Lueginsland

Urlaub: Nejs entdecke

Friedel Scheer-Nahor

Von Friedel Scheer-Nahor

Sa, 08. September 2018

Lueginsland

Mir fahre im Urlaub als immer emol wieder an e Ort, wu mr schu nemol gsi sin. Dass mr dert viel schu kennt, nemme mr halt in Kaüf. Aber diesmol hemmer e Städtli entdeckt, wu alles nej gsi isch. E ganze Hüffe kleini, windschiäfi Hiiser, wu wiä Schwalbenäschter am Felse bäppe, hemmer mit große Aüge ogluegt un uns gfrogt, wiä mr so wohne kann, uhni dass mr Angscht ho mueß, s Dach iberem Kopf burzlet ame scheene Dag de Rai naa. Zwische de Hiiser hets schmali, dunkli Gässli un Stapfle gää, wu unvehofft zue heimelige, schattige Plätzli gfiährt hen, vu dene üs mr ufs Meer luege het kinne. D Kirch mit ihre prachtvolle Kuppel isch wiä ne Glückeri mittle drin ghockt. E Beck, wu üs de Bachstube rüs vekaüft het, het is wiä üs de Zitt gsprunge dunkt. Ebeso e Café ufem Kirchplatz mit e par Disch, wu zum Vewiile iiglade het. Mr henis nit satt sähne kinne an all dene Iidrick un henis gfrait, dass mr des bsunders nett Juwel gfunde hen.
Wu mr zum Schluss zruck zum Aüto sin, simmer ame Denkmal verbej kumme, wu mr d Gschicht dezue vor langer Zitt emol im Reisefiährer gläse hen. Hai nomol, des kunnt is jetz aber bekannt vor, des hemmer doch schu
gsähne! Mr sin devor gstande un hen vestüünt sinniert. Un so langsom hets is dämmeret. Vor Johre simmer halt doch schu nemol do gsi un aü dert hemmer is an dem Städtli erfrait. Mr hen gschmunzlet un sin mit de Erkenntnis heim gange, dass mr s Alt immer wieder nej entdecke kann, wemmer vegisst.