Mit Gewinn leben

Winterschlussverkauf-Regeln in Frankreich

Peter Juhani Koop

Von Peter Juhani Koop

Di, 26. Dezember 2017 um 11:11 Uhr

Wirtschaft

Es gibt ihn noch, den klassischen Winterschlussverkauf – und zwar in Frankreich. Vom 10. Januar bis 20. Februar locken die Geschäfte mit hohen Rabatten. Was deutsche Kunden wissen sollten.

In mehreren Départements der Region Grand Est geht’s bereits am 2. Januar los, so zum Beispiel in Metz und Nancy. Händler sind verpflichtet, sowohl den alten als auch den reduzierten Preis auf das Etikett zu schreiben. Genauso muss die Ermäßigung, also die Differenz, auf dem Preisschild stehen.

Gefällt die im Laden gekaufte Ware nicht mehr, haben Kunden kein Umtauschrecht! Ein Versuch ist es aber wert, denn viele Verkäufer nehmen die Ware aus Kulanz zurück. Sollte dies während des Winterschlussverkaufes ausgeschlossen sein, erkennt man es an einem Zusatz wie "ni repris ni échangé".

Wie bei regulären Produkten hat man auch bei reduzierten Artikeln Anspruch auf Gewährleistung, und zwar zwei Jahre lang. Ist etwa die gekaufte Uhr defekt, kann man vom Verkäufer den Austausch oder die Reparatur verlangen. Ist beides nicht möglich, kann man die Uhr zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen.

Ausnahme: Ein Mangel war schon beim Kauf äußerlich erkennbar, zum Beispiel ein Kratzer auf dem Uhrenglas. Reklamieren kann man auch von zu Hause aus. Am besten ist, wenn man sich schriftlich an den Verkäufer wendet, zum Beispiel per E-Mail oder Post. Die Erfahrung zeigt, dass Verkäufer die Gewährleistungsrechte nicht immer akzeptieren.

Peter Juhani Koop arbeitet beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Kehl. Es berät kostenlos – bei Streitigkeiten mit Unternehmen im EU-Ausland, in Island oder Norwegen.
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Telefon: 07851 99148-0
Internet: http://www.evz.de