MIT GEWINN LEBEN: Vom Fiskus anerkannt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 07. April 2018

Wirtschaft

Schornsteinfeger-Rechnungen lassen sich steuerlich absetzen.

Er soll Glück bringen und hinterlässt doch regelmäßig eine Rechnung: der Schornsteinfeger. Die gute Nachricht dabei: In der Regel akzeptiert der Fiskus alle Schornsteinfeger-Dienste, die rund um einen privaten Haushalt erbracht werden, als absetzbare Handwerkerleistungen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs aus 2014 ist das ganze Spektrum der Schornsteinfeger-Tätigkeiten steuerbegünstigt: vom Kehren, Reinigen und Warten über Mess- und Überprüfungsleistungen bis hin zu Feuerstättenschau und Legionellenprüfung. Somit gelten für solche Arbeiten dieselben Regeln wie für andere Handwerkerleistungen im Haushalt: 20 Prozent der Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, Entsorgungs- und Verbrauchsmittelkosten können abgesetzt werden. Jedoch darf man maximal nur 1200 Euro im Jahr als Handwerkerleistungen geltend machen. Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung getrennt ausgewiesen werden. Und noch etwas ist wichtig: Die Rechnungssumme sollte immer überwiesen werden, denn das Finanzamt erkennt Barzahlungen nicht an. Übrigens: Nicht nur Haus- oder Wohnungsbesitzer profitieren von der Absetzbarkeit. Auch Mieter können Aufwendungen für Schornsteinfeger, die über die Nebenkostenabrechnung des Vermieters auf die Mietparteien umgelegt werden, geltend machen. Allerdings müssen die berücksichtigungsfähigen Ausgaben klar aus der Nebenkostenabrechnung hervorgehen.

Jörg Strötzel ist Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH), dem mit mehr als 950.000 Mitgliedern größten Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter http://www.vlh.de