Fragen Sie nur!

Warum gibt es in manchen Kliniken auf dem Klo den Hinweis, man soll ein Stück Klopapier hineinwerfen, ehe man es benutzt?

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Di, 05. Dezember 2017 um 00:29 Uhr

Fragen Sie nur

Infektionsgefahren gibt es in Kliniken bekanntlich viele. Die dortigen Toiletten gehören nicht zu den herausragenden hygienischen Problemen eines Krankenhauses.

Diese Einschätzung vertritt Winfried Ebner, Oberarzt am Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene an der Freiburger Universitätsklinik. Zumal man nach dem Toilettengang durch Händereinigen mit Seife unter fließendem Wasser viele Probleme auch einfach wegwaschen kann.

Dennoch bestehen kleinere Gesundheitsgefahren fort: Beim Spülvorgang in der Toilette könnten über Spritztröpfchen potenzielle Infektionserreger an die Luft abgegeben werden – Experten sprechen von Aerolisierung. Um dieses Spritzen zu minimieren, wird auf Kliniktoiletten gern geraten, vor dem Spülen nochmals Papier in die Toilettenschüssel zu legen.
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Denselben Effekt hat es natürlich, einfach den Toilettendeckel zu schließen. Ebner lässt allerdings offen, ob diese Vorkehrungen wirklich vor einer möglichen Infektion schützen: "Für dieses Vorgehen existieren selbstverständlich keine wissenschaftlichen Daten, schon gar nicht zur Frage, ob es einen infektionspräventiven Effekt hat."

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