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Hilft es gegen Zwiebelgeruch, die Hände an Metall zu reiben?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Fr, 17. November 2017 um 16:48 Uhr

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Beim Schneiden von Zwiebeln werden Schwefelverbindungen freigesetzt, die für Tränen in den Augen und für übel riechende Finger verantwortlich sind. Dagegen hilft Edelstahl.

Handlich geformte Stücke Edelstahl, sogenannte Edelstahlseifen, versprechen, die Zwiebelhände besser zu reinigen als normale Seife. "Der genaue Wirkmechanismus ist dabei unbekannt", sagt der Chemiker Jens Friedrich von der Pädagogischen Hochschule Freiburg. "Allerdings besitzt Stahl die Eigenschaft, Moleküle besonders gut zu adsorbieren, also anzureichern."

Edelstahl zersetzt Schwefelmoleküle

Demnach könnten die Metalle des Edelstahls die an den Händen haftenden Schwefelmoleküle katalytisch zersetzen und die Geruchsursache somit zerstören. Ob Edelstahl als Seifenersatz bei Zwiebelfingern in Frage kommt, muss allerdings jeder selbst ausprobieren, denn aussagekräftige Untersuchungen zur Wirksamkeit fehlen bislang. Die gute Nachricht: Wie Friedrich berichtet, muss man für das Experiment kein spezielles Stück Edelstahl anschaffen. Denn "ein ähnliches Ergebnis erhält man, wenn man die Finger an der Edelstahlwasserarmatur in der Küche reibt".
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