Kommentar

Die Stadt hat ihre Lehren aus der Festkrise gezogen

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Fr, 04. Mai 2018

Freiburg

Freiburg feiert und freut sich auf den Festsommer. Wer im Juli und August daheim bleibt, bekommt was geboten. Das in Redaktionen berühmt-berüchtigte Sommerloch verschwindet angesichts des Veranstaltungskalenders. Kaum ein Wochenende ohne hocken, schlemmen und tanzen. Das sah vor einigen Jahren noch anders aus. Die Veranstalter beliebter Feste hatten teilweise genug von den Auflagen der Stadtverwaltung. Das Schlossbergfest etwa fiel 2012 und 2013 zweimal hintereinander aus, und in der Stadt sprach man von einer "Festkrise". Der Gemeinderat beschloss, im gescholtenen Amt für öffentliche Ordnung eine Stelle zur Koordination von Großveranstaltungen einzurichten. Wie zentral diese Stabsstelle bisher war, ist schwer zu sagen. Noch immer klagen Veranstalter, zuletzt im Zusammenhang mit dem gescheiterten Public Viewing am Eisstadion, über Genehmigungshürden. Dass die zentrale Managerstelle seit 2017 jedoch mehr als zuvor in verschiedene Abteilungen des Amtes integriert ist, spricht für eine positive Entwicklung. Genehmigungsverfahren müssen transparent und fair ablaufen. In enger Abstimmung müssen Fragen zu Lärm, Sicherheit und Verkehr geklärt werden. Davon profitieren nicht nur die Veranstalter, sondern die ganze Stadt.