FRAGEN SIE NUR!: Farben, die aktiv mitwirken

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Sa, 18. August 2018

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Warum scheinen Neonfarben zu

leuchten?

Bei einer Lampe ist es klar: Sie leuchtet, weil von ihr mehr Licht ausgeht als von ihrer Umgebung. Aber Lampen haben eine eigene Energiequelle. Wie schaffen es hingegen die Neonfarben von Textmarkern oder Reflektor-Westen, ohne Stromanschluss zu leuchten? Eine ganz gewöhnlich rot gefärbte Oberfläche wirkt rot, weil nur rot erscheinende Wellenlängen reflektiert werden; alle anderen sichtbaren Farben werden geschluckt. Wenn hingegen eine "neongrüne" Oberfläche angestrahlt wird, wandeln die Farbmoleküle einen Teil des ultravioletten oder blauen Lichtes in längerwelliges, grünes Licht um, das sie dann abstrahlen. Sie reflektieren also nicht nur bestimmte Anteile des Lichtes, sondern "erzeugen" selbst welche; Physiker nennen das Fluoreszenz. Deshalb scheinen die Farben, besonders in dunklerer Umgebung, selbst zu leuchten. Der Name "Neonfarben" leitet sich von der alten "Neonreklame" her.
"Neon-Gasentladungen machen ein sehr kräftiges rotes Licht und wurden viel für selbstleuchtende Schriftzüge verwendet", sagt Frank Stienkemeier von der Abteilung Atom-, Molekül- und Optische Physik der Uni Freiburg. "Wissenschaftlich macht deshalb ein Name wie neongrün keinen Sinn."