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Warum kann man die Energie aus radioaktiven Abfällen nicht verwenden?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Sa, 19. November 2016 um 00:00 Uhr

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Die meisten KKW arbeiten mit Leichtwasserreaktoren. Sie werden mit angereichertem Uran als Brennstoff betrieben, das etwa drei Prozent des Uranisotops 235 U enthält, aus dem durch Kernspaltung Energie gewonnen werden kann.

Nach der Verbrennung bleiben im abgereicherten Uran nur noch um die 0,3 Prozent spaltbares 235U, woraus die Standardkraftwerke aber keine Energie mehr gewinnen können. Bereits seit den 1950er Jahren forscht man daher an einem anderen Reaktortyp, dem sogenannten Laufwellenreaktor, der abgereichertes Uran weiter zu Energie verbrennen könnte. Bisher ohne Erfolg. Er wäre wohl auch nicht rentabel.

Ein anderer Ansatz wäre, durch eine sogenannte Transmutation Energie aus Abfall zu gewinnen. Dabei wird langlebiger strahlender Müll durch Beschuss mit Teilchenstrahlen in weniger langlebigen umgewandelt. Die dabei freiwerdende Energie reicht aber nur zur Erzeugung der Teilchenstrahlen aus. Nach der geltenden Gesetzeslage müssen radioaktive Abfälle in ein Endlager gebracht werden.

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