Medizinwissen

Die kuriosesten und makabersten OP-Sprüche

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Mo, 27. November 2017 um 21:50 Uhr

Medizinmythen

Wie oft wirft man ihnen vor, sie murmelten unverständliches Zeugs, Fachlatein, Abkürzungen, Kassenchiffres. Doch wehe, wenn Ärzte mal ganz offen und frei von der Leber weg reden. Herzlos! Makaber! Menschenverachtend!

Das ist unfair. An jedem Stammtisch kann man zu später Stunde bei ausreichend Bier jemanden loslegen hören, "kommt ’ne Frau zum Arzt...", und was dann kommt, ist meist nicht so appetitlich.

Wenn aber der Chirurg im OP dergleichen tut, riskiert er die Zulassung. Ein Onlinedienst hat Leser neulich ermuntert, OP-Sprüche einzusenden. Die Ernte war teils originell und nicht ohne Witz. "Wollen Sie noch einen Blick in Ihre Frau werfen?", wurde da ein Angehöriger gefragt, "wir machen sonst jetzt zu." Ein Fettleibiger, dessen Narkose noch nicht wirkte, beteuert, er habe sagen hören: "Streich den grau an und ruf Greenpeace, die bringen ihn zurück ins Meer."

Und ein Brandverletzter wurde nach einer Hautresektion gefragt: "Möchten sie das Gyros für die Katze mitnehmen?" Gut, das ist nicht die feine Art und lässt manchen vom Restglauben an die Halbgötter in Weiß abfallen. Er kann ihn aber eintauschen gegen drei Einsichten: Wo Stress ist, braucht es ein Ventil. Wo gehobelt wird, da fallen Sprüche. Und Ärzte sind auch nur Menschen.