Registriert seit: 09.09.2010

Kommentare: 254

09. September 2010 - 21:49 Uhr

Egal was Herr Sarrazin "verzapft" hat, ich habe das Buch gelesen, es kann nur der Anstoss zur einer vollkommen verfehlten Integration-Politik der ver-
gangener Regierungen sein.
Alle Politiker der Gegenwart sind Weichspüler und haben keinen Arsch in der Hose vom Rückgrat möchte ich nicht sprechen.
Dieser Tag, mit dieser Entscheidung, ist eine Niederlage für die Demokratie und die Meinungsfreiheit in unserem Land.

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Thomas Bender

Registriert seit: 04.02.2010

Kommentare: 2506

09. September 2010 - 22:02 Uhr

Da wird den Damen und Herren in Berlin jetzt aber ein Stein vom Herzen gefallen sein. Hatte doch z.B. der Freiburger Verfassungsrechtler Professor Dr. Friedrich Schoch erste Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Abberufungsverfahrens geäußert:

http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E3662FFDD3B28487F99ADEEA9CF450985~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Heinrich Georg Hefter

Registriert seit: 25.02.2010

Kommentare: 160

10. September 2010 - 06:45 Uhr

"Freiwillig"?

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Alfons Hauser

Registriert seit: 01.07.2009

Kommentare: 121

10. September 2010 - 07:55 Uhr

Der persönliche Rückzug ist schon lange fällig,nach Lostreten einer solchen Debatte

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

10. September 2010 - 10:52 Uhr

Sarrazins Zündeln zeigt Wirkung. Die Ersten kommen schon aus ihren Löchern gekrochen:
http://www.badische-zeitung.de/dpa-news/ex-cdu-politiker-will-partei-gruenden

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Gelöschter Nutzer #775269

Registriert seit: 06.06.2009

Kommentare: 535

10. September 2010 - 12:07 Uhr

Die Liste der Rückzieher wird immer länger. Angefangen von
Oettinger über Koch und jetzt Sarrazin bis Steinbach. Alles
Leute die gern am rechten Rand gefischt haben.
Ob das mal gut geht?

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

14. September 2010 - 14:21 Uhr

@ Werner Meier
„Egal wie man im Einzelnen zu seinen Thesen steht, er hat Misstände aufgezeigt und notwendige Diskussionen angefacht und das finde ich besser, als die Weichspülwelle unserer Politiker.“

Ja, das sagt man gerne, wenn man nicht zu denen gehört, denen hier verbal die Existenzberechtigung entzogen wird. Welcher Angehörige nichtdeutscher Herkunft kann sich denn nach dessen rassistischer Attacke nun noch in dem Deutschland sicher fühlen, das nicht nur bis 1945 auf eine Tradition des Menschenhasses verweisen kann?
Was hat dieser Schwätzer eigentlich so Neues gesagt, dass all die, welche von seinem eigentlichen Job nichts verstehen, nun so sehr frohlocken? Er hat nur den Quatsch betrunkener Stammtischbrüder in einem Buch niedergeschrieben, das diese nun vermutlich als erste Lektüre ihres Lebens konsumieren werden.

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Walter Haberer

Registriert seit: 22.07.2010

Kommentare: 1754

14. September 2010 - 14:25 Uhr

@Thomas Bender

Herr Bender, der Kerl ist für sehr viel Steuergeld als Vorstand der deutschen Bundesbank bestellt gewesen, nicht für das Bellen in der Gosse.

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Peter Rapp

Registriert seit: 25.09.2009

Kommentare: 687

23. September 2010 - 01:12 Uhr

Ein paar Dummheiten hat der Herr Sarrazin ja schon gesagt, neben ein paar für Innenpolitiker sehr sehr unangenehmen Wahrheiten.

Im Übrigen: wie ist er auf seinen BuBa-Posten denn überhaupt gekommen ?
Etwa per Entsorgung, wie das bei verdienten Genossen halt so üblich geworden ist ?

Dagegen ist sein BuBa-Rücktritt schon fast ein Akt staatsmännischer Weisheit.

Und doch war der Kuhhandel zum Genieren.

Wo sind sie geblieben, die wirklich weisen Staatsmänner ?

PR

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