Dauerbaustelle Innenstadt

RHEINGEFLÜSTER: Das Beste draus machen

Thomas Rhenisch

Von Thomas Rhenisch

Sa, 14. Oktober 2017

Breisach

Am Montag geht es also endlich los mit der Umgestaltung der Breisacher Innenstadt. Das ist gut so. Über Monate und Jahre haben die Verantwortlichen in der Verwaltung und im Gemeinderat, haben Bürger und Interessengruppen um ein städtebauliches und gestalterisches Konzept gerungen. Denn die Münsterstadt soll für Einheimische und Gäste liebens- und lebenswerter und die überhandnehmenden Verkehrsströme sollen besser gelenkt werden. Herausgekommen ist – wie immer in solchen Fällen – ein Kompromiss. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht allen alles daran gefällt. An Kritikern am Konzept fehlt es nicht. Hinzu kommt, dass die auf zwei Jahre veranschlagte Umbauphase mit erheblichen Einschränkungen für Anwohner, Gäste und Geschäftsleute verbunden sein wird. Während der ersten Bauphase beispielsweise wird der Gutgesellentorplatz für den Verkehr komplett gesperrt. Wer mit dem Auto nach Breisach hinein oder aus der hinaus möchte, muss zum Teil lange Umleitungsstrecken in Kauf nehmen. Neuer Ärger mit Schleichverkehren ist da geradezu vorprogrammiert. Auch als Einkaufsstadt wird Breisach während des Umbaus an Attraktivität einbüßen. Für das eine oder andere Geschäft wird es möglicherweise Engpässe geben. Das ist ein Problem. Aber die Alternative, nämlich nichts zu tun, wäre um einiges schlimmer. Die großen Potenziale, die in Breisachs Zentrum bislang schlummern, blieben weiterhin ungenutzt. Es kommt jetzt darauf an, während der nächsten Monate das Beste aus der Situation zu machen und sich darauf zu freuen, dass Breisach nach dem Umbau deutlich schöner und attraktiver sein wird als davor.