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17. Juni 2017

Fragen Sie nur!

Wird Mikroplastik schon von heutigen Kläranlagen aus dem Abwasser gefiltert?

Mikroplastik ist – wie der Name schon sagt – mikroskopisch kleines Plastikmaterial, das man nicht unbedingt mit dem bloßen Auge sehen kann, das sich aber heute überall auf der Welt in Gewässern, Sedimenten und sogar Nahrungsmitteln findet. Es gelangt auf unterschiedliche Arten in unsere Abwässer. Zum Beispiel durch Zusätze wie Acrylate Crosspolymer im Duschgel: Dort stellt es die Viskosität, die Zähflüssigkeit her. Aber auch Kleider aus Kunststoff wie Fleecepullover verlieren bei jedem Waschgang unzählige Plastikfasern. "Moderne Kläranlagen sind heute in der Regel dreistufig, da zur Abwasserreinigung nacheinander mechanische, biologische und chemische Verfahren eingesetzt werden" informiert "Umsicht", eine Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft, die Fragen zum Thema Mikroplastik untersucht. Um Mikroplastik aus dem Abwasser zu entfernen, wäre eine vierte Reinigungsstufe nötig, in der Mikroplastik und andere Stoffe, die der aquatischen Umwelt schaden, beispielsweise an Aktivkohle gebunden würden. Ein solcher zusätzlicher Klärschritt, der laut Umweltbundesamt die Kosten für die Abwasserreinigung um zwei bis zehn Prozent erhöhen würde, könnte, so sind derzeit die Erwartungen, bis 2020 gesetzlich vorgeschrieben werden.

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Autor: val