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28. Juli 2012
Die Entdeckung Alaskas
GEISTESBLITZE: Der kalte Kolumbus
Die Möglichkeiten für einen zweiten Christopher Kolumbus waren im 18. Jahrhundert gering – die Erde hat nun einmal nur fünf Kontinente, die damals alle entdeckt waren. Das wusste auch Vitus Bering. Und an die Eroberung des Weltalls war noch lange nicht zu denken. Bering setzte seine Hoffnung auf das legendäre "Joao-da-Gama-Land", über dessen Lage mitten im Meer spekuliert wurde. Am 15. Juni 1741 stach unter seinem Kommando das Flaggschiff St. Peter und das Schwesterschiff St. Paul von Petropawlowsk aus in See. Die beiden Schiffe nahmen Kurs Ost-Südost, um den vermeintlichen Kontinent zu suchen. Die Schiffe segelten wochenlang durch die See. Am 26. Juli 1741 sichtete die Mannschaft auf rund 58 Grad nördlicher Breite überraschend Land: Alaska. Der Naturforscher Georg Wilhelm Steller war an Bord und berichtete: "Einige wollten sogleich dem Lande sich nähern und Hafen aufsuchen. Andere stellten sich dieses als sehr gefährlich vor." Steller wird ausgewählt, als erster Europäer an Land zu gehen. Er entdeckt Spuren von Menschen, einen Vorratskeller mit geräuchertem Fisch, Pfeile und gesammelte Gräser und Kräuter. Als er sich ins Landesinnere wagt, sieht er Rauch aufsteigen. Doch Kapitän Bering drängt zum Aufbruch. Er erkennt die Tragweite seiner Entdeckung nicht. Bering will weiter nach dem "Joao-da-Gama-Land" suchen, das er nie finden wird. Steller sieht das anders. Doch nicht er, sondern Expeditionsleiter Bering gilt noch heute als europäischer Erstentdecker Alaskas.
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Autor: jjev



