Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
11. August 2012
Stilfrage: Pause ist Pause!
Networking und Erfahrungsaustausch sind ja auch für Referenten und Dozenten wichtig, aber man braucht in den Pausen zwischen den Vorträgen auch Zeit zum Essen. Wie kann ich mich gegen ungewünschte Pausengespräche wehren?
Geläufiger als Ihre ist mir die Frage: "Wie komme ich bei Veranstaltungen elegant mit interessanten Menschen in Kontakt?" Sie haben nun das entgegengesetzte Ziel: Sie wollen sich als Trägerin von Spezialwissen vor geschickten Networkern schützen. Zumal deren Zielsetzung einseitig ist: Sie wollen von Ihnen als Expertin noch mehr lernen als bisher. Sie wollen sich Ihnen als jemand, der Chancen oder gar Jobs zu vergeben hat, empfehlen. Oder durch den Kontakt mit Ihnen als Referentin etwas für ihr Selbstbild tun.
Sie können das offenbar nachvollziehen, brauchen aber eine Verschnaufpause.
Da hilft auf jeden Fall die Flucht: Sie bitten den Veranstalter, Ihnen etwas zu essen in einem anderen Raum zu richten, und sind in der Pause einfach "nicht da". Aber wollen Sie einfach so "nicht da" sein und sich später anhören, man habe Sie vermisst?
Werbung
Sollte dann in der Pause doch jemand mit einer Frage auf Sie zukommen, können Sie ihn auf den nächsten Teil verweisen, den nächsten Vortrag oder die Literaturangaben: "Wie gesagt: Pause ist Pause!" Sich abgrenzen ist nicht unhöflich und allemal besser als sich über sich und/oder andere zu ärgern. Vor allem, wenn es mit einem charmanten Lächeln geschieht.
Die Autorin ist Kommunikationstrainerin
und lebt in Freiburg.
Autor: Elisabeth Bonneau



