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31. März 2012

LUEGINSLAND: S Elsiss bruucht uns

D Unesco zeigt in ere Charta, dass meh as d Hälfti vo de öbbe 6000 Sproochen uf de Welt am Verschwinde sin, drunter au s Alemannischi. Un bsunders die elsässischi Variante gilt als "ernsthaft gefährdet". Fümf Johr alti Untersuechige meine, no 900 000 Mensche täte s schwätze, neui zeige, s sin numme no 600 000. Immerhin, denk i, e Drittel vo de Elsässer schwätzt no die eigeni Sprooch. (Meh sin s doch bi uns au nit!) Aber s goht als wiiter de Bach ab, bsunders in de Städt. Je nu, si hän doch s Französischi. Längt des nit? Doch, im Elsässer als Franzos scho, aber ebbe. Wiviil Elsässer isch de Elsässer ohni s Elsässisch? "… so liegt in jeder Sprache eine eigenthümliche Weltansicht. Wie der einzelne Laut zwischen den Gegenstand und den Menschen, so tritt die ganze Sprache zwischen ihn und die innerliche und äußerlich auf ihn einwirkende Natur." (Wilhelm von Humboldt, 1836). S git e ganzi Reihe vo Verein, wo sich für s Überlebe vo de elsässische Kulturtradition un –sprooch iisetze, so d René-Schickele-Gesellschaft, wo für de hüttigi Tag, uf de Drei am Nomittag uf de Kleberplatz z Strossburg iiladet, komplett zweisproochig. Noch re Demo, wo am Zwei am Bahnhofsplatz los goht, git s ebbe e "Kundgebung – Unsere Sprache braucht ein Gesetz – Für ein zweisprachiges Elsass". Dass des s Elsässischi nit hät, lit am französische Parisalismus, aber au e stuckwiit an unsre dütsche, unselig pangermanischtische Vergangeheit. Drum, Alemanne vo do änen am Rhii, göhn über d Bruck uf Stroßburg dure, "màche mit!!! – Konzerte – Animationen – Stände – Extrawerschdle – Brezel – Barabli. Ja ze unsere Sproch! Hopla!"

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Autor: Markus Manfred Jung