Moment Mal

Entspannte Feiertage statt Geschenkehysterie

Manuela Müller

Von Manuela Müller

So, 17. Dezember 2017 um 23:55 Uhr

Liebe & Familie

Wer an Weihnachten auf die Materialschlacht verzichtet, gewinnt wertvolle Zeit für die Familie. So wird die Weihnachtszeit wieder zur Familienzeit.

Was Schokonikoläuse angeht, bin ich Traditionalistin. Der Marke, mit der ich schon als Kind beschenkt wurde, bin ich noch immer treu. Und als ich kürzlich an der Schokolade nagte, fiel mein Blick auf die Verpackung. Der Sack des Nikolauses quillt über: Legosteine, ein Roboter, der Controller für eine Spielkonsole, eine Lok, ein Fußball, ein Dinosaurier. Das war in meiner Kindheit anders. In den 80ern schauten aus dem Sack nur ein Ball, ein Teddy und ein Geschenk heraus. Die sich wandelnde Aluverpackung scheint also ein Abbild der zunehmenden Geschenkehysterie zu Weihnachten zu sein.

Wie gut, dass wir uns in der Großfamilie darüber einig sind, dass wir an Weihnachten auf die Materialschlacht verzichten wollen. Stattdessen werden im Advent Gutscheine für gemeinsame Familienaktivitäten in den Weihnachtsferien gebastelt: Schneewanderung, Kinderstück im Theater, Spielenachmittag, Bowling, Zirkus, ... Dieses Vorgehen hat Vorteile: Keiner von uns muss sich durch überfüllte Geschäfte zwischen gestressten Geschenkejägern durchschlängeln. Die Kinder drehen unter dem Weihnachtsbaum wegen all der Pakete nicht durch. Und wir unternehmen etwas gemeinsam – machen also die Weihnachtszeit zur Familienzeit. So wie früher. Ganz traditionell ohne Geschenkewahn, dafür aber völlig entspannt. In diesem Sinne wünsche ich besinnliche Feiertage!