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07. Januar 2012

LUEGINSLAND: Scho no neu

Mänkmol weiß i gar nimmi, wem i scho s neu Johr agwunsche hab. Wenn i zu ebber wo i kenn "Gude Dag" sag, frog i sicherheitshalber jeds Mol: "Hab i Ihne jetz scho s neu Johr agwunsche?"
Wo i no e Bu gsi bin, hab i als uf de Kaiserstroß de Karli bewundert, wie er am Afang vom neue Johr zwischem Bertoldsbrunne un em Siegesdenkmol in eim furt uf un ab dibbelt isch un zu jedere un jedem "E guds Neus!" gsagt het. Zu mir Bu. Zu dem äldere Ma hinder mer. Un zu dere Bauersfrau, wo ne kennt het. Stundelang uf un ab "e guds Neus!" De Karli het alli agschwätzt. Un über alli Backe dezu gstrahlt. Vieli hen en kennt. Die meischde hen sich gfreut. E Huffe hen de Kopf gschüddelt. Zwei, drei hen gmeint, "des macht mer doch nit!" Obwohl des achdevierzig Johr her isch, weiß i s uf eimol wieder. Sieh de Karli vor mer.

 Un wie bin i jetz do druf kumme? A so, hä jo, weil s Johr no neu isch. Aber des geht nit lang. Die erschde anderthalb Woche wahrscheins. Na het sich s au wieder. Hab i Ihne eigentlich scho s neu Johr agwunsche? Also Ihne wünsch i Gsundheit un dass Sie in dem Johr froh durch s Lebe komme.

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Autor: Martin Schley