Schließung von Oiltanking

RHEINGEFLÜSTER: Chancen für die Stadt

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Sa, 28. Juli 2018

Breisach

Wenn ein Geschäft oder ein Gewerbebetrieb seine Türen schließt, dann ist dies für eine Stadt zunächst einmal keine gute Nachricht. Denn in der Regel gehen damit Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verloren. Vor einigen Tagen hat die Firma Oiltanking gegenüber der Badischen Zeitung bestätigt, dass sie ihr am Weinfestgelände gelegenes Tanklager zum Jahresende aufgeben und voraussichtlich bis im Herbst 2019 das Gelände räumen wird. Fünf Stellen fallen dadurch weg und einige Händler von Heizöl und Diesel werden künftig weitere Wege nach Basel oder Karlsruhe zurücklegen müssen, um ihre Tanklaster zu füllen. Dass sich Oiltanking aus der Münsterstadt verabschiedet, hat aber auch positive Seiten. Denn der Stadt eröffnen sich dadurch einige städtebauliche Möglichkeiten, die einige Probleme lösen oder zumindest entschärfen könnten. So wird Oiltanking nicht nur seine zwölf großen Silos neben dem Weinfestgelände abbauen, sondern auch die Verladestation am Rheinufer. Damit könnte Breisach dort eine neue Anlegestelle für Schiffe errichten, dadurch Geld verdienen und zumindest einige Kreuzfahrtschiffe vom bisherigen Standort an der Rheinuferstraße ans Weinfestgelände verlegen. Die Busse, in die die Gäste der Kreuzfahrtschiffe fast täglich ein- und aussteigen und die die Rheinuferstraße verstopfen, könnten dann vielleicht dort, wo heute noch die großen Tanks von Oiltanking stehen, parken. Damit wäre auch die Innenstadt wieder von etwas Verkehr entlastet. Eine Überlegung wäre es auf jeden Fall wert. Darüber hinaus ist der Standort von Oiltanking neben dem Weinfestgelände und nahe an Wohnhäusern sicherlich nicht optimal. Ein Feuer in dem Tanklager hätte leicht zu einer Katastrophe führen können. Insofern wird es mit der Schließung der Firma ein Sicherheitsrisiko weniger in der Stadt geben.