Eheleben im Forscherfokus

MOMENT MAL: Populäre Eseleien

Karlheinz Schiedel

Von Karlheinz Schiedel

Mo, 20. August 2018

Liebe & Familie

"Lebensende mit drei Buchstaben?" – "Ehe!"Ach Leute, es gibt Kreuzworträtselwitze, die sind – mit Verlaub – nun wirklich selten dämlich. Zum Glück haben wir überall fähige Wissenschaftler, die derlei populäre Eseleien zuverlässig falsifizieren, wie es in Forscherkreisen so schön heißt. An der britischen Keele University brüteten jüngst emsige Gelehrte über 34 Studien aus den Jahren 1963 bis 2015 und kamen nach eingehender Analyse zu dem Schluss: Die Ehe kann Menschen wirksam vor der Entstehung von Herzkrankheiten und Schlaganfällen schützen. Lebensende? Pustekuchen! (Glücklich) Verheiratete leben länger. Dass Humanbiologen gerade bei Göttergatten einen ungesunden Zusammenhang zwischen Bauchumfang und Ehejahren festzustellen meinen, passt hier freilich genauso wenig ins Bild, wie jene gern zitierte norddeutsche Volksweisheit: "Ein guter Hahn wird selten fett". Erwiesenermaßen haben Verheiratete nämlich signifikant häufiger Sex, als Frauen und Männer, die unentwegt auf der Suche nach ihrem passenden Gegenstück sind. Stand jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit in der Studie irgendeiner amerikanischen Universität. Glaubt ihr nicht? Augenblick. Ich hab’s extra ausgedruckt. Aber wo ist jetzt nur diese Studie hin? Hab’ sie doch gestern noch in der Hand gehabt, die dumme Studie – hmm … ich Esel – ESEL? – Grautier, vier senkrecht!