Bestseller-Historiker Harari

ANGERISSEN: Fast anwesend

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Fr, 22. Juni 2018

Kolumnen (Sonstige)

Der Saal in der Freiburger Unibibliothek war gerappelt voll am Mittwoch. Die Veranstaltung in der Reihe "Bücher, über die man spricht" war im Programmheft des Studium generale so angekündigt: "Prof. Dr. Yuvai Noah Harari (Jerusalem), Homo Deus: Eine Geschichte von Morgen, (München: C. H. Beck 2018). Gesprächspartner: Prof. Dr. Oliver Müller, Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Prof. Dr. Magnus Striet." Oha! Der israelische Historiker, dessen Bücher Bestseller sind, zu Gast. So hatten sich wohl nicht wenige Harari-Leser gedacht. Doch Harari war nicht da. Die drei Freiburger Theologen starteten ein Gespräch über dessen letztes Buch. Einige Besucher hörten ein wenig zu – und gingen wieder. Sie hätten die Ankündigung im Programm genau lesen müssen: Die Autor*innen der "Bücher, über die man spricht" seien "fast immer" anwesend, heißt es da. Dass das "fast" für Hararai gedacht war, war nicht ersichtlich. Nur im Internet war der Hinweis nachgetragen worden. Pech gehabt, wer Harari sehen wollte. Wer blieb, hörte immerhin eine interessante Diskussion.