Müll in der Stadt und am Rhein

RHEINGEFLÜSTER: Die Bürger sind gefordert

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Sa, 28. April 2018

Breisach

Es ist ein Problem, das sich nicht mehr wegdiskutieren lässt: Der viele Müll, der auf Straßen, Gehwegen, im Wald oder am Rheinufer einfach weggeworfen wird und dort dann teilweise über Monate oder gar Jahre liegt. Um es gleich vorwegzusagen: Der Breisacher Stadtverwaltung ist hier kein Vorwurf zu machen. Sie kümmert sich, so gut es geht, um die Beseitigung des Unrats, was nebenbei bemerkt jährlich mehrere zehntausend Euro kostet. Gemeinderat Stephan Mutke (ULB) hat in dieser Woche in der Stadtratssitzung zu Recht auf die "zunehmende Vermüllung der Stadt", wie er es nannte, hingewiesen. Gleichzeitig haben Kinder und Eltern vor einem Film über die zunehmende Klimaerwärmung am Rheinufer Müll gesammelt und diesen vor dem Kino deponiert, um zu zeigen, wie groß das Problem mittlerweile geworden ist. In Breisach gibt es seit Jahren eine vorbildliche Initiative, die sich in regelmäßigen Abständen trifft, um Müll einzusammeln. Doch dies alleine wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Es muss in der Gesellschaft ein grundlegendes Umdenken stattfinden. Es wird immer Menschen geben, die sich nicht an die Regeln halten und sogar ihren Hausmüll achtlos in der Gegend verteilen. So etwas darf aber künftig kein Kavaliersdelikt mehr bleiben. Es wird Zeit, dass die Bürger der Stadt die Müll-Frevler offensiv auf ihr Tun ansprechen.