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17. März 2012
TURMSPITZEN: Es geht los I
Sitzfleisch und stabile Schuhe benötigen die Kandidaten zur OB-Wahl, die sich in dieser Woche warm geredet haben in Gesprächen und -gelaufen in Stadtteiltreffs. Noch gehen sie auf Erkundung, fühlen am Puls der Bürger. Klaus Eberhardt fragt, wo der Schuh drückt, und Cornelia Rösner bindet ins Wir-Gefühl ein. Abtasten was Sache ist, erweist sich für die beiden als Spitzenreiter gehandelten Kandidaten dabei nicht so einfach, unabhängig davon, ob sie parteilos ins Rennen gehen oder mit Hilfe der SPD. Denn sie wissen genau: Was einmal versprochen ist, das gilt. Deshalb agieren Eberhardt und Rösner vorsichtig, bekommen sie doch durchaus von enttäuschten Bürgern zu hören, was ihnen alles versprochen wurde und wie wenig davon gehalten. Mit diplomatischer Unverbindlichkeit wird es aber nicht lange weitergehen. Spätestens, wenn sich die Kandidaten dem direkten Vergleich auf dem Podium stellen, müssen sie deutlich Farbe bekennen. Dann wird es spannend. Etwas nervös geht es im Beobachterkreis der Bewerber bereits zu. Da wird gut aufgepasst, dass die Außendarstellung des jeweiligen Favoriten tadellos bleibt und sei es nur in einer Frage von Pappe, wie die Plakatierung an der Straße.
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Erhält der Krankenhausstandort Rheinfelden durch die künftige medizinische Ausrichtung eine Heilbehandlung, oder führt die Chefarztlösung in der Orthopädie/Wirbelsäulenchirurgie zur Amputation und dem befürchteten Niedergang? Dass Bürgermeister Rolf Karrer seine Stimme erhebt und sich nach allen bisherigen Erfahrungen nicht mit Absichtserklärungen zufrieden gibt, lässt sich nachvollziehen. Nachdem der CDU-Vorstand gar kritisches Nachdenken im Förderverein öffentlich gerügt hat, kann sein verbales auf den Tisch Klopfen gar nicht ausbleiben. Wenn das Schreiben Karrers provozierend wirkt, ist es wohl so beabsichtigt. Denn eine Antwort, die Klarheit schafft, muss folgen.
Autor: Ingrid Böhm-Jacob



