Parkplatzsuche

MARKTGEFLÜSTER: Schimpfen und nachmachen

Peter Gerigk

Von Peter Gerigk

Di, 03. Juli 2018

Lörrach

Mit dem von der Klimaanlage im Innenraum gekühlten Auto ganz nahe ans Freibad fahren und dann ins kühle Nass springen: Diesen Wunsch erfüllten sich am Sonntag viele Besucher des Parkschwimmbads. Das Wochenende war eines der am besten besuchten in diesem Sommer. Bei der Hitze liegt dieser Wunsch ja auch nahe. Kaum ein Lüftchen blies zwischen Tüllinger und Hünerberg, das Quecksilber im Thermometer stieg und stieg. Da erschien die Abkühlung allzu verlockend. Schon morgens bildete sich eine lange Warteschlange vor dem Kassenhäuschen, dem letzten Nadelöhr vor der ersehnten Erfrischung. Dafür türmte sich für die Autofahrer unter den Badefreunden davor aber eine Hürde auf, an der viele scheiterten: die Parkplatzsuche. Da ging es ihnen so wie vielen Schweizern, über die wir Lörracher so gerne schimpfen, weil sie heiß auf die Schnäppchensuche sind, aber keinen Stellplatz ganz dicht vor der anvisierten Ladentheke finden und deshalb einfach im Parkverbot stehen bleiben. Genauso machten es viele Freibadbesucher: Mindestens 88 war’s egal, dass sie im Parkverbot standen. So viele Knöllchen verteilte die Polizei – rekordverdächtig.