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Warum wird es leiser, wenn es schneit?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

So, 04. Februar 2018 um 17:39 Uhr

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Wenn es schneit, erscheint die Welt plötzlich viel leiser als sonst. Das mag vielleicht zum Teil auch daran liegen, dass Autos langsamer fahren und Fußgänger innehalten, um das Schneetreiben zu bewundern.

Vor allem hat es damit zu tun, dass Neuschnee ein prima Schalldämpfer ist. Frisch gefallener Schnee enthält nämlich viel Luft, so dass Schall – zum Beispiel Straßenlärm – nicht so gut reflektiert wird, wie an harten und glatten Flächen. In den vielen kleinen Hohlräumen in einer frischen, lockeren Schneedecke wird der Schall vielfach gebrochen und somit teilweise "geschluckt". Einen ganz ähnlichen Effekt erzielt man im Tonstudio, indem die Wände mit genopptem Schaumstoff, der viele Poren enthält, ausgekleidet werden, um Störgeräusche zu unterbinden und somit die Akustik im Raum zu verbessern. Sobald Schnee aber einige Zeit lang liegt, verschwindet dieser akustische Effekt. Denn wenn der Schnee zusammensackt, schrumpfen die Hohlräume und die Oberfläche wird glatter, so dass die Schalldämpfung nicht mehr so gut funktioniert.

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