Lörracher Sportvereine

MARKTGEFLÜSTER: Pro und Contra E-Sport

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Fr, 31. August 2018

Lörrach

"Lasst die Spiele beginnen" – die Eröffnungsshow der weltweit größten Messe für Computerspiele Gamescom in Köln war gigantisch. Die ganze Stadt stand vergangene Woche in ihrem Zeichen. Manche Spielebegeisterte, auch aus Lörrach, erschienen phantasievoll verkleidet und frisiert. Auch Gerhard Bukow, der Leiter des städtischen Fachbereichs Jugend, Schulen, Sport, ist ein Freund dieser Spiele in der digitalen Welt. Er warb bei Lörracher Vereinen für organisierte Angebote des boomenden E-Sports. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Der TuS Lörrach-Stetten steht dem Trend beispielsweise ablehnend gegenüber, der TSV RW Lörrach zeigt sich grundsätzlich offen. Der TuS wolle Jugendliche für analogen Sport begeistern, und dies am liebsten in der Natur, nicht am Computer, sagte Vorsitzender Jürgen Talmon-Groß. Bei Rot-Weiß ist die Haltung hingegen, jeder könne gerne eine Abteilung unter dem Dach des Vereins ins Leben rufen. "Wir verschließen uns Veränderungen nicht", sagt Ältestenrat Veit Vogel. Vorsitzender Markus Schwöble betonte nur, Akteure müssten selbst das Heft in die Hand nehmen und dürften nicht dem Hauptverein die Arbeit überlassen. Ohne Unterstützung wird so nie etwas daraus. Ein Raum als Spielort sowie Sponsoren für Computer samt Wartung und Bildschirmen sind die Mindestvoraussetzungen, um Spielebegeisterte aus ihren eigenen vier Wänden raus und in einen Verein zu locken. Sonst könnten sie daheim weiter zocken, wo sie digital mit Mitspielern aus der ganzen Welt verbunden sind.