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13. März 2010
Wissenschafts-Wissen
URTEILSPLATZ: Freunde oder lieber Natur?
Manchmal braucht die Wissenschaft einfach ein bisschen länger. Wer erinnert sich nicht an Alexandras das Herz bewegenden Schlager "Mein Freund der Baum?" Was der normale Wald- und Spaziergänger längst aus eigener Erfahrung weiß, amerikanische Forscher wollen dafür jetzt den wissenschaftlichen Beleg erbracht haben: Zu wenig Natur schadet dem Menschen. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass Stressfaktoren wie erhöhte Herzfrequenz oder Schweißbildung zurückgehen, wenn Menschen Natur unmittelbar erleben. Mehr noch: Klinikpatienten, die auf Bäume statt auf eine Hauswand schauen durften, brauchten weniger Schmerzmittel, riefen seltener das Pflegepersonal und konnten früher aus dem Krankenhaus entlassen werden. Wenn das Gesundheitsminister Rösler erfährt, kriegt er noch mehr Ärger mit den Pharmakonzernen. Allerdings sollten die Bäume gepflegt sein. Wer auf totes Geäst blickt, bei dem entfaltet sich die beruhigende Wirkung seltener. Aber die Wissenschaftler haben noch mehr herausgefunden: Ein soziales Netz mit guten Freunden kann den Mangel an Naturlerleben aber ausgleichen. Was, so fragen wir uns, ist dann los, wenn wir uns mit guten Freunden auf in die Natur machen? Wir harren der Antwort der Wissenschaft.
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Autor: Manfred Dürbeck
