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09. Februar 2010 20:12 Uhr
Zwist
Der neue Frieden beim DFB – Verspätete Einsichten
"Was sind wir eigentlich für Hornochsen?" – damit brachte der DFB den Streit um die Vertragsverlängerung Joachim Löws auf den Punkt. Ein unwürdiges Medienschauspiel, meint BZ-Redakteur René Kübler.
"Was sind wir eigentlich für Hornochsen?" Man muss den Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) zugutehalten, dass sie sich diese Frage gestellt haben. Zumindest DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach hat dies nach eigener Aussage gemeinsam mit Bundestrainer Joachim Löw getan. Ohne Not hatten die Beteiligten in den vergangenen Tagen aus den Verhandlungen rund um die Vertragsverlängerung Löws ein unwürdiges Medienschauspiel gemacht. Anstatt vernünftig miteinander zu reden, wurde mit schriftlichen Forderungen und einem Ultimatum agiert.
Oliver Bierhoff war als sein Interessenvertreter ungeeignet. Der Team-Manager ist verbandsintern ohnehin umstritten. Ihm wird immer wieder vorgeworfen, im Zusammenspiel mit Sponsoren zu sehr auf seinen persönlichen Vorteil zu achten. Bierhoff sollte auf keinen Fall mehr Macht zufallen. Dass er nun derjenige war, der sich entschuldigen und zurückrudern musste, deutet darauf hin, wie sehr seine Person Auslöser des Konflikts gewesen sein dürfte. Letztlich muss die anfangs gestellte Frage aber für alle Protagonisten gelten.
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Autor: René Kübler
