Moment mal!

Trendtier: Der Flamingo in uns

Sonja Zellmann

Von Sonja Zellmann

Mo, 04. Juni 2018

Liebe & Familie

So pink hier. Flamingos, wohin das Auge blickt: auf T-Shirts, Taschen, Unterhosen, auf Klopapier, in Leuchtenform, als Gummibärchen oder Schwimminsel – für sechs Personen. Der Trend hatte sich schon im vergangenen Jahr angedeutet, aber inzwischen kann man den Viechern wirklich nirgendwo mehr entgehen. Warum nur dieser Erfolg? Zugang zu Traum- und Fantasiewelten, wie Trendtiervorgänger Einhorn sie versprach, symbolisiert der Flamingo weniger. Obwohl – rosa Brille...? Vielleicht back to the roots? Natur pur? Naja, mit dem echten Tier haben die Modeflamingos außer Farbe und Form nicht viel gemein. Aber wie auch immer, sie sehen auf jeden Fall "voll süß" aus – fragen Sie mal die Mädels, egal ob zwei oder 20 oder so Jahre alt. Einem Modeblog zufolge kommen die rosa Vögel so gut an, weil sie "geradezu nach Sommer, Sonne und Badespaß schreien". Oder ist es das Bonbon-Pink, das anzieht? Schließlich hat auch Flamingorosa als Haarfarbe Konjunktur. Kreisch! Laut Wikipedia standen übrigens schon Steinzeitmenschen auf die Vögel – in Spanien wollen Wissenschaftler Flamingos in rund 7000 Jahre alten Höhlenzeichnungen erkannt haben. Auch die Römer liebten die rosa Tiere, allerdings vor allem deren Zunge und diese wiederum als Delikatesse lieber auf dem Tonteller als im lebenden Vogel. Hm, ist interessant, hilft uns aber nicht wirklich weiter. Vielleicht sind wir einfach alle ein bisschen Flamingo?